Schnelsen Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Deckel Schnelsen.

Antworten auf oft gestellte Fragen zur Deckelgestaltung und Zeitplanung finden Sie auf dieser Seite. Antworten auf oft gestellte Fragen zur Deckelgestaltung und Zeitplanung finden Sie auf dieser Seite.

Häufig gestellte Fragen

Was ist im Bereich Schnelsen genau geplant?

Der 560 Meter lange und im Mittel 34 Meter breite Schnelsener Deckel verläuft von der Straßenquerung Heidlohstraße über die Frohmestraße hinweg fast bis zur Anschlussstelle (AS) Hamburg-Schnelsen. Er nimmt den Anwohnern die Belastung durch den Autobahnlärm. Durch die vielfältige Nutzung des Tunneldaches wachsen zudem der östliche und westliche Teil Schnelsens wieder zusammen. Die Autobahn wird in diesem Abschnitt von vier auf insgesamt sechs Spuren erweitert.

Wie wird die Deckeloberfläche gestaltet?

Für den Tunnel in Schnelsen hat die Jury des Realisierungswettbewerbes den Beitrag des Berliner Büros POLA Landschaftsarchitekten prämiert und eine Empfehlung zur Umsetzung ausgesprochen: Auf dem Deckel entsteht eine großräumige Wiesenfläche, die westlich durch eine baumbestandene Promenade und östlich durch einen Kleingartenpark eingerahmt wird. Nördlich der Frohmestraße verdichtet sich die Kleingartensiedlung über die gesamte Breite des Deckels. Die Frohmestraße selbst verläuft im Zentrum des Schnelsener Deckels.

Heute ist der Stadtteil Schnelsen durch die kreuzende Autobahn noch zerschnitten: Die Frohmestraße hat im westlichen Teil deutlichen Zentrumscharakter, während sich östlich der Autobahn nur vereinzelt Geschäfte finden. Dies soll sich durch die verbindende Funktion mit dem neuen Autobahndeckel ändern. Wo heute noch Autobahnlärm herrscht, bieten in Zukunft Grünflächen ausreichend Platz auch für öffentliche Aktivitäten wie Märkte oder Stadtteilfeste.

Wann geht es los?

Der Deckel Schnelsen ist Bestandteil des länderübergreifenden ÖPP-Projektes. Der Bund erwartet durch das Prinzip der Öffentlich-Privaten Partnerschaften einen schnelleren, wirtschaftlicheren und qualitativ höherwertigeren Ausbau der Autobahnen. Dabei schließt er einen langjährigen Vertrag mit einem privaten Auftragnehmer, im Fall von Schnelsen über einen Zeitraum von 30 Jahren. In der Ausschreibung für ÖPP-Projekte gibt der Bund lediglich das Ziel und die qualitativen Anforderungen vor – die genaue Ausführung bleibt dem privaten Vertragspartner überlassen. Den Zuschlag für den Auftrag hat am 23. Juni 2014 die Projektgesellschaft Via Solutions Nord GmbH & Co.KG erhalten. Das private Konsortium baut die Autobahn nicht nur aus, sondern betreibt und erhält sie auch. Das Unternehmen erhält vom Bund eine Anschubfinanzierung und ein Verfügbarkeitsentgelt, das gekürzt werden kann, wenn die Straße nicht wie vereinbart verfügbar ist. Damit wird ein Anreiz geschaffen qualitativ hochwertig zu bauen, um Entgeltkürzungen durch evtl. Verkehrseinschränkungen bei Erhaltungsmaßnahmen zu minimieren.


Das Vergabeverfahren für das Projekt war im Dezember 2011 europaweit bekannt gemacht worden. Das Projekt sieht den sechs- bzw. achtstreifigen Ausbau des rund 65 Kilometer langen Teilstückes sowie den Erhalt und Betrieb von rund 59 Kilometern der Strecke (zwischen Neumünster-Nord und südlich des Autobahndreieckes Hamburg-Nordwest) vor. Das Vergabeverfahren wurde durch die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) im Auftrag der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein als Auftragsverwaltung des Bundes betrieben. Zahlreiche Unternehmen hatten die Teilnahmeanträge abgefordert. Der Teilnahmewettbewerb endete im Herbst 2012. Erste Arbeiten im Abschnitt Schnelsen begannen in 2014. Ab 2015 wird auch der Deckel Schnelsen gebaut. 

Welche Auswirkungen auf den Verkehr sind während der Bauphase zu erwarten?

Im Bauabschnitt Schnelsen werden im Zuge des Ausbaus und der Überdeckelung der A 7 einige Brücken erneuert. Die Brücke „Oldesloer Straße“ soll bei fließendem Verkehr neu gebaut werden. Die Brücken „Vielohweg“ und „Schleswiger Damm“ im Süden des Bauabschnitts bleiben nach dem bisherigen Planungsstand erhalten. Der Durchlass „Brookgraben“ und die Unterführung des Wanderweges „Kollau“ werden in einem Bauwerk zusammengefasst. Die Überführungen „Frohmestraße“ und „Heidlohstraße“ werden abgebrochen. Zukünftig werden die Straßen über die Tunneldecke geführt. Während der Bauzeit des Deckels werden Behelfsbrücken und ggf. Umleitungen erforderlich. So entstehen nur geringe Verkehrsbehinderungen. Insgesamt werden auf den innerstädtischen Querverbindungen nur wenige Einschränkungen und Sperrungen nötig sein.

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