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Newsletter Forum Flüchtlingshilfe 08 Aktuelle Nachrichten aus dem Forum Flüchtlingshilfe

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Mit dem Newsletter Forum Flüchtlingshilfe der Sozialbehörde erhalten Sie aktuelle Informationen aus dem Forum Flüchtlingshilfe und der Arbeit der Dialogforen.

Junge Schnackschrauber auf dem Weg zum Kemal-Altun-Platz

Newsletter Forum Flüchtlingshilfe

Der Newsletter richtet sich insbesondere an ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer. Gerne nehmen wir auch alle weiteren Interessierten in den Verteiler auf.

Der Bezug ist kostenlos, die Abbestellung jederzeit möglich.

Vorwort


Liebe Leserinnen und Leser,
der neue Newsletter Forum Flüchtlingshilfe ist erschienen.

Sie sind wieder alle herzlich  eingeladen, sich auch in diesem Jahr beim offenen Forum Flüchtlingshilfe am 29. September 2017 auf Kampnagel auszutauschen, zu informieren und zu zeigen. Weitere Informationen hierzu und insbesondere zu der ab sofort möglichen Anmeldung zum „Markt der Möglichkeiten“  finden Sie im Newsletter.

Außerdem portraitieren wir diesmal gleich zwei Initiativen, die sich dem Thema „Fahrräder für Geflüchtete“ angenommen haben, stellen Ihnen schon einmal die neue Ombudsstelle für die Flüchtlingsarbeit vor, die zum 01. Juli die Arbeit aufnehmen wird und geben einen Ausblick auf sommerliche Ferienaktivitäten.

Noch im Juni startet unsere  neue Fortbildung „Behördenwegweiser“, die die Entscheidungswege und Zuständigkeiten der Verwaltung beleuchtet. Informationen hierzu, sowie  zu den anderen Fortbildungen des Forum Flüchtlingshilfe und den Veranstaltungen der Dialogforen finden Sie ebenfalls in dieser Ausgabe.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Das Redaktionsteam Newsletter Forum Flüchtlingshilfe

Fragen, Anregungen, Wünsche oder Kritik, oder falls Sie unseren Newsletter nicht mehr beziehen möchten, schreiben Sie bitte an unser Postfach forumfluechtlingshilfe@soziales.hamburg.de.


Newsletter Forum Flüchtlingshilfe Ausgabe 08, Mai 2017

Kapitelübersicht

Großes Forum Flüchtlingshilfe am 29. September 2017 auf Kampnagel


Alle Aktiven und Interessierten, die freiwillig Engagierten und die hauptamtlichen Akteure treffen sich zum großen Forum Flüchtlingshilfe.

Geflüchtete Menschen sind herzlich zur Teilnahme, zu den Informationsveranstaltungen und zu Gesprächen und Vernetzung eingeladen. Das Programm des Forums wird demnächst auf der Internetseite des Forum Flüchtlingshilfe veröffentlicht und danach laufend aktualisiert.

Fester Bestandteil des Forums ist auch in diesem Jahr der „Markt der Möglichkeiten“. Initiativen, Projekte und Organisationen haben hier die Möglichkeit, sich zu präsentieren und ihre Arbeit und ihre Angebote vorzustellen. Initiativen von Geflüchteten sind dazu ganz besonders eingeladen.

Die Anmeldung zur Teilnahme am „Markt der Möglichkeiten“ ist schon jetzt möglich. Bitte melden Sie Ihre Initiative/Organisation/Einrichtung über das Anmeldeformular für die Teilnahme am „Markt der Möglichkeiten“ an.

Anmeldefrist ist der 9. September 2017

Sie haben eine Frage

  • zum „Markt der Möglichkeiten“,
  • zu Ihrer Anmeldung, oder
  • das ausgefüllte Formular lässt sich nicht absenden?
Kapitelübersicht

Senden Sie uns eine Mail an: forumfluechtlingshilfe@soziales.hamburg.de
Bitte schreiben Sie im Betreff den Namen Ihrer Initiative/Organisation/Einrichtung.


Hamburg bekommt eine Ombudsstelle für die Flüchtlingsarbeit

 

Die Ombudsstelle ist eine unabhängige Beschwerdestelle, die von allen angerufen werden kann, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind. Dazu gehören Geflüchtete, ehrenamtlich Aktive, Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unterkünften. 

Die unabhängige Instanz geht Beschwerden in der Flüchtlingsarbeit nach und vermittelt in Streitfällen. Sie wird dann tätig, wenn Probleme nicht zuvor von zuständigen Stellen einvernehmlich gelöst werden konnten. Sie wird zum 1. Juli 2017 ihre Arbeit aufnehmen.

Das Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen (BHFI) hat sich seit seiner Gründung für die Errichtung einer Ombudsstelle eingesetzt und das zugrundeliegende Konzept mit Vertreterinnen und Vertretern der Sozialbehörde und des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge entwickelt.

Zur Ombudsfrau hat Sozialsenatorin Melanie Leonhard die ehemalige Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Hamburg, Annegrethe Stoltenberg, ernannt.

Interview mit Ombudsfrau Annegrethe Stoltenberg

Ihre Hauptaufgabe wird es sein, in Streitfällen zu vermitteln. Das klingt nicht unbedingt nach einem Schönwetterjob? Was reizt Sie daran?

Mir sind die Reibungsflächen zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, auch zwischen „wir hier unten“ und „die da oben“ aus der Arbeit in Diakonie und Kirche sehr vertraut. Ich weiß das Engagement der Ehrenamtlichen zu schätzen, kenne aber eben aus eigener Erfahrung auch die „Zwänge“ geordneter Verwaltung. Wenn es gelingt, die geordnete Verfahrensweise der Verwaltung mit der Frische des Ideenreichtums und des Engagements der Ehrenamtlichen zu verknüpfen, haben wir gewonnen. Wenn Ehren- und Hauptamt ihre Potentiale gekonnt vereinen, profitieren die Geflüchteten. Und darum geht es ja.

Wer kann sich mit welchen Problemen an Sie wenden?

An die Ombudsstelle können sich Flüchtlinge, Ehrenamtliche, aber auch Hauptamtliche wenden, die Fragen, Sorgen oder auch neue Ideen zur Verbesserung der Arbeit haben. Im Kern geht es darum, Konflikte zu lösen und Lösungen zu finden. Die Ombudsstelle wird allerdings nicht in ausländerrechtlichen Fragen aktiv und greift auch nicht in juristische Auseinandersetzungen ein.

Wenn schlichten allein nicht hilft, welche Druckmittel können Sie dann einsetzen?

Ich habe mein Leben lang auf Gespräche gesetzt und wenn es sein muss, werde ich hart verhandeln. Geht es um Konfliktlösungen, halte ich mich an eine fernöstliche Weisheit: „Hätten Sie nicht gestritten, wären sie nie Freunde geworden.“

Kapitelübersicht

Bis zur offiziellen Eröffnung der Ombudsstelle am 1. Juli 2017 wenden Sie sich mit Ihren Fragen zur oder Anliegen an die Ombudsstelle bitte an: fluechtlinge@zkf.hamburg.de


Neue Fortbildung


Behördenwegweiser: Wer ist wofür in der Hamburger Behördenlandschaft zuständig?

Das Forum Flüchtlingshilfe bietet im Rahmen seiner Fortbildungsreihe für die Freiwillige Flüchtlingshilfe eine neue kostenlose Fortbildungsveranstaltung über Abläufe und Zuständigkeiten auf Bundes- und Länderebene und in den Behörden an.

Die Veranstaltung „Behördenwegweiser“ findet in zwei sich ergänzenden Modulen an jeweils zwei aufeinander folgenden Freitagen statt (immer von 13:30 bis 16:45 Uhr).

In dieser Veranstaltung (2 x 0,5 Tage) bekommen freiwillig Engagierte einen strukturierten Überblick über die Behörden- und Trägerlandschaft: Wer entscheidet was? Welche Wege kann oder muss ich gehen, um optimale Ergebnisse meiner Arbeit für Flüchtlinge zu erzielen? Wie kann ich besser mit Behörden Hand in Hand arbeiten?

In zwei Modulen werden folgende Themen bearbeitet:

  • Aufbaustrukturen allgemein: Politik und Verwaltung: Bürgerschaft, Senat
  • Fachbehörden und Bezirksämter; Aufbau und Verhältnis Stadt und große Leistungsträger Jobcenter team.arbeit.hamburg und Arbeitsagentur
  • Aufbaustrukturen spezielle: Aufbau und Verhältnis BAMF, Zentrale Ankunftsstellen und Ausländerbehörde; W.I.R
  • Nutzung von Dialogforen
  • HamburgService als Zulieferer von Inhalten und Zuständigkeiten
  • Reden mit Behörden: Kommunikationstool anhand von Fällen

Für den vollständigen Überblick empfiehlt sich die Teilnahme an beiden Modulen.

Die erste Veranstaltung findet statt:

Modul I  Freitag

23. Juni 2017

13:30 - 16:45 Uhr

Modul II Freitag

30. Juni 2017

13:30 - 16:45 Uhr

Kapitelübersicht

Die Anmeldung zur Teilnahme ist ab sofort über das bekannte Anmeldeformular im Internet möglich. Bitte achten Sie bei der Anmeldung darauf, sich für beide Teile anzumelden.


Finanzielle Förderung ehrenamtlicher Projekte auch in 2017


Auch im Jahr 2017 können freiwillig Engagierte in der Flüchtlingshilfe aus dem Forum Flüchtlingshilfe wieder eine finanzielle Unterstützung ihrer Arbeit erhalten. Grundlage hierfür ist die Förderrichtlinie Forum Flüchtlingshilfe, die im Amtlichen Anzeiger vom 4. April 2017 veröffentlicht wurde.

Kapitelübersicht

Anträge können bei den jeweiligen Ehrenamtskoordinatoren im Bezirk gestellt werden.


Kinder-Ferien-Programm


Ferienpass: Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge kooperiert mit dem Jugendinformationszentrum

Integration wird in diesem Jahr auch beim Kinder-Ferien-Programm großgeschrieben. Der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) kooperiert mit dem Jugendinformationszentrum (JIZ), das den Hamburger Ferienpass erarbeitet und herausgibt. In den Flüchtlingsunterkünften wird gezielt auf Ferienangebote hingewiesen, die das JIZ als besonders niedrigschwellig und kostengünstig zusammengestellt hat. 

Tolle Sache: Das JIZ wird außerdem Kontingente für kostenlose Filmveranstaltungen im ABATON-Kino exklusiv für geflüchtete Kinder und ihre Angehörigen vorhalten und zwei kostenlose Filmworkshops mit JUGENDFILM e.V. für 9-14-Jährige anbieten. 

Kapitelübersicht

Weitere Informationen werden zu den Sommerferien auf der Internetseite des Forum Flüchtlingshilfe bekanntgegeben.

Mehr zum Ferienpass gibt es hier: www.hamburg.de/ferienpass.


Initiativen stellen sich vor: 2 x Fahrräder oder die Velo-Route zur Integration

 

Westwind Hamburg e.V. – Fahrräder für Flüchtlinge

Fahrradfahren ist autonome Mobilität, die (fast) nichts kostet aber großen Wert hat.

Mobilität ist ein wichtiger Beitrag zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe in unserer Stadt. Ein Fahrrad erleichtert das objektive wie subjektive Ankommen in Hamburg und macht die Stadt für geflüchtete Menschen im ursprünglichen Sinn des Wortes erfahrbar.

Fahrräder wieder fahrfertig zu machen und damit unterwegs zu sein, öffnet Geflüchteten wie Einheimischen Chancen für eine dauerhafte Integration durch gemeinsame Aktivitäten, ermöglicht neue Kompetenzen zu erwerben und anfassbare Erfolge zu erleben.

Carmen Wilckens und Christian Großeholz haben im Sommer 2015 „Westwind Hamburg – Fahrräder für Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Westwind sammelt gespendete Fahrräder und bringt sie in einen verkehrssicheren Zustand. Aber Westwind vermittelt nicht nur Fahrräder, die neuen Besitzerinnen und Besitzer lernen auch ihr Fahrrad zu warten und zu reparieren, und, ganz wichtig!, die geltenden Verkehrsregeln. Einen Flyer in mehreren Sprachen gibt’s zu jedem Fahrrad dazu. Die „Neuradler“ kennen die Verkehrsregeln darum oft besser als die meisten „Alteingesessenen“.

Jeden Monat veranstalten wir mit Hilfe von ganz viel Engagement von Ehrenamtlichen eine „Refugees Friendship Tour“ für alt eingesessene und neue Hamburgerinnen und Hamburger. Eine gemütliche Fahrradtour zum Erfahren der Stadt. Die Polizei begleitet uns und sorgt für die Sicherheit.

Seit der Gründung wurden durch Westwind schon über 800 Spendenräder fahrfertig und verkehrssicher gemacht. Ein unaufgearbeitetes Spendenrad hat einen durchschnittlichen Wert von 50,- €. Ein überholtes, verkehrssicheres Fahrrad ist dagegen rund 150,- € wert. Bis heute hat Westwind Hamburg e.V. also einen Mehrwert von 80.000 € geschaffen – nicht mitgerechnet den unbezahlbaren Gewinn für Menschen unterschiedlichster Herkunft und verschiedenster Kulturen, die Qualifikationen an gemeinsamer Erfahrung, Problemlösung und Lebensfreude.


Gemeinsam mit Geflüchteten wollen wir noch viel mehr Fahrräder instand setzen. Ein Anfang ist gemacht: Seit April können Geflüchtete im Rahmen ihrer Integrationskurse bei uns ihr Praktikum absolvieren. Ein wichtiger Beitrag zum Ankommen und zum sinnvollen Arbeiten, denn wer bei uns Fahrräder instand setzt, bekommt einen ganz realen ersten Einblick in die Berufsorientierung. Wer bei uns Fahrräder repariert, kann das später vielleicht auch regulär bezahlt in einem Fahrradladen tun und als „richtiger“ Fahrradmechaniker in Hamburg richtig „ankommen“.

Kapitelübersicht

Westwind steht für umweltfreundliche Mobilität, für nachhaltige Hilfe und für dauerhafte Integration.

Wir sind zu finden unter westwind-hamburg.de und facebook.com/westwindhamburg/.


Die Schnackschrauber

Anfang 2015 haben sich viele Menschen überlegt, wie sie den Geflüchteten in der Erstaufnahme Schnackenburgallee helfen können. Für uns als Hobby-Fahrradschrauber war klar, die eigene Mobilität ist der erste Schlüssel zum Ankommen. Und das geht in der Stadt am Besten mit einem Fahrrad. Gerade für die vielen Jugendlichen sind Fahrräder wichtig, zumal die „Schnacke“ verkehrsmäßig sehr schlecht angebunden ist.

„Ich fahre jeden Tag mit meinem Fahrrad zur Schule nach Altona. Dafür brauche ich das Rad unbedingt“, sagte uns Hamed aus Afghanistan.

Mit Unterstützung der Luthergemeinde und fördern&wohnen als Träger der Unterkunft haben wir dort eine Fahrradwerkstatt aufgebaut.

Der Name „Schnackschrauber“ ist bewusst doppeldeutig. Zum einen schrauben wir in der „Schnacke“, aber wir schnacken auch viel. Und zwar vor Allem auch im täglichen Umgang mit den Geflüchteten. Mit jedem Rad kommt der jeweilige Besitzer mit in die Werkstatt, und oft ergeben sich dann Gespräche über die Herkunft des Betreffenden und die Fluchterfahrungen. Und ganz nebenbei lernt man das Rad selber zu warten und zu reparieren. Integration bedeutet für uns, dass wir die Leute mitmachen lassen. Inzwischen helfen einige der Jugendlichen regelmäßig bei uns.

Wir sind der Meinung: „Leute, die sich integrieren wollen, brauchen Leute, die das zulassen.“

Seit über 2 Jahren reparieren wir mit Geflüchteten zusammen deren Räder. Die Fahrradwerkstatt ist für viele ein wichtiger und sozialer Ort in der Schnacke, und jetzt, wo die Radsaison richtig losgeht, ist wieder echte Hochsaison bei uns.


Mit einer größeren privaten Spende und Sondermitteln vom Bezirk Altona konnten wir mobile Fahrradreparatur-Stationen anschaffen. Die Stationen sind jederzeit nutzbar und die Bewohner können dort selber kleinere Reparaturen ausführen.

Wir haben diese Stationen bei einer kleinen innovativen Firma in Polen gefunden. Es gibt sie in 3 unterschiedlichen Ausführungen und sie sind durchaus erschwinglich. Der Nettopreis liegt je nach Größe zwischen 455.- und ca. 1.000-Euro.

Interesse? Wir schicken Euch gerne eine Prospekt.

In kaum einer Erstaufnahmeeinrichtung oder Folgeunterkunft gibt es eine richtige Werkstatt. Gerade dort könnten die mobilen Fahrrad-Reparaturstationen eine große Hilfe für die Rad fahrenden Bewohner sein. Die Folgeunterkunft Hafencity hat schon beschlossen, so eine Station aufzustellen.

Was wünschen wir uns?

Wünschen würden wir uns weiterhin Spendenräder die mit wenig Aufwand wieder verkehrstüchtig gemacht werden können. Auch weitere Hobby-Schrauber sind willkommen.
Und wir wünschen uns eine gute Zukunft für die Geflüchteten.

Kapitelübersicht

Kontakt (auch für Spendenräder etc.): jmaack@gmx.net oder Kleiderkammer der Luthergemeinde,
Regerstraße 73, 22761 Hamburg

Auf Wunsch kann man sein Spendenrad auch abholen lassen: Tel.: 01523 / 820 50 11


Engagementkampagne „Mit Dir geht mehr!“ 

 

Mit Axel Limberg geht (noch) mehr
Erfolgreiches Engagement für geflüchtete Jugendliche

„Ich habe immer ein offenes Ohr für Jugendliche, die ohne ihre Eltern nach Hamburg geflüchtet sind“, sagt Axel Limberg, der sich seit über zwei Jahren für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge engagiert. 

Am 12. April 2017 nahm er den Staffelstab von Julia Freudenberg in der Kategorie „Engagement für Geflüchtete“ im Rahmen der Kampagne „Mit dir geht mehr!“ bei der Freiwilligen Feuerwehr in Pöseldorf entgegen. Limberg unterstützt geflüchtete Jugendliche, indem er beispielsweise eine Schülerfirma Geflüchteter organisiert, ihnen bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen hilft und in schwierigen Situationen Halt gibt.

„Das sind großartige Jungs, die trotz furchtbarer Erlebnisse sehr erfolgreich ihr neues Leben in Hamburg anpacken“, sagt er. Erste Erfolge zeichnen sich bereits ab: Jugendliche, die vor zwei Jahren noch kein Wort Deutsch konnten, machen in diesem Sommer jeweils ihren Schulabschluss, vier von ihnen haben sogar schon Ausbildungsplätze. 

Die Engagementkampagne ist am 3. März 2017 unter dem Motto „Mit Dir geht mehr!“ an den Start gegangen und läuft noch bis in den Dezember. Während der Kampagne werden ca. alle sechs Wochen sechs Staffelstäbe von Engagierten aus sechs verschiedenen Engagementgruppen an andere Engagierte als Träger der Kampagne weitergegeben.

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Auf dem Engagement-Blog www.mitdirgehtmehr.de finden sich Porträts der Staffelträgerinnen und -träger, sowie weiterführende Informationen zum freiwilligen Engagement in Hamburg. Mit dem Hashtag #MitDirGehtMehr können Engagierte in Hamburg auf ihr Engagement aufmerksam machen und so Teil der Kampagne werden.

Eine Staffelstabübergabe ist für das Große Forum Flüchtlingshilfe am 29. September 2017 geplant.


Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand –Kommunen gestalten

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Am 12.06.2017 startet der Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten“ des Bundesministeriums des Inneren. Ziel des Bundeswettbewerbs ist es, hervorragende kommunale Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort zu initiieren, zu identifizieren, zu prämieren sowie in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Damit soll zur Nachahmung guter Praxis angeregt werden.


Telefonischer Dolmetscherdienst beim Jobcenter team.arbeit.hamburg

 

Seit August 2016 steht Geflüchteten bei Jobcenter team.arbeit.hamburg ein telefonischer Dolmetscherdienst zur Verfügung. 

Die Berater und Beraterinnen aus der Arbeitsvermittlung oder der Leistungsgewährung bei Jobcenter team.arbeit.hamburg können bei Bedarf einen telefonischen Dolmetscherservice in Anspruch nehmen, der innerhalb kurzer Zeit eine Übersetzerin oder einen Übersetzer mit den benötigten Sprachkenntnissen bereitstellt. 

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Dieses Angebot soll insbesondere in den ersten Gesprächen und vor allem dann die Kommunikation erleichtern, wenn andere Übersetzungshilfen akut nicht zur Verfügung stehen. 


Beratung in der Außenstelle des Ankunftszentrums der Agentur für Arbeit Hamburg

KapitelübersichtKapitelübersicht

Geflüchtete, die sich über die Fördermöglichkeiten für den Zugang zu Arbeit und Ausbildung beraten/informieren lassen möchten, können in der Außenstelle des „Team Ankunftszentrum“ in der Norderstraße 105 im 6. Stock vorsprechen. (siehe Grafik: Zuständige Einrichtungen im Integrationsprozess Geflüchteter in Hamburg (PDF; 150 KB)

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Dialogforums „Integration in Ausbildung und Arbeit“.


Veranstaltungen der Dialogforen

  

Dialogforum „Kinder und Jugendliche“

 

Trauma! Was bedeutet dies für mein Ehrenamt?

Das Seminar soll die Möglichkeit bieten Fragen zum Themenfeld „Trauma“ anzusprechen, Sicherheit im Handeln zu gewinnen und Zusammenhänge zu verstehen.

Wann

Dienstag, 13. Juni 2017

18 Uhr

Wo

Conventstraße 14

3. OG Raum 3.11

22089 Hamburg

Das Seminar findet statt in den Räumlichkeiten des Landesbetrieb Erziehung und Beratung

Kapitelübersicht

Es wird um möglichst verbindliche Anmeldung bis zum 05. Juni 2017 gebeten. Bitte senden Sie eine Mail mit dem Betreff  „Trauma!" an: ehrenamt@leb.hamburg.de


Dialogforum „Wohnen“ 

Auftaktveranstaltung des Dialogforums „Wohnen“ am Dienstag, 20. Juni 2017
Wohnraum für Geflüchtete – Wissenswertes und Unterstützung.

Die Veranstaltung bietet Informationen rund um das Thema „Wohnraum für Geflüchtete“. Es erwarten Sie kurze Informationsblöcke u.a. zu den Themen

  • Voraussetzungen zur Anmietung privaten Wohnraums
  • Wohnungsbau für vordringlich Wohnungssuchende
  • Kooperationsverträge mit der Wohnungswirtschaft.

Vor und nach den Inputs finden Sie an verschiedenen Ständen Kontaktmöglichkeiten sowie behördliche und zivilgesellschaftliche Ansprechpartner, die das Dialogforum Wohnen und die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe fachlich unterstützen.

Kapitelübersicht

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldung unbedingt erforderlich.

Weitere Informationen zur Anmeldung und zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte der Einladung (PDF; 210 KB).  


Dialogforum „Sport“ 

„1. Bergedorfer Dialogforum "Sport und Flüchtlinge" am 22. Juni 2017

Der Hamburger Sportbund und das Bezirksamt Bergedorf laden alle Bergedorfer Akteure, die sich im Rahmen der sportlichen Aktivitäten von Geflüchteten engagieren, zu einem Informations- und Vernetzungstreffen in den Spiegelsaal des Bergedorfer Rathauses ein.

Die Einladung und nähere Informationen finden Sie hier (PDF; 170 KB)

Es wird um Anmeldung zur Teilnahme bis zum 13. Juni 2017 gebeten.

Kapitelübersicht

„1. Eimsbütteler Dialogforum „Sport und Flüchtlinge“ am 13. Juli 2017

Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung demnächst auf der Homepage des Dialogforums.


Dialogforum „Geflüchtete mit Behinderung“ 

Das Dialogforum „Geflüchtete mit Behinderung“ versteht sich als Informationsplattform und möchte, neben der Möglichkeit, dass jederzeit Fragen von Betroffenen und ihren Angehörigen durch Experten beantwortet werden, die generellen Hilfsangebote in Hamburg für die besonders schutzbedürftige Gruppe der geflüchteten Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen darstellen.

Zurzeit wird analog zu den FAQ-Katalogen anderer Dialogforen eine Fragen- und Antwortensammlung erarbeitet, die demnächst über die Homepage des Dialogforums abrufbar ist.

Einladung zur Auftaktveranstaltung am Dienstag, 27. Juni 2017 (PDF; 210 KB)

Die Veranstaltung beginnt mit kurzen Impulsreferaten zu den Themen: „Interkulturelle Sensibilität mit Geflüchteten mit Behinderung“, „Zugänge zum Regelsystem der Eingliederungshilfe“ und „Direkte und unkomplizierte Hilfe - Beispiele und Anregungen“. Im Anschluss daran können diese Themen im Rahmen eines World Cafés weiterbearbeitet werden.

Gebärdensprachdolmetscher werden vor Ort sein. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Wann

Dienstag, 27. Juni 2017

16:30 - 19:00 Uhr

Wo

Elbe-Werkstätten

 

 

Südring 38

22303 Hamburg

Kapitelübersicht


Dialogforum „Integration in Ausbildung und Arbeit“

 

Ein Jahr W.I.R-Programm

Vortrag und Get-together im Rahmen von Tage des Exils 2017

Wie sieht es mit der Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit aus? Wie ist der Ansatz von W.I.R – work and integration for refugees ein Jahr nach dem Start? Petra Lotzkat, Amtsleiterin in der Sozialbehörde, gibt ein Lagebild. Danach besteht Gelegenheit zu einem kulturell und kulinarisch begleiteten Austausch.

Wann

Mittwoch, 28. Juni 2017

18:00 - 21:00 Uhr

Wo

W.I.R - work and integration for refugees

 

 

Millerntorplatz 1

20359 Hamburg

Die Teilnahme ist kostenlos.

Kapitelübersicht

Es wird um Anmeldung per mail bis zum 20. Juni 2017 gebeten. Bitte schreiben Sie im Betreff das Stichwort  „Tage des Exils". arbeit@dialogforum.hamburg.de


Dialogforum „Sprachförderung für Erwachsene“

 

Fortbildungsangebote und -bedarfe
offenes Plenum mit Projektvorstellung

Wann

5. Juli 2017

18:00 - 20:00 Uhr

Wo

VHS Schanzenstraße 75

20357 Hamburg

Referentin

Heike Kölln-Prisner

Abteilungsleiterin VHS Zentral


Sprachfördermaterialien in den Bücherhallen Hamburg und Angebote der VHS zum Erlernen der deutschen Sprache
offenes Plenum mit Projektvorstellung

Wann

6. September 2017

18:00 - 20:00 Uhr

Wo

Hühnerposten 1

20097 Hamburg

Referenten

Heike Kölln-Prisner

Abteilungsleiterin VHS Zentral

Angelina Stern

Leiterin des VHS-Zentrums Deutsch als Fremdsprache

Anne Barckow

Leitung Interkulturelle Dienste der Bücherhallen Hamburg

Kapitelübersicht

Für die bessere Planbarkeit wird um Anmeldung per mail gebeten. sprache@dialogforum.hamburg.de


Überblick über die nächsten Fortbildungsveranstaltungen des Forum Flüchtlingshilfe

 

Behördenwegweiser:

Wer ist wofür in der Hamburger Behördenlandschaft zuständig?

Modul I  Freitag

23. Juni 2017

13:30 - 16:45 Uhr

 

Modul II Freitag

30. Juni 2017

13:30 - 16:45 Uhr

 

Kurzüberblick über das Aufenthalts- und Flüchtlingsrecht

Freitag

09. Juni 2017

09:00 - 13:00 Uhr

 

Interkulturelle Kommunikation für Ehrenamtliche

 

Freitag

16. Juni 2017

08:30 - 16:45 Uhr

Umgang mit Stammtischparolen

 

Mittwoch

05. Juli 2017

10:00 - 15:00 Uhr

Anmeldung zur Teilnahme bitte über das Anmeldeformular im Internet.

Kapitelübersicht

Bei Interesse sind wir auch gerne bereit, das Forum Flüchtlingshilfe und die Arbeit der Dialogforen in Ihren Initiativen mit einem kleinen Vortrag vorzustellen. Kontaktieren Sie uns über forumfluechtlingshilfe@soziales.hamburg.de.


Aktuelle Zahlen zu Geflüchteten in Hamburg


Im April wurden in Hamburg 643 Geflüchtete in das bundesweite Verteilungsverfahren aufgenommen. 279 Personen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den 364 Hamburg zugewiesenen Personen machten 238 einen Unterbringungsbedarf geltend.

In Hamburg sind derzeit noch 28 Erstaufnahmen in Betrieb, in denen im April (Stichtag: 30.04.2017) noch 6.239 Menschen untergebracht waren. Rund 300 Personen wohnen dabei noch in ehemaligen Baumärkten und Hallen. In den 120 Folgeunterkünften lebten zum Stichtag 26.422 Personen. In Erstaufnahmen und Folgeunterkünften leben derzeit 32.661 Personen.

Die Zahl der Überresidenten, also jener Personen, die länger als ein halbes Jahr in einer Erstaufnahme leben obwohl sie einen Anspruch auf eine Folgeunterkunft haben, ist zum Vormonat von 4.484 auf 4.277 gesunken.

Die Erstaufnahmeeinrichtung „Kurdamm 8“ mit ehemals 130 Unterbringungsplätzen, und die Erstaufnahmeeinrichtung „Karl-Arnold-Ring“ mit ehemals 160 Unterbringungsplätzen werden am 30. Juni bzw. 31. Juli 2017 geschlossen.

Die Unterkunft in der Krausestraße, die bisher für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge zur Verfügung stand, wurde zu einer Folgeunterkunft für Geflüchtete umgewandelt. Hier können 37 Geflüchtete untergebracht werden.

Der zweite Bauabschnitt der Unterkünfte mit der Perspektive Wohnen am Gleisdreieck Mittlerer Landweg ist fertig und kann bezogen werden. 437 Plätze stehen dort für Geflüchtete zur Verfügung.

Insgesamt wurden im April 567 neue Plätze in Folgeunterkünften geschaffen.

Kapitelübersicht

Alle Informationen rund um das Thema Aufnahme, Versorgung, Gesundheitsversorgung und Integration von Flüchtlingen, sowie die Standorte zur Unterbringung finden Sie transparent auf www.hamburg.de/fluechtlinge.

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Herausgeber: Sozialbehörde, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Redaktion: Meike Winterscheid, Doris Kersten, Florian Giertzuch, Marcel Schweitzer
Technische Realisierung: Florian Giertzuch (verantwortlich gemäß MDStV)
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
Tel. (040) 428 63 - 33 95
E-Mail: forumfluechtlingshilfe@soziales.hamburg.de
Homepage: www.hamburg.de/forum-fluechtlingshilfe/
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