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Trassenverlauf Den Verkehr auf einer Achse bündeln

Mit dem neuen Trassenverlauf der Wilhelmsburger Reichsstraße verschwindet eine trennende Verkehrsachse im Stadtteil.

Den Verkehr auf einer Achse bündeln

Der Hintergrund

Mit der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße an die Bahn wird der Verkehr auf einer Trasse gebündelt. Zwischen Wilhelmsburg-Süd und Georgswerder entstehen so mehr als vier Kilometer neue Fahrstrecke. Breitere, den gesetzlichen Vorschriften entsprechende Fahrstreifen und ein Standstreifen bieten den Autofahrern zukünftig mehr Sicherheit und Komfort.

Der Streckenverlauf

Im Planfeststellungsbeschluss vom 26. Juni 2013 wurde festgelegt, dass ein 4,6 Kilometer langes Teilstück der Wilhelmsburger Reichsstraße (B 4/75) an die westliche Seite der Bahnschienen verlegt wird. Ab der Anschlussstelle Wilhelmsburg-Süd verläuft die Trasse – abweichend von ihrer ursprünglichen Lage nach Osten und anschließend parallel zu den Schienen für den Güter-, Fern- und Nahverkehr nach Norden. Auf der Höhe des Ernst-August-Kanals wird der ursprüngliche Verlauf in Richtung Hamburg-Zentrum wieder aufgenommen. Das Zentrum von Wilhelmsburg wird über eine neue Anschlussstelle („Wilhelmsburg-Mitte“) an der Rotenhäuser Straße angebunden. Da hier keine ausgedehnten Auf- und Abfahrten möglich sind, wird die Anschlussstelle mit sogenannten „Holländischen Rampen“ versehen: Sie verlaufen nicht in großen Bögen, sondern nahezu parallel zu der Bundesstraße.

Filmsimulation

Die Bauwerke an der Strecke

Durch die Zusammenlegung der Bahntrasse und der neuen B 75 können die bereits vorhandenen Brücken Brackstraße, die Neuenfelder Straße und die Thielenstraße von beiden Verkehrsadern mitgenutzt und unterfahren werden. Lediglich der Ernst-August-Kanal im Norden erhält eine neue Brücke, der Trog unter der Kornweide und der Güterbahn in den Hafen und die Überführung der Anschlussstelle Wilhelmsburg-Mitte werden neu gebaut.

Die neuen Lärmschutzwände sollen sich gestalterisch in die Umgebung einfügen. Östlich der Bahntrasse im Bereich Max-Eyth-Straße sind beispielsweise transparente Lärmschutzwände geplant, um den Blick in die Umgebung zu ermöglichen.