Ausflug in Hamburg

Unterwegs in der Fischbeker Heide

Im Südwesten Hamburgs wandert man im August und bis in den September hinein durch die lila blühende Landschaft der Fischbeker Heide.

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IMAGO / Westend61

Heimat von Zauneidechsen, Besenheide & Heidschnucken

Die Fischbeker Heide ist das ganze Jahr über ein passendes Ziel für den Wanderausflug in der Hansestadt. Besonders schön anzuschauen ist sie jedoch von August bis in den September hinein: Mit der Heideblüte verwandelt sich die Landschaft dann in ein lilafarbenes Blütenmeer.

Die Fischbeker Heide im Hamburger Südwesten ist mit ihren 763 Hektar eines der größten Naturschutzgebiete in Hamburg. Weit offene Heideflächen wechseln sich mit Baumgruppen und vielen kleineren Wäldern ab. In dem Gebiet findet sich auch eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt: Mehr als 2.000 Kleintierarten, darunter die Heidelibelle oder das Heide-Grünwidderchen, eine seltene Schmetterlingsart, sind dort zu Hause. Auch die Zauneidechse ist in dem Naturschutzgebiet beheimatet, die in der Fischbeker Heide so oft vorkommt, wie sonst nirgendwo in Hamburg.

Das Bild der Landschaft wird von der Besenheide mit ihren lilafarbenen Blüten geprägt, die sich wie ein Teppich über den Boden legen. Ginster, Rosmarinheide und verschiedene Beerenarten, wie die Krähen- oder die Moosbeere, finden sich ebenfalls in der Fischbeker Heide. Auch Heidschnucken kann man beobachten, die von der Schäferin täglich durch das Gebiet geführt werden und dafür sorgen, dass die Heidelandschaft in ihrer Form erhalten bleibt. 

Wer sich über das Naturschutzgebiet, die heimischen Pflanzen und die tierischen Bewohner informieren möchte, hat dazu im Naturschutz-Infozentrum Fischbeker Heidehaus Gelegenheit. In dem umgebauten Schafstall erfahren Besucherinnen und Besucher Wissenswertes rund um die Fischbeker Heide. Auch Führungen, Workshops, Ferienaktionen und mehr werden hier angeboten.

Wanderungen: Hier finden Sie eine Übersichtskarte zur Fischbeker Heide und Wanderrouten. Auch einen Teil des Heidschnuckenwegs kann man von hier aus erkunden.

Rosa blühende Heidepflanzen in der Fischbeker Heide
imago stock & people

Die Schwarzen Berge

Östlich der Fischbeker Heide liegen die Schwarzen Berge, die einen Teil der Harburger Berge bilden. Ihren Namen haben die Höhenzüge im Süden Hamburgs vom dunklen Nadelwaldbestand. Das Forstrevier Hausbruch ist ein hügeliges Gebiet mit älteren Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern im Misch- und Reinbestand. Das Gebiet ist von vielen Tälern durchzogen. Die Erhebungen erlauben schöne Ausblicke auf die Landschaft und die weitere Umgebung.

Weitere Informationen: Naturschutzgebiet Fischbeker Heide

Ein Weg führt oberhalb einer Heidelandschaft entlang.
IMAGO/Markus Tischler

Anfahrt in die Fischbeker Heide

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Fischbeker Heidehaus: Mit der S-Bahnlinie S3 bis Haltestelle Neugraben, anschließend Bus 250 bis Fischbeker Heideweg

Weitere Ausflugsziele

Ein Mann und eine Frau gehen eine kleine Anhöe in einer Heidelandschaft hinunter.
Mediaserver Hamburg / Christian Brandes
Lüneburger Heide

Zwischen Heide und Wacholder

Violett blühende Heide, Wacholder und Heidschnucken, aber auch tiefe Wälder, Moore und Bäche prägen die Landschaft der Lüneburger Heide. Im August und September verwandelt sich dieser Landstrich in ein lila schimmerndes Blütenmeer.

Ein Mann pflückt Äpfel und legt sie in einen großen Kasten, in dem schon viele Äpfel liegen.
Tourismusverein Altes Land e.V., Guto Ramos
Unterwegs auf Obsthöfen

Selbst Obst ernten

Äpfel, Birnen und Pflaumen – während der Erntezeit können Sie in und um Hamburg leckeres Obst selbst pflücken.

Äpfel hängen an einem Baum mit grünen Blättern.
Charlotte Noelle / Unsplash.com
Altes Land

Zwischen Äpfeln, Birnen und Beeren

Apfelernte, prachtvolle Fachwerkhäuser, weite Landschaften: Zwischen Buxtehude und Stade versteckt sich das Alte Land.