Behörde für Umwelt und Energie

Informationen Fluglärm in Hamburg

Fluglärm-Messstellennetz

Fluglärm in Hamburg

Lage der Fluglärmmessstellen

Großansicht der Messstellenkarte (3 MB) 

Die Flughafen Hamburg GmbH betreibt ein Netz von 13 Fluglärmmessstellen (siehe Karte). Die Messstellen sind mit eigenen Rechnern ausgestattet, die kontinuierlich alle Geräusche oberhalb der festgelegten Ansprechschwelle (die abhängig vom Umgebungsgeräusch zwischen 63 und 68 dB(A) liegt) festhalten. Aufgezeichnet werden sowohl Höhe und Dauer der Schallpegel als auch das Tonsignal selbst. Nachts (und bei Bedarf) werden die Daten von einem Zentralrechner abgerufen.

Den Flugbewegungen werden die Schallereignisse an den Messstellen zugeordnet. Seit 2001 geschieht dies mit hoher Genauigkeit durch die Nutzung der Radardaten der Deutschen Flugsicherung. Aus  FANOMOS (Flight And Noise Monitoring System) wird der Zeitpunkt geliefert, zu dem ein Flugzeug der Messstelle am nächsten war. Der zu diesem Zeitpunkt gemessene Schallpegel der Messstelle wird diesem Flugzeug zugeordnet.

Aus den aufgezeichneten Schallpegeln  werden die Dauerschallpegel  berechnet. Ein Dauerschallpegel ist die Summe der Schalldrücke über die Zeit gemittelt in einer logarithmischen Skala. Der meist benutzte Wert ist der energieäquivalente Dauerschallpegel Leq(3) . Die Zahl in Klammern (3) gibt den Verdoppelungsparameter an. Dies bedeutet, die doppelte Zahl gleichartiger Schallereignisse führt ebenso wie die gleiche Zahl doppelt so lauter Einzelschallereignisse zu einem Anstieg des Dauerschallpegels um 3 dB(A)  (das "A" bedeutet, dass das Frequenzspektrum der Geräusche entsprechend der Empfindlichkeit des menschliches Ohrs korrigiert wurde).

Die Unterscheidung zwischen dem durch Flugereignisse hervorgerufenen Dauerschallpegel und dem Dauerschallpegel durch alle von der Messstelle registrierten Schallereignisse - unabhängig von ihrer Herkunft - wird nur für den Leq(3) ausgewiesen. Bei den Messstellen im Nahbereich des Flughafens und denen in der direkten Überfluglinie (M3 Quickborn, M13 Poppenbüttel) beträgt die Differenz weniger als 1 dB(A). Bei den anderen schleswig-holsteinischen Messstellen liegt die Differenz zwischen 3,4 dB(A)  an der M4 Garstedt und 9,9 dB(A) an der M2 Harkshörn. D.h. an diesen Messstellen wird mehr Umgebungslärm als Fluglärm registriert.

Standorte der Messstellen und Messergebnisse zum Download

Die Ergebnisse der Fluglärmmessungen werden von der FHG zusamengefasst und im Internet veröffentlicht (Stichwort Messstellen).

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