Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Ehemaliger Gasometerstandort des Gaswerks Tiefstack

Ehemaliger Gasometerstandort des Gaswerks Tiefstack

Lage der FlächeZwischen 1900 und 1964 betrieben die Hamburger Gaswerke (HGW) das Gaswerk Tiefstack. Das Gaswerk bestand aus einem Gasometerstandort mit drei Gasometern nördlich sowie den übrigen Anlagen und Betriebseinrichtungen südlich der Ausschläger Allee. Während des Krieges wurden Teile der Anlage sowie die Gasometer durch Bombardierungen zerstört. Das Gaswerk und der westliche Gasometer wurden nach dem Krieg wieder aufgebaut. 1964 erwarb die Freie und Hansestadt Hamburg den östlichen Teil des Gasometerstandortes und verpachtete ihn an Kfz-Händler.Karte des ehemaligen Gasometerstandorts 1930

Für die Schaffung eines städteplanerisch gewollten Grünzuges war zu Beginn der 90er Jahre die Verlagerung eines Betriebsstandortes der Hamburger Wasserwerke (HWW) erforderlich. Da bereits Bauanträge für die Erweiterung des Standortes eingereicht waren, musste die Verlagerung zügig erfolgen, sollte der Grünzug nicht auf Jahrzehnte blockiert werden. Eine Teilfläche des ehemaligen Gasometerstandortes des Gaswerkes Tiefstack erschien als Ersatzfläche geeignet.

Obwohl dort bereits in den 70er und 80er Jahren erste Sanierungsmaßnahmen durchgeführt worden waren, erbrachten neue Untersuchungen eine zum Teil massive Belastung des Untergrundes durch Rückstände aus der Gasproduktion sowie durch Abfälle wie Teer oder Gasreinigermasse. Aufgrund des engen Zeitplans wurde im Februar 1993 parallel zu den Sanierungsplanungen mit der Baufeldräumung begonnen. Im Anschluss folgte der teils trockene, teils im Stauwasser gelegene Bodenaushub, die anschließende Wiederverfüllung sowie die verdichtete Aufhöhung des Geländes nach den Anforderungen der HWW. Die Sanierung der Ersatzfläche wurde am 30.6.1994 mit dem Rückbau der Baustelle beendet.

Luftbild des Technik-Zentrums der HWW auf dem ehemaligen GasometerstandortDie HWW erwarben die sanierte Ersatzfläche und errichteten in den Folgejahren das neue Technik-Zentrum. Nach dem etappenweisen Umzug der einzelnen Betriebe auf das neue Gelände wurde das Technik-Zentrum im Juni 1999 offiziell eingeweiht. Seither sind hier die Rohrnetzbezirksstelle Mitte, der Wasserzählerbetrieb, das Hauptlager für die Materialwirtschaft sowie der Fahrbetrieb und der Außendienst Wasserwirtschaft/Ökologie vereint.

Downloads