Historische Altstadt
In der sanierten Altstadt Stades präsentiert die Stadt ihre über 1.000-jährige Geschichte mit Gebäuden aus verschiedensten Epochen. Einige stammen noch aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand von 1659, wie beispielsweise das historische Gewölbe des Rathauskellers. Damals wurden fast zwei Drittel aller Gebäude, rund 500 Häuser, von den Flammen zerstört. Der touristische Mittelpunkt ist heute der Alte Hafen, dessen Geschichte bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Umrandet vom Burggraben zieren die bunten Fassaden der Fachwerkhäuser die Szenerie der Altstadt.
Auf den Spuren der Hansestadt
Bis ins 17. Jahrhundert hinein gehörte die Stadt an der Elbe zu dem Kreis der historischen Hansestädte. Nach dem Ausschluss aus der Hanse 1601 beteiligt sich Stade seit den 1980er-Jahren wieder am Hansetag der Neuzeit, einer Zusammenkunft der Neuen Hanse. Passend zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt im April 2009 wurde Stade vom niedersächsischen Innenministerium erneut und ganz offiziell zur "Hansestadt" gekürt.
Bunte Fachwerkhäuser und prachtvolle Orgeln
Die meisten Sehenswürdigkeiten in Stade liegen in der Altstadt nah beieinander und sind gut zu Fuß erreichbar. Zu den wichtigsten Gebäuden zählt der Holztretkran am Hansehafen. Einst diente er zum Be- und Entladen der Schiffe, in den 1970er-Jahren wurde er nach dem Original rekonstruiert. Heute wird der Holztretkran als Informationszentrum für Touristen genutzt.
Entlang der Straße Wasser West spaziert man vorbei an beeindruckend verzierten und imposanten Speichern und Kaufmannshäusern. Eines davon ist der Schwedenspeicher. Im Jahr 1692 wurde er als Provianthaus der schwedischen Armee direkt am Wasser erbaut. Heute beherbergt der Schwedenspeicher seit fast 50 Jahren das Regionalmuseum der Hansestadt.
Vom Fischmarkt aus sticht ein Kirchturm über den Dächern der Häuser hervor. Der Turm gehört zur Kirche Ss. Cosmae et Damiani – kurz St. Cosmae, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Besucher können im Rahmen einer Turmführung und nach über 178 Stufen Stufen die Aussicht von der Aussichtsplattform genießen. Aber nicht nur von außen strahlt die barocke Kirche. Im Inneren befindet sich der größte Kunstschatz der Altstadt. Einer der bekanntesten Orgelbauer Norddeutschlands, Berendt Huß, schuf die imposante Barockorgel zwischen 1668 und 1675. Eine weitere kunstvoll geschmückte Orgel findet sich in der zweiten Kirche St. Wilhadi wieder. Sie wurde von Erasmus Bielfeldt zwischen 1731 und 1736 gebaut.
Event-Highlights
Zu jeder Jahreszeit können Besucher in Stade spannende Veranstaltungen erleben. Im Frühjahr lädt der Stader Opernball jährlich zum Feiern, Speisen und Flanieren ins STADEUM ein. Im Juni wird die Geschichte der Hansestadt drei Tage lang beim Stader Altstadtfest gefeiert.
Vor allem zur Adventszeit vom November bis Dezember lohnt sich ein Ausflug nach Stade, wenn der Stader Weihnachtsmarkt oder der skandinavische Weihnachtsmarkt zu einem Glühwein einladen. Am Fischmarkt und in der historischen Altstadt präsentieren Künstler ihr umfangreiches musikalisches Programm und künstlerische Produkte.
Informationen zu Events finden Sie unter: Veranstaltungen in Stade
Ausflüge rund um Stade
Stade liegt am Fluss Schwinge, einem Seitenarm der Unterelbe mitten im Alten Land. Die Stadt wird umgeben von flachem Marschland und einer ursprünglichen Moorlandschaft. Die Region, zwischen Bremen, Hamburg und Cuxhaven wird auch als "Elbe-Weser-Dreieck" bezeichnet und bietet daher viele Möglichkeiten, um die umliegende Natur zu erkunden.
Das Hochwallfort Grauerort befindet sich ein Stückchen außerhalb der Stadt an der Elbe gegenüber der Elbinsel Pagensand. Die denkmalgeschützte Anlage wurde von den Preußen zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Schutz vor feindlichen Schiffen auf der Elbe errichtet. Zur Elbe hin ist die Festung mit einer drei Meter hohen Mauer gesichert und dient heute als modernes Museum und Veranstaltungsort.
Die Stadt liegt nur einen Katzensprung vom Alten Land entfernt. Wer mit dem Fahrrad eine Tour dorthin unternimmt, kann außerdem an der Hogendiekbrücke anhalten und einen Blick auf die schönsten Häuser des Alten Landes werfen.
Stade ist überwiegend von flachem Marschland umgeben und eignet sich daher ideal für eine Reise über das Moor. Die Moorkiekerbahn lädt die Gäste auf einer zwei- bis drei-stündigen Fahrt über das 40 Quadratmeter große Kehdinger Moor ein.