Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Flächenrecycling Unsere Leistungen

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) verfolgt mit dem Flächenrecycling das Ziel der Wiedereingliederung von Grundstücken in den Wirtschaftskreislauf. In Hamburg richtet sich das Augenmerk besonders auf Flächen mit Entwicklungspotenzial. Dazu gehören Standorte, bei denen vor einer gefahrlosen Weiternutzung Maßnahmen nötig sind.

Bild vom Dienstgebäude Sitz der Umweltbehörde in Hamburg-Wilhelmsburg

Flächenrecycling: Unsere Leistungen

Flächenrecycling im städtebaulichen Kontext kann nur gelingen, wenn die Belange des Umweltschutzes mit denen der städtebaulichen Entwicklung verbunden werden. Deshalb ist eine frühzeitige intensive Zusammenarbeit aller Akteure entscheidend. Im Planungsstadium können Flächennutzungskonzepte, Altlastenuntersuchungs- und Sanierungsmaßnahmen optimal auf den Bauablauf abgestimmt werden. Ziel ist es, die städtebauliche Entwicklung vom Flächenrecycling profitieren zu lassen.

Wir informieren Sie:

  • Beratung und Information zu Ihrem Grundstück (zum Beispiel zur Altlast-/Schadstoffsituation des Grundstücks, Boden-/Wasseruntersuchungen)
  • Bewertung und Beurteilung der Altlastsituation Ihres Grundstücks anhand von Fachgutachten

Wir begleiten Sie bei Ihrem Vorhaben:

  • Festlegen der Rahmenbedingungen für die geplante Nutzung und eventuell erforderlicher Sanierungsmaßnahmen
  • Beratung zum sicheren Bauen bei Belastungen der Bodenluft oder bei natürlich vorkommenden gasbildenden Weichschichten durch Schlickvorkommen im Untergrund
  • Hinweise und Beratung zu Kosten für Bodenmanagement (zum Beispiel bei stadttypischen Auffüllungsböden) oder Wasserhaltungsmaßnahmen
  • Abschluss öffentlich-rechtlicher Verträge

Wir vermitteln zwischen den Beteiligten:

  • Abstimmungen in Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen bei Verwertungsvorhaben von mineralischen Abfällen in Böden (Bodenrecycling/Bodenmanagement)
  • Gezielte Beratung bei anspruchsvollen Altlastflächen in Form von Runden Tischen 


Schwerpunktmäßig werden Anfragen öffentlicher und privater Belange auf Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG), der Bundes-Bodenschutzverordnung (BBodSchV), dem Hamburgischen Bodenschutz-Gesetz (HmbBodSchG) und dem Baugesetzbuch (BauGB) bearbeitet. 

Dabei stehen besonders die Untersuchung und Bewertung der Schadstoffsituation durch Altlasten im Vordergrund. Aus dieser Bewertung folgen dann notwendige Auflagen und Bedingungen zur Grundstücksnutzung. Sollte eine Gefahrenabwehr erforderlich und verhältnismäßig sein, wird diese seitens der Bedarfstragenden (privat/öffentlich) oder im Einzelfall von der Altlastensanierungsstelle der BUKEA veranlasst.

Die Beurteilung der Flächen erfolgt bei:

  • öffentlichen und privaten Bauvorhaben (Bauanträge, Genehmigungsanträge nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)),
  • öffentlichen Planungsvorhaben (Bebauungsplanvorhaben, Konversionsflächen),
  • öffentlichen und privaten Grundstücksan- und verkäufen,
  • Konzepterarbeitung zur Aktivierung mindergenutzter Potenzialflächen für den Wohnungsbau und zur Bereitstellung von Gewerbeflächen.
Karte, in der die Lage der Altlastverdächtigen Flächen und Altlasten in Hamburg grob als Punkte dargestellt wird Altlastverdächtige Flächen und Altlasten in Hamburg (Stand 2021)

Als rechtliche Grundlage dient das 1999 in Kraft getretene „Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten“ (Bundes-Bodenschutzgesetz - BBodSchG).

Am 01.08.2023 tritt die neue Mantelverordnung in Kraft. Die vorliegende Mantelverordnung setzt sich dabei aus mehreren einzelnen Verordnungen zusammen. Die größte Neuerung bildet dabei die Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung mit einer einhergehenden Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung. Gleichzeitig werden auch die Deponieverordnung und die Gewerbeabfallverordnung angepasst. Durch die Mantelverordnung gelingt es erstmalig eine bundeseinheitliche und rechtsverbindliche Grundlage der Anforderungen an die Verwertung von Materialen zu schaffen. 

Nähere Informationen erhalten Sie unter: Mantelverordnung | Cluster | BMUV


Frischer Wind - Drucksache „Flächenrecycling verstärken“

Auch in der Bevölkerung Hamburgs hat das Thema Flächenrecycling ein besonderes Interesse geweckt. Das Ersuchen der Bürgerschaft vom 18.01.2017 mit dem Titel "Altlastensanierung vorantreiben und Flächenrecycling verstärken" (Drucksache 21/7432) wurde in einer Stellungnahme des Senats am 16.04.2019 beantwortet, nachdem bereits einige Anliegen umgesetzt wurden.

Folgende Themenschwerpunkte werden weiter ausgearbeitet und umgesetzt:

  • Stärkung der Zusammenarbeit und des Informationsaustausches zwischen den Behörden und anderen staatlichen Institutionen,
  • Vorantreiben von Flächenrecycling (Wohnungsbau und Gewerbe) durch gezielte Beratung bei anspruchsvollen Altlastflächen in Form von Runden Tischen,
  • Fortsetzung der Altlastendialoge (Austausch von Fachwissen und Bewusstseinsbildung zu den Altlastenthematiken zwischen den städtischen Institutionen),
  • Erfassung und Bewertung von Mindernutzungen und Flächenpotenzialen


Gut zu wissen

Kontakt

Amt für Agrarwirtschaft, Bodenschutz und Altlasten

Bodenschutz und Altlasten

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch