FFH-Strategie Strategie zur Verbesserung des Erhaltungszustandes von FFH-Lebensraumtypen und -Arten in Hamburg

Hamburg: Stadt der Vielfalt – das gilt auch für unsere Natur. So kommen hier allein 36 Lebensraumtypen und 80 Arten vor, die als europaweit seltene und gefährdete Naturgüter unter dem Schutz europäischen Rechts stehen. Hamburg beherbergt damit mehr europäische Schutzgüter als die anderen Stadtstaaten Berlin und Bremen.

Strategie zur Verbesserung des Erhaltungszustandes von FFH-Lebensraumtypen und -Arten in Hamburg

FFH-Strategie
Aufgrund der Verstädterung Hamburgs befindet sich allerdings die Mehrzahl unserer europäischen Schutzgüter in keinem guten Zustand. Dieses Los teilt Hamburg mit allen anderen Bundesländern.

Eine schrittweise Verbesserung der Situation der europäischen Naturgüter in Hamburg ist nur mit Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zu erreichen. Bei allen europäischen Schutzgütern wird dies nicht gelingen, zu stark ist die menschliche Überformung in einer Großstadt wie Hamburg, zu sehr macht sich die fehlende Fläche bemerkbar. Aber trotz dieser Stadtsituation können Erfolge erzielt werden. So haben in den letzten sechs Jahren europäisch geschützte Arten Hamburg für sich neu oder wieder entdeckt (z.B. der Biber und der Seeadler).

Die für eine Verbesserung des Zustandes der europäischen Schutzgüter hilfreichen Naturschutzmaßnahmen sind jetzt erstmalig in der vorliegenden „Strategie zur Verbesserung des Erhaltungszustandes von FFH-Lebensraumtypen und -Arten in Hamburg (FFH-Strategie)" zusammengetragen worden. Das Kernstück dieser Fachkonzeption bilden detaillierte Steckbriefe zu jedem FFH-Lebensraum und jeder FFH-Art in Hamburg, die Daten über ihren Zustand in Hamburg beinhalten und in denen alle potentiell möglichen Naturschutzmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Schutzgebiete aufgeführt werden. Aufgrund der Fülle an Schutzgütern in Hamburg und der Vielzahl an vorgeschlagenen Aufwertungsmaßnahmen erscheint die FFH-Strategie in zwei Teilen. Der vorliegende 1. Teil befasst sich neben einer allgemeinen Einführung in die Thematik mit der Verbesserung der Erhaltungszustände der FFH-Lebensraumtypen in Hamburg. Der zweite Teil der Strategie, der ab 2016 zur Verfügung stehen soll, beschäftigt sich mit den FFH-Arten.

Die mit der Umsetzung der FFH-Strategie verbundene Förderung der Biodiversität in unserer Stadt macht auch die Gebiete für die Öffentlichkeit attraktiver, in denen die Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Dies gilt z.B. für die Vergrößerung und Vernetzung von Heiden oder die Zunahme des „Wildnis-Charakters“ von Wäldern oder des Elbvorlandes. Im Ergebnis kommt einer vielfältigen, intakten Natur auch eine wichtige Funktion als Ort der Erholung, Freizeitnutzung und des Naturerlebens zu.

Kontakt

Christian Michalczyk

Naturschutzamt

Behörde für Umwelt und Energie
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
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