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Flüchtlingshilfe versus Corona Keine Ferien für den LeseLeo

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Wie sieht es mit der Lese- und Sprachförderung bei den Kleinen aus. Im Mai hatten wir beim LeseLeo e.V. nachgefragt, denn die Kinder litten ja besonders unter den Einschränkungen durch das Corona-Virus. Während des Lock-Downs war der LeseLeo e.V. alles andere als passiv. Ganz im Gegenteil, als sich die fünfhundertsechzig LeseLeo-Kinder nicht mit ihren Lesepaten treffen konnten, musste der LeseLeo andere Wege finden. 

Corona: Wie reagiert LeseLeo e.V. in der Flüchtlingshilfe?

Zur Aktuellen Lage:

In den Sommerferien hat der LeseLeo e.V. mit Kindern Ferienausflüge in kleinen Gruppen unternommen. Immer acht Kinder aus Jenfeld, Hamm-Süd, Rahlstedt oder Altona und zwei Begleiterinnen oder Begleiter. Zur Verabredung waren die Kinder zum Eis in die Eisdiele eingeladen und danach ging‘s dann los.

Vierzehn verschiedene Unternehmungen wurden angeboten, und die Kinder konnten auswählen von Z wie "Zoobesuch" über S wie "Sockenmonsters neue Geschichten" und K wie "Künstleratelier" bis A wie "Acrylmalen im Freien". Mit Ende der Sommerferien endeten auch die Ferienausflüge, aber in den Herbstferien geht es wieder weiter.


In der Zwischenzeit packt der LeseLeo kleine Präsenzbibliotheken in 35 Liter Boxen und stellt sie den Schulen zur Verfügung.

Zwei Bibliothekenboxen gibt es: eine für die Klassen 1 bis 3 und die andere für die Klassen 3 bis 4. In jeder Box sind 30 bis 35 neue, mit Prämien ausgezeichnete Bücher, die noch niemand kennt. Alle Bücher sind 2020 brandneu erschienen und die Kinder sind sehr neugierig. 16 Schulen kann der LeseLeo jeden Monat mit den Bibliothekenboxen versorgen. Finanziert wird das Leseangebot von Hamburger Stiftungen und Sponsoren.


Hochkonjunktur in Zeiten des Lock-Down

Als die Lesestützpunkte in den Unterkünften nicht mehr von den Lesepaten besucht werden konnten, hat sich das Sockenmonster auf den Weg zu den Kindern gemacht. Die ganze Lese- und Sprachförderung für die Kinder durfte doch nicht einfach ausfallen.

Lese- und Sprachförderung mit den „creative care Paketen": Sockenmonster und Lieblingsbuch

Gruselig grünes Sockenmonster aus grob genopptem Kuschelsocken.

In Zeiten von Corona können sich die circa fünfhundertsechzig LeseLeo-Kinder nicht persönlich mit ihren Lesepaten in den Lesestützpunkten der Wohnunterkünfte treffen.

In Hamburg hat sich der LeseLeo e.V. drei Projekte zur Leseförderung ausgedacht, die trotz Corona funktionieren. Ganz viel analog und ein bisschen digital.

Und das geht so:

Der LeseLeo e.V sendet den Kindern ein „creative care Paket“. Im Paket sind ein Sockenmonster-Bastelset, eine Bastelanleitung für ein eigenes Sockenmonster nebst Freunden und vielen Geschichten zum Lesen. Das Sockenmonster ist eine Handpuppe, die Freunde sind Papierpuppen am Stiel. 

Wenn das Sockenmonster und seine Freunde fertig gebastelt sind, lesen die Kinder die Geschichten vor. Dabei schlüpfen sie in die Rolle des Sockenmonsters und spielen die Geschichten mit den Papierpuppen-Freunden nach.

Dann ruft das neue Sockenmonster seine Lesepatin oder seinen Lesepaten mit Mamas oder Papas Handy an und erzählt die gelesene Geschichte. Vielleicht denken sich Sockenmonster und Lesepate auch noch eine dritte, gemeinsame Abenteuergeschichte aus und das Kind malt ein Bild dazu. Das geht per WhatsApp, Zoom, Skype oder Facetime. Alles ist erlaubt was den kreativen Dialog ermöglicht.

Lieblingsbuch

Manchmal wünscht sich ein Kind ein Lieblingsbuch, oder der Patin oder dem Paten fällt ein Buch ein das zu den Geschichten passt. Dann reicht eine kleine Email an info@LeseLeo.de und der LeseLeo sorgt dafür, dass das Buch zu der kleinen Leserin oder dem kleinen Leser kommt.

Aber: mit dem Buch kommt auch ein persönlich an das Kind adressierter Brief mit Fragen. Worum geht es denn in dem Buch, wie geht die Geschichte aus, wie könnte die Geschichte danach vielleicht weiter gehen?

Die Kinder werden aufgefordert, die Fragen per Email zu beantworten. Alternativ per Telefon oder auf dem Postweg (Absender steht ja auf der Sendung). Jedes Kind, das sich meldet, bekommt eine Antwort. Das Buch dürfen sie auf jeden Fall behalten, das gehört ihnen.

Kinderzeitung

Die dritte Möglichkeit zur Lese und Sprachförderung besteht aus der digitalen Übermittlung der Kinderzeitung (Ausgabe "Corona" - PDF; 1.5 MB) , die wöchentlich erscheint. Diese wird jetzt, in Farbe ausgedruckt, direkt an die Wohnunterkünfte geliefert. Die Zeitung (Ausgabe "Erdbeeren" - PDF; 1.8 MB) wird in einfacher Sprache geschrieben, ist reich bebildert hat einen Rätsel- und Fragenteil. Es werden aktuelle Themen Kind gerecht erklärt.

Seit der persönliche Kontakt in den Unterkünften nicht mehr gestattet ist, ist die Nachfrage nach der Lese- und Sprachförderung beim LeseLeo e.V. deutlich größer geworden. Gerade haben sich noch zwei Schulen gemeldet, in denen (auch) viele Kinder mit Fluchterfahrung unterrichtet werden. Sie möchten für alle jungen Schülerinnen und Schüler gerne creative care Pakete bekommen, damit die Kinder in der Zeit, in der sie wegen Corona nicht in die Schule kommen können, trotzdem sprechen und lesen.

Der LeseLeo hat durch die Corona-Pandemie jetzt viel zu tun und würde sich sehr über jede Unterstützung freuen. Egal ob Spende, neue Lesepatinnen und -paten, Wunschbuchboten oder IT-Hilfe.

Wer Lust hat dem LeseLeo unter die Arme zu greifen meldet sich bitte bei Annegret Boehm, am liebsten per Email an info@LeseLeo.de

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