Stellingen Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Stellinger Deckel.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist im Bereich Stellingen genau geplant?

Der 893 Meter lange und etwa 51 Meter breite Tunnel in Stellingen beginnt im Süden an der Kieler Straße und schließt im Norden an die Brücke der Güterumgehungsbahn an. Der Tunnel bietet für die Anwohner Schutz vor dem Lärm der A 7 und hebt in diesem Bereich die Trennung der Stadtteile auf. Die Autobahn wird in diesem Abschnitt von sechs auf insgesamt acht Spuren erweitert.

Wie wird die Deckeloberfläche gestaltet?

Die Deckeloberfläche in Stellingen soll nach dem Entwurf von Weidinger Landschaftsarchitekten (Berlin) gestaltet werden, der von der Jury im Rahmen des Realisierungswettbewerbes prämiert wurden. Die Deckelfläche soll landschaftlich in drei Teile gegliedert werden: Im südlichen Teil zwischen Kieler Straße und Wördemanns Weg sind Kleingärten geplant. Durch deren kompakte Anordnung kann sich hier gut eine Vereinsstruktur entwickeln. Nördlich des Wördemanns Wegs folgt ein Wiesenpark mit viel Raum für Freizeitaktivitäten. Im nördlichsten Bereich ist die Fläche baumbestanden. Eine Promenade zieht sich durch den ganzen Park, im südlichen Teil begleitet sie die Kleingärten von der Kieler Straße bis zum Wördemanns Weg, verschwenkt dort auf die Ostseite des Deckels und endet am nördlichen Parkende am querenden Kollau-Wanderweg.

Warum und wie hoch wird der Deckel in Stellingen später aus dem Boden ragen?

Nach ersten Untersuchungen zum Bauwerk mit Beibehaltung der vorhandenen Gradiente (Höhenlage) wurde festgestellt, dass die Tunneloberkante teilweise über dem Gelände liegen würde. Daraufhin wurden weitere Gradientenvarianten untersucht. Die Untersuchungen haben erbracht, dass es aus ökologischen und finanziellen Gründen nicht möglich ist, einen ebenerdigen Deckel zu bauen: Ökologisch ist es am vorteilhaftesten, nicht in den Grundwasserbereich einzugreifen, außerdem sind die Baukosten für einen geschlossenen, wasserdichten Tunnel sehr hoch. Deshalb liegt der Tunnel oberhalb des Grundwassers. Wegen des hohen Grundwasserstandes ragt der Tunnel im ungünstigsten Bereich ca. 4,90 Meter heraus. Das entspricht ungefähr der Höhe der jetzt vorhandenen Lärmschutzwand.

Wann geht es los? Und wie lange werden die Bauarbeiten genau dauern?

Auch in Stellingen wird ein zeitnaher Baubeginn angestrebt. Dieser ist jedoch abhängig von der Erlangung des unanfechtbaren Baurechts und der Einstellung der Maßnahme mit den entsprechenden Finanzierungsraten in den Bundeshaushalt. Mit dem Bau des Deckels Stellingen wird voraussichtlich Anfang 2016 begonnen.

Der Abschnitt Schnelsen wird im Zusammenhang mit dem 6-streifigen Ausbauabschnitt der A 7 in Schleswig-Holstein in öffentlich-privater Partnerschaft realisiert. Der Ausbau hat 2014 begonnen. Der Ausbau wird zurzeit planerisch so vorbereitet, dass im Abschnitt Stellingen – wenn auch etwas zeitlich versetzt – relativ zeitgleich gebaut werden kann. Dieses setzt große fachliche und finanzielle Anstrengungen voraus, ermöglicht jedoch einen Bauabschnitt zwischen den Anschlussstellen HH-Volkspark und Quickborn mit einer begrenzten Bauzeit.

Die Bauzeit für den Tunnel Stellingen wird derzeit mit vier Jahren angesetzt. (Stand: April 2013)

Welche Auswirkungen auf den Verkehr sind während der Bauphase zu erwarten?

Im Zuge des Ausbaus und der Erweiterung der A 7 werden einige Querverbindungen erneuert: Im Bereich Stellingen bleibt die Brücke „Duvenacker“ ganz im Norden dieses Bauabschnitts bestehen. Die Überführung am Niendorfer Gehege wird parallel zur bestehenden Brücke erneuert. Die alte Brücke wird danach zurückgebaut, so dass der Überweg durchgehend erhalten bleibt. Der Kollauwanderweg wird ebenso wie der Wördemanns Weg nach der Fertigstellung des Tunnels auf die Deckelfläche verlegt. Für die Bauphase wird am Wördemanns Weg eine Behelfsbrücke hergestellt. Auf der Kieler Straße bleibt die Autobahnbrücke erhalten, allerdings wird hier der Knotenpunkt erneuert, so dass es in diesem Bereich zu Behinderungen kommen könnte.

Im Vorfeld der eigentlichen Baumaßnahme wurde das „Nadelöhr“ Knotenpunkt Kieler Straße/Sportplatzring erfolgreich umgebaut, so dass der Verkehr besser abfließen kann.

Über welche Wege wird der Baustellenverkehr abgewickelt werden?

Für die Erd-, Entwässerungs- und Straßenbauarbeiten an der A 7 und den beiden Anschlussstellen werden Baustellen-Zu- und -abfahrten über die Fahrbahnen der A 7 eingerichtet. Die Zu- und Abfahrten werden dabei am Bauanfang und Bauende sowie an der Anschlussstelle Stellingen verkehrssicher hergestellt und beschildert. Weitere Zufahrten im Zuge der Strecke sind nicht vorgesehen, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern.

Für das Einbringen der Überschüttung des Tunnels sind zwei Zu- und Abfahrten vorgesehen:

  • Zu-/Abfahrt über den Wördemanns Weg,
  • Zu-/Abfahrt von der BAB nördlich der Güterumgehungsbahn mit Querung der DB am Olloweg und Auffahrt zur Tunneldecke über die Rampe des neuen Kollauwanderweges südwestlich der Güterumgehungsbahn.

Die Überschüttung wird erst eingebracht, wenn der Wördemanns Weg neu hergestellt ist und damit die Behelfsbrücke abgebaut ist. Gesonderte Baustelleneinrichtungsflächen sind nördlich der Güterumgehungsbahn, jeweils auf der Ost- und Westseite vorgesehen. Auf diesen soll auch die Betonmischanlage für den Tunnelbau errichtet werden. Die Zufahrt erfolgt ausschließlich über die Autobahn.

Weitere Flächen sind südlich des Regenrückhaltebeckens „Niendorfer Gehege" mit Zufahrt von der Straße Niendorfer Gehege, im östlichen Ohr der AS Volkspark sowie unterhalb der Brücke über die DB-Anlagen Langenfelde vorgesehen.

Im Rahmen des vorgezogenen Neubaus der konstruktiven Bauwerke kann es notwendig werden, dass die Zu- und Abfahrten zu den Baustellenbereichen auch über nachgeordnete Straßen erfolgen müssen. Die Nutzung dieser Straßen erfolgt unter Aufrechterhaltung des verkehrssicheren Zustandes dieser Straßen und unter Wahrung der Anliegerinteressen.

Welcher Baustellenverkehr zum geplanten Betonmischwerk an der A 7 ist zu erwarten?

Direkt an der A 7 wird bei Baubeginn auf einer Freifläche neben der Brücke für die Güterumgehungsbahn ein Betonmischwerk errichtet. Die Zufahrt hierzu erfolgt ausschließlich über die Autobahn. Wie viele Fahrzeuge das Betonmischwerk täglich anfahren kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.

Wird im nordöstlich an den Deckel angrenzenden Gebiet die Lärmbelastung auch künftig über den erlaubten Grenzwerten liegen?

Mit den geplanten aktiven Lärmschutzmaßnahmen können die Immissionsgrenzwerte der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (BlmSchV) an den Gebäuden sowie deren Außenwohnbereichen im Tagbereich fast vollständig und im Nachtbereich überwiegend eingehalten werden. Obwohl die aktiven Lärmschutzmaßnahmen eine sehr gute Minderung der Beurteilungspegel herbeiführen, ist ein vollständiger Schutz vor Grenzwertüberschreitungen unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen nicht möglich. Bedingt durch die hohe Verkehrsbelastung der Autobahn verbleiben Tag- und Nachtgrenzwertüberschreitungen. Für diese Gebäude besteht demnach grundsätzlich ein Anspruch auf passive Lärmschutzmaßnahmen.

Insgesamt weisen 22 Gebäude im Tagzeitraum und 299 Gebäude im Nachtzeitraum Grenzwertüberschreitungen auf. Die Abweichung der Anzahl der betroffenen Gebäude im Vergleich zur „Studie Immissionsschutz, Kosten und Gestaltung" ist begründet durch eine Erweiterung des Untersuchungsraums (Bereich zwischen dem AD HH-Nordwest und der Güterumgehungsbahn) sowie durch eine detaillierte Aufteilung der Gebäudestrukturen nach einzelnen Hausnummern.

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