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Voraussetzungen

Das FÖJ richtet sich mit seinem Angebot an Jugendliche oder junge Erwachsene nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht bis zu einem Alter von 26 Jahren. Die Art des Schulabschlusses von BewerberInnen ist für ein FÖJ kein alleiniges Auswahlkriterium.

Wichtig sind dagegen vor allem die persönliche Motivation für konkrete Natur- und Umweltarbeit sowie die Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten.

Urlaub und Sonderurlaub

Der Anspruch auf Erholungsurlaub beträgt bei einer Teilnahme von 12 Monaten 26 Arbeitstage, bei einer kürzeren Teilnahme reduziert er sich entsprechend. 

In besonderen Fällen kann ein Sonderurlaub ohne/mit Gehaltsfortzahlung genehmigt werden. Dieser wird in der FÖJ-Betreuungsstelle der Umweltbehörde beantragt. Eine Begründung kann z.B. ein Praktikum sein, welches für eine bestimmte Berufsausbildung vorgeschrieben ist und vor Beginn der Ausbildung absolviert werden muss (ohne Bezüge). Ein Sonderurlaub mit Bezügen kann z.B. für eine Begleitung einer Jugendgruppenreise bei Vorlage einer Juleica gewährt werden.

Arbeitszeit

Es sind die für die jeweilige Einsatzstelle geltenden gesetzlichen bzw. tariflichen Arbeitszeitregelungen von 39 oder 40 Wochenstunden einzuhalten. Bei einigen Einsatzstellen können diese Arbeitszeiten je nach Bedarf auch an den Wochenenden oder abends liegen. Das FÖJ dauert im Regelfall 12 Monate, mindestens aber ein halbes Jahr. Es kann um maximal sechs Monate verlängert werden. Die Einsatzstelle trägt dann die hierfür anfallenden Kosten voll.

Das FÖJ wird von mindestens 25 Seminartagen begleitet, die von der Trägerin organisiert werden. Es werden ein Einführungs-, drei Zwischen- und ein Abschlussseminar durchgeführt, deren Dauer je fünf Tage beträgt. Die Seminarzeit gilt als Arbeitszeit. Die Teilnahme an den Seminaren ist Pflicht, während der Seminarzeiten darf kein Urlaub genommen werden. Für jeden Monat, der über ein Jahr hinausgeht, ist ein weiterer Seminartag Pflicht. Die Teilnehmenden arbeiten an der inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung und Durchführung der Seminare mit.

Pro FÖJ-Jahrgang findet einmal jährlich ein Landesaktionstag zum FÖJ statt.

Unterkunft

Grundsätzlich werden keine Unterkünfte zur Verfügung gestellt. Allerdings bieten einige Einsatzstellen die Möglichkeit: Für die Betreuung des Boberger Dünenhaus der Loki Schmidt Stiftung werden 2 FÖJ-Plätze angeboten. Diese Einsatzstelle verfügt über eine Zweizimmer-Wohnung, die direkt neben dem Boberger Dünenhaus liegt und von den beiden FÖJ-Kräften bewohnt werden soll.  Darüber hinaus kann auch für alle FÖJ-Stellen bei Greenpeace eine Unterkunft in einer Greenpeace-Wohnung gestellt werden.

Nebentätigkeit im FÖJ

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, während des FÖJs zusätzlich eine Nebentätigkeit auszuüben. Die Ausübung des Minijobs muss außerhalb der Arbeitszeiten des FÖJ liegen und darf die FÖJ-Tätigkeit nicht negativ beeinträchtigen. Der zeitliche Umfang der Nebentätigkeit darf 1/5 der regulären Wochenarbeitszeit nicht überschreiten. Ab welchem Betrag die Nebeneinkünfte versteuert werden müssen, muss mit dem jeweiligen Finanzamt abgeklärt werden. Bei Ausübung eines Minijobs bis zu einer Grenze von 450,00 € (zusätzlich zum FÖJ-Taschengeld), müssen die Einnahmen nicht versteuert werden.

Kindergeld

Da die Ableistung eines FÖJ einer Schul- oder Berufsausbildung gleichgesetzt ist, wird das Kindergeld während des FÖJ weitergezahlt. Eine Bescheinigung zur Vorlage beim Arbeitsamt (Familienkasse) wird von der FÖJ-Betreuungsstelle der Umweltbehörde zu Beginn des FÖJ ausgestellt.

Versicherungspflicht

Die Teilnehmenden werden durch die Umweltbehörde bei der Sozialversicherung angemeldet. Neben Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung beinhaltet das auch eine Berufs-Unfallversicherung.

Die Teilnehmenden müssen sich selbst in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Wer vorher über die Eltern privat versichert war, muss eine gesetzliche Krankenkasse auswählen.

Arbeitslosengeld / Wohngeld 

Wer ein 12-monatiges FÖJ geleistet hat, hat Anrecht auf Arbeitslosengeld, welches beim Arbeitsamt beantragt werden muss. Wer mehr als sechs Monate gearbeitet hat, hat einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, sofern Bedürftigkeit vorliegt.

Bitte beachten

Bezüge aus dem FÖJ (Taschengeld sowie Wohn- und Verpflegungszuschuß) werden vom Jobcenter als Einnahme mit den ALG-Bezügen verrechnet.

Anträge auf Wohngeld können in den Wohngeldstellen der Bezirksämter gestellt werden. Es reicht, den Antrag schriftlich einzureichen - eine persönliche Vorsprache ist nicht erforderlich aber ratsam.

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