Tunnel Unterm Deckel: A 7-Tunnelbau in Stellingen

Zwischen den Wohngebieten läuft die A 7 durch einen Tunnel.

Auf 893 Metern werden die Fahrzeuge in Stellingen durch einen begrünten Tunnel fahren Auf 893 Metern werden die Fahrzeuge in Stellingen durch einen begrünten Tunnel fahren

Unterm Deckel: A 7-Tunnelbau in Stellingen

Für das Jahr 2025 werden bis zu 165.000 Fahrzeuge pro Tag auf dem
A 7-Abschnitt Stellingen vorhergesagt. Solch ein Verkehrsaufkommen erfordert im gesamten Bereich der geplanten Baumaßnahme aufwendigen aktiven Schallschutz: Lärmschutzwände, Mittelwände, lärmarme Fahrbahnoberflächen sowie ein Lärmschutztunnel.

Im Abschnitt Stellingen werden insgesamt 20 Lärmschutzwände errichtet, deren Höhe zwischen vier und neun Metern variieren. Um die enormen Höhen zu begrenzen, werden die meisten Lärmschutzwände mit einer Auskragung versehen. Die Lärmschutzwände werden auf der Grundlage der schalltechnischen Untersuchung hochabsorbierend ausgebildet.

Im Abschnitt Stellingen belaufen sich die aktiven Lärmschutzmaßnahmen auf:

  • 0,9 Kilometer Lärmschutztunnel,
  • 3,9 Kilometer Lärmschutzwände,
  • 0,3 Kilometer Mittelwände,
  • 1,1 Kilometer Lärmschutzwälle,
  • 2,7 Kilometer lärmarme, offenporige Fahrbahnoberfläche (OPA).

Funktionsskizze des Tunnelbauwerks Funktionsskizze des Tunnelbauwerks
Im Regelquerschnitt beträgt die lichte Weite 22,50 Meter (Richtungsfahrbahn Hannover) bzw. 22,60 Meter (Richtungsfahrbahn Flensburg). In beiden Röhren sind vier Fahrstreifen sowie ein Verflechtungsstreifen, ein Seitenstreifen und Notgehwege angeordnet. Damit ist auch eine sechsstreifige Verkehrsführung in einer Tunnelröhre möglich. Am Anschluss Stellingen wird der Querschnitt für die zusätzlichen Einfahr- bzw. Ausfahrstreifen aufgeweitet. Die lichte Weite variiert.
Der Tunnel in Zahlen

  • Tunnellänge: 893 m
  • Tunnelbreite: 22,50 bis ca. 31 m
  • Lichte Bauhöhe: 4,90 m
  • Querschnitt: achtstreifig

Auf der Tunneloberfläche werden ein Park und Kleingärten angelegt. Für die künftige Gestaltung und Nutzung der Tunneloberfläche wurde im Frühjahr 2010 ein freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt. Der prämierte Siegerentwurf wird umgesetzt.

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