Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Tierschutz und Forschung Forschungspreis für Alternativen zum Tierversuch

Hamburg setzt sich dafür ein, die Zahl und die Belastung der in Lehre und Forschung eingesetzten Versuchstiere so weit wie möglich zu verringern. Um die Entwicklung von Alternativmethoden zum Tierversuch voranzutreiben, haben die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) und die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) zum zweiten Mal einen Förderpreis in Höhe von 20.000 Euro ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden sollen Arbeiten, deren Ergebnisse einen wesentlichen Beitrag zum Ersatz oder der Minimierung von Tierversuchen leisten.

Hamburger Forschungspreis für Alternativen zum Tierversuch

Im Rahmen der Wissenschaft werden zur Beantwortung vieler Fragestellungen Tiere eingesetzt und den Tieren hierbei Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt. Der Mensch trägt zugleich jedoch eine im Grundgesetz verankerte Verantwortung für das Tier als Mitgeschöpf und hat das Leben und Wohlbefinden zu schützen.

Nach dem Tierschutzgesetz dürfen Tierversuche nur durchgeführt werden, wenn zur Beantwortung der Fragestellung keine anderen Methoden oder Verfahren angewendet werden können. Trotz einer Weiterentwicklung im Bereich der Alternativmethoden besteht ein großer Bedarf weiterer Entwicklungen und Validierungen.

Preis wurde zum zweiten Mal ausgelobt

Um die Entwicklung von Alternativmethoden zum Tierversuch in möglichst allen Bereichen voranzutreiben, in denen Tierversuche zur Anwendung kommen, haben die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung 2018 zum zweiten Mal einen Förderpreis in Höhe von 20.000 Euro ausgeschrieben. Die Einsendefrist ist abgelaufen, die Preisverleihung findet Anfang 2019 statt.

Der Preis wird für herausragende, innovative wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die einen Beitrag leisten, Tierversuche zu ersetzen oder zu minimieren. In zweiter Linie können auch Arbeiten ausgezeichnet werden, die zu einer Verbesserung der Versuchsbedingungen durch Verminderung von Schmerzen, Leiden oder Schäden führen oder die Haltungsumstände der Versuchstiere verbessern. 

Bisherige Preisträger

2016 war der Forschungspreis zum ersten Mal vergeben worden. Ausgezeichnet wurden Arbeiten von Professor Dr. Marcel Leist von der Universität Konstanz und  Dr. Christopher Weidner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesinstituts für Risikobewertung.

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