Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Dialogforum "Integration in Ausbildung und Arbeit" Geflüchtet.Weiblich.Arbeitsuchend

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Gewöhnlich wird es bei W.I.R – work and integration for refugees am Millerntorplatz abends eher ruhig. Diesmal aber herrschte ab 18 Uhr reger Betrieb: Rund 80 Frauen und Männer – ja, es waren auch Männer da – kamen zu unserem Info-Abend „Geflüchtet.Weiblich.Arbeitsuchend“.

Geflüchtet.Weiblich.Arbeitsuchend

Birte Steller, Leiterin des zuständigen Referats in der Hamburger Sozialbehörde, gab Grundinformationen zum Thema und beantwortete Fragen aus dem Publikum. In Interviews mit Teilnehmerinnen und Fachfrauen aus besonderen Projekten wurden Chancen und Herausforderungen deutlich.

Eine aus Syrien stammende Hautärztin erzählte, dass es natürlich nicht einfach sei, Deutschkurs, Praktikum, Familie, Haushalt und Lernen für die Fachkundeprüfung unter einen Hut zu bringen. Motivation bekomme sie aber stets durch ihre Freude darüber, dass sie hier in Frieden mit ihrer Familie in Hamburg in einer eigenen kleinen Wohnung leben könnte, und wenn der Ehemann mithilft, dann sei auch alles zu schaffen.

Spätestens an dieser Stelle wurde deutlich, dass geflüchtete Frauen und alteingesessene Hamburgerinnen und Hamburger manchmal mit sehr ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Als dann noch eine angehende pharmazeutisch-technische Assistentin die Frauen ermunterte, sich in Hamburg auf jeden Fall beruflich auf den Weg zu machen, egal wie schwer es sei, bekam sie dafür viel Applaus.

Wie sieht die Kita-Betreuung in Hamburg aus? Wer bezahlt sie und wie funktioniert das Gutscheinsystem? Solche und ähnliche Informationen – vorgetragen von Jörn Westphal vom Referat Kindertagesbetreuung der Sozialbehörde – wurden regelrecht aufgesogen. Kein Wunder, schließlich ist auch für geflüchtete Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Thema. Zumal bei den geflüchteten Frauen als zusätzliche Belastung auch noch der Sprachkurs dazu kommt.

Zwei fachkundige Mitarbeitende aus W.I.R übersetzten gekonnt „Kita-Gutscheine“ oder „Bezirksamt“ in Farsi/Dari und Arabisch, so konnten auch wirklich alle verstehen, wovon die Rede war.

Zum Info-Abend waren weit mehr Kinder gekommen, als gedacht, aber auch das war kein Problem. Zwei Mitarbeitende aus der Sozialbehörde hatten schnell Buntstifte organisiert und falteten aus Papier kleine Flieger – schon war die W.I.R–Kinderbetreuung für diesen Abend gesichert.

Beim anschließenden Get-Together stellten geflüchtete Frauen vom Catering-Projekt „Chickpeace“ mit leckeren Kleinigkeiten ihre internationalen Kochkünste unter Beweis. „Chickpeace“ ist übrigens auch ein Beispielprojekt dafür, wie es gelingen kann, Geflüchtete in Arbeit zu bringen. Bei leckerem Finger-Food nutzen viele Teilnehmerinnen dann noch die Gelegenheit, mit Staatsrätin Petra Lotzkat persönlich zu sprechen. 

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch