Information und Beratung Hilfen bei freiwilliger Rückkehr

Häufig gestaltet sich die Situation für geflüchtete Menschen und Ankommende aus Drittstaaten in Deutschland nicht so wie erhofft – oft bedingt durch eine mangelnde Bleibeperspektive.

Weltkarte

Hilfen bei freiwilliger Rückkehr

Keine Perspektive in Deutschland?

Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass das weitere Leben in Deutschland keine erfolgreiche Aussicht hat und sich dazu entscheiden, in Ihr Herkunftsland zurückzukehren, können Sie hierfür Hilfe in Anspruch nehmen.

Ihr Aufenthaltsstatus spielt für eine freiwillige Rückkehr keine Rolle.

Für wen kommt eine freiwillige Rückkehr in Frage?

Sie können einen Antrag auf Förderung der freiwilligen Rückkehr in Ihr Herkunftsland für sich und Ihre engsten Familienangehörigen stellen, wenn Sie

  • Asyl beantragt haben, die Aussicht auf Gewährung des Asyls aber gering ist oder Ihr Asylantrag bereits abgelehnt wurde.
  • anerkannter Flüchtling sind.
  • Inhaber bestimmter anderer Aufenthaltstitel sind.
  • als Ausländerin/Ausländer, aus einem Drittstaat eingereist sind und nicht die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union besitzen.
  • Opfer von Prostitution und Menschenhandel sind.

Was sind die Vorteile einer freiwilligen Rückkehr?

  • Bei einer freiwilligen Rückkehr werden Ihre Reisekosten übernommen. Zusätzlich kann eine Summe Geld als Starthilfe gewährt werden. Die Höhe der Starthilfe hängt vom jeweiligen Herkunftsland und vom Einzelfall ab.
  • Mit einer freiwilligen Ausreise lässt sich eine zwangsweise Rückführung vermeiden, deren Kosten Sie vollständig selbst bezahlen müssen. Zudem können Sie auf das Datum und die Umstände Ihrer Ausreise selbst Einfluss nehmen.

Lassen Sie sich beraten!

Sie haben einen Anspruch auf Beratung.

Hinweis: Wenn Sie eine Rückkehrberatung während eines laufenden Asylverfahrens in Anspruch nehmen, hat dies keine Auswirkungen auf die Entscheidung, ob Sie Asyl in Deutschland erhalten.

Es gibt in Hamburg zwei Beratungsangebote, zwischen denen Sie frei wählen können:

1. Zentrale Ausländerbehörde

Wenn Sie sicher sind, dass Sie in Ihr Herkunftsland zurückkehren und schnell ausreisen möchten, wenden Sie sich an die Zentrale Ausländerbehörde des Einwohner-Zentralamtes. 

Insbesondere für Personen aus sicheren Herkunftsstaaten, wie zum Beispiel aus Serbien, Bosnien und Herzegowina und Mazedonien, ist die Zentrale Ausländerbehörde die erste Anlaufstelle.

Zentrale Ausländerbehörde
Hammer Straße 30 – 34, 22041 Hamburg
Telefon: +49 40 / 428 39 – 0

2. Flüchtlingszentrum Hamburg

Wenn Sie ausführlichen Beratungsbedarf haben und zunächst mehr über die Vor- und Nachteile für Ihre Situation erfahren möchten, ist das Flüchtlingszentrum Hamburg für Sie die richtige Beratungsstelle.

Das Flüchtlingszentrum Hamburg arbeitet bei der Vorbereitung der Rückreise eng mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zusammen. Dabei kann in den meisten Fällen das durch die Bundesrepublik Deutschland finanzierte humanitäre Hilfsprogramm REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme for Asylum Seekers in Germany/Government Assisted Repatriation Programme) in Anspruch genommen werden.

Leistungen aus dem Programm REAG/GARP sowie aus anderen Förderprogrammen zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr sind freiwillige Leistungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Diese Leistungen werden pro Person nur einmalig gewährt. Sollten Sie die Ausreise nicht antreten oder in der Zukunft erneut nach Deutschland einreisen, können die gewährten Leistungen zurückgefordert werden.

Flüchtlingszentrum Hamburg
Rückkehrberatung -
Adenauerallee 10, 20097 Hamburg
Telefon: +49 40 / 28 40 79 – 0

Mehrsprachige Informationen

Mehr Informationen / Fremdsprachen