Vorgeschichte Warum wird die Wilhelmsburger Reichsstraße verlegt?

Bereits 2002 wurde die Verlegung der Straße an die Bahnlinie gefordert.

Erneuerungsbedürftig: die alte B 4/75 Erneuerungsbedürftig: die alte B 4/75

Warum wird die Wilhelmsburger Reichsstraße verlegt?

Die Wilhelmsburger Reichsstraße ist eine der meistbefahrenen Bundesstraßen in und um Hamburg. Rund 55.000 Fahrzeuge fahren täglich auf der Strecke, 10 Prozent davon sind LKW. Der Abschnitt von der Anschlussstelle (AS) HH-Wilhelmsburg-Süd bis zur AS HH-Georgswerder braucht für dieses hohe Verkehrsaufkommen bessere Sicherheitsstandards. Die Unfallzahlen sind seit dem Jahr 2000 gestiegen. Die Fahrstreifen sind zu schmal und es fehlt ein Standstreifen. Bleiben Fahrzeuge liegen, führt dies oft zu Staus.

Bereits 2002 wurde auf der Zukunftskonferenz Wilhelmsburg die Verlagerung der Wilhelmsburger Reichsstraße an die Bahntrasse gefordert. Mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) und den Planungen für die „Neue Mitte Wilhelmsburg“ sowie der „Internationalen Gartenschau Hamburg“ (igs) wurde in den folgenden Jahren immer deutlicher, welche stadtentwicklungspolitischen Chancen sich durch eine Verlegung der Straße eröffnen.

Deshalb beauftragte 2008 die damals zuständige Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) damit, zu untersuchen, wie sich das  Fernstraßennetz in Wilhelmsburg künftig besser mit den Belangen des Schienenverkehrs und des Stadtteils verzahnen lässt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße auf die Westseite des Bahnkorridors erforderlich sei, da „Verkehrssicherheit, Umweltverträglichkeit sowie städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten nachhaltig verbessert werden.“ Die Machbarkeitsstudie wurde 2009 in Wilhelmsburg öffentlich vorgestellt – und leitete das mehrjährige Planungs- und Beteiligungsverfahren ein.

Aktuelles

Beteiligungsverfahren

Verkehr und Straßenwesen