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Fischdurchgängigkeit im Alstersystem Fischwanderhilfen an Schleusen und Wehren

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Mit mehreren Baumaßnahmen wird die Durchgängigkeit für Fische und andere aquatische Lebewesen von der Elbe in das Alstersystem hergestellt.

Durchgängigkeit für Fische im Alstersystem

Eines der wichtigen Ziele bei der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie ist die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Gewässer für Fische und andere aquatische Lebewesen. In Hamburg stellt das Gewässersystem der Alster mit seinen zahlreichen Nebengewässern einen Schwerpunkt beim Erreichen dieses Ziels dar. Tarpenbek, Kollau, Ammersbek und Wandse gehören zu den bekanntesten Nebengewässern. Die Alster selbst und viele ihrer Zuflüsse reichen bis in das Nachbarland Schleswig-Holstein hinein und sind insofern von länderübergreifender Bedeutung.

Wie viele andere Gewässer in Hamburg ist auch der Alsterlauf zwischen der Quelle und der Mündung in die Elbe durch mehrere Schleusen und Wehre unterbrochen. Diese sind in den letzten Jahrhunderten erbaut worden. Sie waren - und sind es teilweise auch weiterhin – für den Schiffsverkehr sowie zur Wasserstandsregulierung erforderlich. Die Wasserstandsregulierung dient darüber hinaus auch dem Hochwasserschutz.

Folgende Schleusen im Gewässersystem der Alster liegen auf Hamburger Gebiet:
• Wohldorfer Schleuse
• Mellingburger Schleuse
• Poppenbüttler Schleuse
• Fuhlsbüttler Schleuse
• Rathausschleuse
• Mühlenschleuse/Schaartorschleuse.

An der Mühlenschleuse, Rathausschleuse und Fuhlsbüttler Schleuse wurde bereits die Fischdurchgängigkeit hergestellt. Im Frühjahr 2022 folgte nun auch die Herstellung der Durchgängigkeit an der Poppenbütteler Schleuse. Dadurch ist die Alster von der Elbe bis zur Mellingburger Schleuse auf einer Strecke von etwa 21 Kilometer für Fische und andere im Gewässer lebende Organismen (beispielsweise Schnecken, Wasserkäfer, Krebstiere, Larven und Würmer) barrierefrei durchwanderbar. Darüber hinaus ist auch eine Grundinstandsetzung des Hauptwehres erfolgt.

An der Poppenbütteler Schleuse wurde anders als bei den vorangegangenen Schleusen kein technischer Fischpass gebaut. In das Umgehungsgerinne östlich des Poppenbütteler Schleusenteichs wurde ein naturnah gestaltetes Raugerinne mit Beckenstruktur integriert.

Zur Herstellung der Durchgängigkeit des gesamten Alsterlaufs werden in den nächsten Jahren noch die Mellingburger und die Wohldorfer Schleuse umgestaltet. Hierfür erfolgt derzeit die Planung.

Pressemitteilung

Kontakt

Dr. Stephanie Brandt

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Abteilung Wasserwirtschaft
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
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