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Flüchtlingshilfe versus Corona Wieder volle Kraft voraus bei der Welcome-Lounge!

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Auch auf die Arbeit von Welcome to Barmbek hatte Corona seine traurigen Auswirkungen. Mehrere Gäste der Welcome Lounge sind arbeitslos geworden und haben es derzeit schwer neue Perspektiven zu finden.

Corona: Wie reagiert Welcome Barmbek in der Flüchtlingshilfe?

Zur Aktuellen Lage:

Nachdem die Initiative in verkleinertem Rahmen erfolgreich die Kontakte zu den Stammgästen im direkten Kontakt oder über Zoom-Telefon-Whatsapp halten konnte - besonders erfolgreich war hier das Eritrea-Projekt, das fast unbeschadet weitergearbeitet hat - wurden sechs Wochen lang Öffnungsvarianten ausprobiert und das Hygienekonzept erprobt und angepasst.

Welcome to Barmbek ist nun wieder mit vier offenen Angeboten am Start und nutzt dabei alle zur Verfügung stehenden Räume einschließlich des Gartens. Man ist darauf vorbereitet, dass bei zu großem Andrang auch Gäste abweisen werden müssen, damit weiterhin sichere Bedingungen für alle sichergestellt werden können.

Bald wird mit Basketball ein weiteres offenes Angebot hinzukommen und drei weitere Angebote sind mit Anmeldung und online nutzbar. Das volle Programm und Möglichkeit sich zur Teilnahme anzumelden findet man jetzt wieder auf der Seite von Welcome to Barmbek unter Neuigkeiten.

 

Ende April hatten wir bei Welcome to Barmbek nachgefragt, wie sich die Beschränkungen auf die Arbeit des Vereins auswirken. 

Der Verein bot vor der Corona-Pandemie ein umfangreiches Angebot an Kursen und Unterstützung an und betreibt die gut frequentierte Welcome Lounge im Schlicksweg 39 in Barmbek-Nord.

Seit Mitte März waren die Angebote von Welcome to Barmbek wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Bis dahin arbeitete der Verein ausschließlich mit Präsenzangeboten. Plötzlich von einem Tag auf den anderen wurde alles gestoppt - die Sprachkurse, Gesprächskreise, Jobberatung, der Interkulturelle Austausch und der Computerkurs – alles Angebote, die aufgrund der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie nicht mehr stattfinden durften.

Kein Computerkurs wegen Corona

Zudem mussten sich auch die Freiwilligen des Vereins selbst mit der neuen Lebenssituation auseinandersetzen, gehörten teilweise der Risikogruppe an. Das Freiwilligenengagement erlebte einen plötzlichen Einbruch. Was blieb waren die privaten Kontakte zu Geflüchteten, das Telefon und gemeinsame Spaziergänge. 

So erfuhren die Aktiven auch von den ersten Kündigungen unter anderem in der Gastronomie und Hotellerie. Sie erfuhren auch, dass die Welcome Lounge als das gemeinsame Wohnzimmer, in dem es die Möglichkeit gab, Deutsch zu sprechen, von den Geflüchteten sehr vermisst wurde und dass das Leben in der Corona-Pandemie vor allem einsam macht – besonders wenn die Familie fehlt.

Die Online - Lounge

Im Austausch in mehreren Video-Konferenzen wurde beraten, wie die Gäste der Welcome Lounge und der Kurse weiter unterstützt werden können, mit der neuen Situation in der Stadt zurecht zu kommen. Gemeinsam mit dem Träger ausblick hamburg hatte sich der Verein kurzer Hand entschlossen, die Online - Lounge ins Leben zu rufen. Drei Angebote in neuer Form wurden dafür entwickelt:

Frau mit Kopftuch arbeitet am Laptop

Das Beratungsangebot des interkulturellen Austauschs mit Übersetzung in Tigrinja und Amharisch findet nun telefonisch oder online statt. Ein Sprachmittler ist während der Videokonferenzen montags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0157 346 74 100 zu erreichen. Wer möchte, kann dann auch online mit dem Team sprechen. Den Zugang dazu erhalten die Ratsuchenden per Telefon (siehe oben), WhatsApp oder auch Mail ika@welcome-to-barmbek.de.

Zudem stehen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ausblick hamburg telefonisch zur Sozialberatung zur Verfügung: 0178 655 16 92 oder 0157 546 782 97. Bei Bedarf wird auch eine Beratung in folgenden Sprachen organisiert: arabisch, dari, farsi, tigrinya, englisch, französisch. 

Last but noch least nehmen die Aktiven des Vereins die Barmbeker Gespräche wieder zum gewohnten Termin auf, nun aber als Zoom-Konferenz: Jeden Mittwoch von 18:30 bis 19:30 Uhr. Die Gesprächsthemen bestimmen die Teilnehmenden.

Auch eine 1:1-Beratung zu vertraulichen Themen ist möglich. Wer an der Teilnahme interessiert ist, schickt eine E-Mail an welcome-lounge@welcome-to-barmbek.de und erhält dann ein Kennwort für den Zugang. Die Teilnahme ist sowohl mit dem Smartphone als auch mit dem Laptop oder PC möglich. 

Alle diese Angebote können zwar die persönlichen Gespräche und Kurse nicht ersetzen, bieten jedoch in dieser schwierigen Zeit Möglichkeiten, den Kontakt zu halten und vertraute Stimmen und Gesichter (digital) zu hören und zu sehen.

Dampfender Kochtopf

Und schließlich noch ein Tipp, den uns Welcome to Barmbek gab, der die Abende für die vielen allein Lebenden bereichert: Die Initiative Über den Tellerrand macht interessante Angebote für virtuelle gemeinsame Abendessen der selbst gekochten Köstlichkeiten und veranstaltet interkulturelle Kochkurse.

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