Paradies für Naturliebhaber

Wandern im Wittmoor

Das Wittmoor ist ein Paradies für Spaziergänger und Naturliebhaber. Moor, Heide, Wälder und Weiden sind mit Wanderwegen gut erschlossen. Ganzjährig ein Geheimtipp. Nur nach langem Regen nicht empfehlenswert.

Aus einem Teich ragen grüne Sträucher. Am Ufer stehen Bäume.
imago images / Paul von Stroheim

Das Moor kehrt zurück

Das Naturschutzgebiet Wittmoor ist das letzte Hochmoor im Norden Hamburgs. Es entstand in Jahrtausenden in einer Senke eiszeitlicher Moränen in einem Nebental der Alster und wurde bis 1958 großflächig abgetorft. Ein Teil des Moores ist erhalten. 1978 wurde das Wittmoor unter Naturschutz gestellt. Entwässerungsgräben wurden wieder geschlossen und mittlerweile sind in der Mitte des abgetorften Gebietes zwei Hochmoorseen entstanden. Die abgetorften Flächen sind nun wieder durchnässt und die absterbenden Birken im Gebiet sind Zeichen neuer Moorbildung. 

Das Naturschutzgebiet Wittmoor ist ganzjährig ein Geheimtipp. Dort kann man in aller Ruhe wandern und die Natur genießen. Nur nach langen Regenfällen sollte man das Gebiet meiden. Dann kommt man nicht mehr trockenen Fußes über die Wege. Verpflegung sollte sich der Wanderer selber mitbringen. Entlang der Wege gibt es keine Cafés oder Restaurants für einen Zwischenstopp. 


Wandertipp
(ca. 2 Stunden)
Vom südlichen Parkplatz am Ende des Eichelhäherkampes (1, siehe pdf-Dokument am Ende der Seite) geht es auf den gut befestigten Wanderwegen durch das Moor. Zunächst führt die Wanderung nach Norden, entlang des Moorgebietes. Der Weg erlaubt schöne Aussichten auf die angrenzenden Weiden, die Heide und das abgetorfte und sich regenerierende Moor. Dabei geht es auch vorbei am Denkmal für das ehemalige Konzentrationslager Wittmoor (2). Dies war eines der ersten in Deutschland. Bald entdeckt man einen kleinen Tümpel am linken Wegesrand. Kurz vorher geht es nach rechts auf dem Damm einer alten Förderbahn mitten durch das Moor (3). In der Mitte des Weges zwischen den Rändern des Naturschutzgebietes wird ein schöner Ausblick in die Moorlandschaft und auf den großen See geboten (4). Am Ende des Weges (5) geht es weiter nach links. Dort, am östlichen Rand des Moores, erwartet den Wanderer eine weite Heidelandschaft.
Wer sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg ins Wittmoor macht, kann an diesem Punkt in die Wanderung einsteigen. Am Rand des Moores geht der Weg weiter Richtung Norden auf den sich windenden Wegen bis hinauf auf eine Moräne (6). Von dort oben hat man einen herrlichen Rundblick auf Moor und Heide. Der Weg führt weiter um das Moor herum (7) bis der Ausgangspunkt im Süden des Naturschutzgebietes wieder erreicht ist. 

Eine kürzere Wegstrecke (ca. 1 Std) führt vom südlichen Parkplatz entlang der Westseite des Moores über den Damm (3) und dann am Ende nach rechts (5) im Halbkreis zum Ausgangspunkt zurück. Eine mittlere Strecke von zirka 5,5 Kilometern kann auch vom nördlichen Parkplatz am "Brunsteenredder" nach Süden bis zum alten Damm der Förderbahn (3) und am Ende des Weges (5) wieder nach Norden zurück zum Ausgangspunkt gelaufen werden. 

Anfahrt zum Wittmoor

Mit dem PKW:
Der südliche Parkplatz am Eichelhäherkamp ist über die Glashütter Straße und den Hummelsbütteler Steindamm zu erreichen. Parkmöglichkeiten gibt es es an der Kreuzung zur Straße Am Wittmoor. Aus Poppenbüttel kommend fährt man von der Lemsahler Landstraße links in den Eichelhäherkamp zum Parkplatz. Zum nördlichen Parkplatz gelangt man über die Segeberger Chaussee und biegt dann in den Brunsteenredder ab. Parkmöglichkeiten gibt es gegenüber des Wittmoorstieges.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Von der S-Bahnhaltestelle Poppenbüttel mit der Buslinie 176 oder 276 bis zur Haltestelle Tannenhof, von dort über Huulkamp in den Bilenbarg.

Weitere Infos zum Wittmoor sowie eine Übersichtskarte gibt es in der Broschüre Wandern im Wittmoor  (PDF-Datei, 427kb)

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