Behörde für Inneres und Sport

Direkt nach der Schule Ausbildung zur Berufsfeuerwehrfrau / zum Berufsfeuerwehrmann

Ab sofort bietet die Feuerwehr Hamburg Ausbildungsplätze für alle, die sich ihren Kindheitstraum direkt nach der Schule erfüllen wollen.  

Ausbildung zur Berufsfeuerwehrfrau / zum Berufsfeuerwehrmann bei der Feuerwehr Hamburg

  

Einstellungsvoraussetzungen

Sie verfügen mindestens über den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (Hauptschulabschluss) mit guten Leistungen in Physik, Biologie und Chemie und sind bei Ausbildungsbeginn mindestens 16,5 Jahre alt.

Sie besitzen das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Silber, wenn Sie noch nicht Volljährig sind, bzw. haben das Deutsche Schwimmabzeichen in Silber, sofern Sie über 18 Jahre alt sind. Der Nachweis darf nicht älter als zwei Jahre sein und ist für die Bewerbung anderenfalls erneut abzulegen.

Sie absolvieren erfolgreich das Auswahlverfahren, das aus einer schriftlichen, handwerklichen, mündlichen und physischen Eignungsprüfung besteht.

Sie sind nach dem Ergebnis der Untersuchung beim Personalärztlichen Dienst der Freien und Hansestadt Hamburg uneingeschränkt feuerwehrdiensttauglich. Das bedeutet u. a., dass Sie mit Ihrem Körpergewicht in einem Bereich des Körper-Masse-Indexes (BMI) zwischen 18 und 27,5 kg/m² liegen. Als Mindestgröße für den feuerwehrtechnischen Einsatzdienst werden 165 cm empfohlen. Die maximale Körpergröße sollte 195 cm betragen. Die Anforderung an die Tagessehschärfe darf ohne Korrektur 30% auf beiden Augen nicht unterschreiten. Bei einer vorhandenen Brille/Sehhilfe darf die Korrektur ± 3 Dioptrien nicht überschreiten. Für die Ausbildung gelten die beamtenrechtlichen Vorgaben, da die Absicht besteht, Sie nach der Ausbildung in die Beamtenlaufbahn der Fachrichtung Feuerwehr als Brandmeisterin bzw. Brandmeister zu übernehmen.

  

Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung besteht aus zwei Grundbausteinen:

Die Ausbildung beginnt mit einer 18-monatigen handwerklich-technischen Qualifizierung in den Gewerken Elektrotechnik, Sanitär, Holz- und Metallbau. Dieser Ausbildungsabschnitt findet im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg statt und ist speziell auf die Anforderungen des Feuerwehrberufes zugeschnitten.

Der zweite Baustein besteht aus einer 18-monatigen Feuerwehrausbildung. Hier lernen Sie alles über die Grundlagen der Biologie, Chemie, Physik, Feuerwehrtechnik und Einsatztaktik. Sie werden in allen Funktionen des Löschfahrzeugs und zur Rettungssanitäterin bzw. zum Rettungssanitäter ausgebildet. Zudem erhalten Sie eine Atemschutzgeräteträgerqualifizierung und absolvieren das Rettungsschwimmabzeichen sowie das Deutsche Feuerwehr-Fitness-Abzeichen. Sofern Sie noch keinen Führerschein der Klasse C (Lkw) besitzen, erwerben Sie diesen im Rahmen der Ausbildung. Dazu müssen Sie den Führerschein der Klasse B (Pkw) bis zum Beginn des zweiten Ausbildungsabschnitts privat erwerben. Sie erhalten eine Unterweisung im Fahren mit Sonder- und Wegerechten sowie ein Fahrsicherheitstraining. Der Unterricht an der Feuerwehrakademie beinhaltet nicht nur theoretischen Unterricht, sondern auch viele praktische Übungen. Zwischen den Lehreinheiten an der Feuerwehrakademie finden regelmäßig Praktika an den Feuer- und Rettungswachen sowie in Krankenhäusern statt.

Parallel läuft über die 3-jährige Ausbildung der Unterricht in der Berufsschule. Dieser findet in der Beruflichen Schule Gesundheit, Luftfahrt, Technik (BS 10) in Hamburg-Mitte statt.

Ihre Ausbildungsvergütung stellt sich wie folgt dar:

 Ausbildungsjahr       Brutto-Ausbildungsentgelt im Monat
 1. Ausbildungsjahr    936,82 Euro
 2. Ausbildungsjahr    990,96 Euro
 3. Ausbildungsjahr 1.040,61 Euro

Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung erwerben Sie den Abschluss Werkfeuerwehrfrau bzw. Werkfeuerwehrmann (IHK) und haben damit die Laufbahnbefähigung für die Laufbahngruppe 1 der Fachrichtung Feuerwehr.

  

Berufsbild

Die Feuerwehr ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit. Wir haben dazu eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden, die sich in 24-Stunden-Schichten aufteilt. Der Dienst beginnt und endet um 7 Uhr morgens. Unsere Auszubildenden arbeiten während der Praktikumszeit jedoch nur in 12-Stunden-Tagesschichten. Feuerwehreinsatzkräfte sind multifunktional ausgebildet. Daher werden die Feuerwehrfrauen und -männer abwechselnd in verschiedenen Funktionen auf dem Rettungswagen oder einem Löschfahrzeug eingesetzt.

Als Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann ist es Ihre Aufgabe, Menschen in Notsituationen zu helfen und Sachwerte zu schützen. Dazu gehört neben dem Brandschutz und der technischen Hilfeleistung vor allem der Rettungsdienst, der mit über 85% den größten Anteil aller Einsätze verbucht.

Im Rettungsdienst versorgen Sie erkrankte oder verunfallte Patientinnen und Patienten, die beispielsweise einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder schwere Verletzungen erlitten haben. Für die qualifizierte rettungsdienstliche Versorgung arbeiten Sie mit modernstem medizinischem Equipment. Im Brandschutz werden Sie mit vielseitigen Aufgaben konfrontiert – vom qualmenden Papierkorb über brennende Wohnungen bis hin zur Bekämpfung von Großbränden. In der Brandbekämpfung arbeiten Sie im Angriffstrupp, Wassertrupp oder als Maschinist. Im Rahmen der technischen Hilfeleistungen schneiden Sie zum Beispiel Fahrzeuge nach Verkehrsunfällen auseinander und sichern Unfallstellen.

Nach den Einsätzen werden die Einsatzberichte verfasst und die Fahrzeuge wieder für den nächsten Einsatz vorbereitet. Die einsatzfreie Zeit an den Wachen wird für Übungsdienste, Fortbildungen, Dienstsport und soziale Aktivitäten genutzt. Das Einnehmen gemeinsamer Mahlzeiten ist eine Selbstverständlichkeit, solange kein Einsatz dazwischen kommt. In der Bereitschaftszeit können Sie eigenen Beschäftigungen nachgehen und beispielsweise Sport treiben oder sich ausruhen.

Die Arbeit bei der Feuerwehr ist sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll. Im Einsatz erwarten Sie immer wieder unvorhergesehene Ereignisse, die eine schnelle Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit fordern. Dabei sind Teamfähigkeit, sehr gute Fachkenntnisse und ein einfühlsamer Umgang mit Betroffenen und Angehörigen sehr wichtig. Konfrontationen mit schweren Verletzungen, Unfällen und dem Tod setzen neben der körperlichen auch eine psychische Belastbarkeit voraus. Aber keine Sorge, Sie sind nie alleine! Freuen Sie sich auf ein tolles Team und vielfältige Aufgaben.

  

Bewerbung

In 2020 beginnen die Lehrgänge am 1. August und 1. September. Bewerbungen nehmen wir ab sofort entgegen. Die Bewerbungsfrist dafür endet am 31. Oktober 2019.

Senden Sie uns Ihre schriftliche Bewerbung mit dem Betreff „Bewerbung für die Ausbildung START-UP, Vorname Nachname“ und folgenden Unterlagen

  • Bewerbungsbogen
  • individuelles Bewerbungsanschreiben mit Unterschrift
  • Lebenslauf in tabellarischer Form mit Unterschrift
  • Kopien der letzten beiden Schulzeugnisse bzw. des Schulabschlusszeugnisses
  • Nachweis über das Schwimmabzeichen Silber (darf nicht älter als zwei Jahre sein)
  • ggf. Nachweise zu Ausbildungen, beruflichen Tätigkeiten, Führerschein, Praktika, ehrenamtlichem Engagement

an

Feuerwehr Hamburg
Personalauswahlzentrum
Westphalensweg 1
20099 Hamburg

oder per E-Mail an personalauswahlzentrum@feuerwehr.hamburg.de als einteiliges PDF-Dokument.

Achtung: Unvollständige Bewerbungen führen zum Ausschluss aus dem Auswahlverfahren. Bitte reichen Sie nur Kopien ein, da wir keine Bewerbungen zurückschicken. Da ein Großteil des Schriftverkehrs elektronisch abgewickelt wird, bitten wir Sie, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben und regelmäßig Ihren Posteingang und Spam-Ordner zu überprüfen. Bei Onlinebewerbungen achten Sie bitte darauf, dass alle Bewerbungsunterlagen in einem PDF zusammengefügt sind und die Gesamtgröße Ihrer E-Mail (inklusive PDF-Anhang) nicht 5 MB übersteigt. Bitte versehen Sie sowohl die E-Mail mit einem präzisen Betreff (siehe oben) als auch das einteilige PDF-Dokument mit einem eindeutigen Dateinamen. Im Textfeld Ihrer E-Mail geben Sie bitte Ihre vollständigen Kontaktdaten an.

  

Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren gliedert sich in sechs Teilbereiche, die auf mehrere Tage verteilt sind. Mithilfe eines Leistungsrankings erfolgt die Bestenauslese. Die Gesamtnote aus den einzelnen Testelementen entscheidet über den Listenplatz.

Teil 1: Schriftlicher Test
Mithilfe des theoretischen Eignungstestes verschaffen wir uns Aufschluss über Ihr Allgemeinwissen, Ihre Rechtschreib- und Zeichensetzungsfähigkeit sowie Ihre Befähigung zum mathematischen, naturwissenschaftlichen, abstrakten und logischen Denken. Außerdem prüfen wir mit diesem Test Ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit.

Teil 2: Höhentauglichkeitstest
Wir gehen davon aus, dass Sie keine Höhenangst haben, wenn Sie sich bei uns bewerben. Dennoch wollen wir uns davon vergewissern und lassen Sie auf eine 20 m hohe Drehleiter steigen.

Teil 3: Physischer Eignungstest
Der physische Eignungstest wird in einer Sporthalle durchgeführt und besteht aus acht Testaufgaben, bei denen Sie Ausdauer, Kraft und Koordination zeigen müssen. Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Anforderungen finden Sie hier.

Teil 4: Handwerklicher Eignungstest
In diesem praktischen Prüfungsteil überprüfen wir Ihr handwerklich-technisches Geschick und Verständnis.

Teil 5: Interview
Im Rahmen eines Einzelgespräches machen wir uns ein Bild von Ihren persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten sowie Ihrer Motivation für die angestrebte Ausbildung.

Teil 6: Personalärztliche Tauglichkeitsuntersuchung
Die uneingeschränkte Feuerwehrdiensttauglichkeit ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Bestehen des Eignungsverfahrens. Zur Überprüfung Ihrer gesundheitlichen Eignung erhalten Sie einen Termin beim Personalärztlichen Dienst der Freien und Hansestadt Hamburg.

  

Karriere

Nach Abschluss der Ausbildung werden Sie als Feuerwehrbeamte/-r im Rettungsdienst und auf dem Löschzug an einer der Feuer- und Rettungswachen im Hamburger Stadtgebiet eingesetzt. Je nach Interesse und Qualifikation werden Ihnen verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten angeboten (z. B. Höhenretter/-in, Fachlehrer/-in, Taucher/-in, Leitstellendisponent/-in, Wachausbilder/-in). Besonders freuen wir uns darüber, dass wir Ihnen bedarfsgerecht eine zusätzliche Ausbildung zur Notfallsanitäterin/zum Notfallsanitäter anbieten können.

Ihre Karriere beginnt als Brandmeisterin/Brandmeister in der Besoldungsgruppe A7. Leistungsabhängig können Sie in der Laufbahngruppe 1 weiter in die Besoldungsgruppen A8 (Oberbrandmeisterin/Oberbrandmeister) und A9 (Hauptbrandmeisterin/Hauptbrandmeister) aufsteigen. Sind Sie fachlich und persönlich geeignet und haben die erforderlichen Lehrgänge absolviert, steht Ihnen sogar ein Aufstieg in die Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr offen.

Verdienstbeispiel 1:

Brandmeister/-in, A7, Stufe 1, ledig, keine Kinder

Grundgehalt A7, Stufe 12.422,41 Euro
Allgemeine Zulage20,50 Euro
Feuerwehrzulage nach dem 2. Jahr127,38 Euro
Gesamtbrutto*2.570,29 Euro

Verdienstbeispiel 2:

Brandmeister/-in, A7, Stufe 4, verheiratet, 1 Kind

Grundgehalt A7, Stufe 42.655,31 Euro
Allgemeine Zulage20,50 Euro
Feuerwehrzulage nach dem 2. Jahr127,38 Euro
Familienzuschlag verheiratet131,73 Euro
Familienzuschlag Kind112,64 Euro
Gesamtbrutto*3.047,56 Euro

*Nacht- und Feiertagszuschläge sind in diesen Beispielen nicht enthalten.

Sofern Sie verheiratet sind und/oder Kinder haben erhalten Sie Familienzuschläge. Als Beamtin/Beamter zahlen Sie keine Sozialversicherungsbeiträge. Um Ihr Nettogehalt zu ermitteln, nutzen Sie bitte den Besoldungsrechner.

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