Senatskanzlei

FAQ G20-Gipfel in Hamburg

Fragen und Antworten zum Thema G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg.

Häufige Fragen zu G20 in Hamburg



Wann und wo findet der G20-Gipfel statt?

Der G20-Gipfel 2017 findet am Freitag, 7. Juli 2017, und Sonnabend, 8. Juli 2017, in Hamburg statt – auf dem Gelände der Hamburg Messe. Dort werden die Arbeitssitzungen der Staats- und Regierungschefs stattfinden, auch die Delegationen und Journalisten werden dort arbeiten. Am Freitagabend, 7. Juli 2017, wird es außerdem eine Veranstaltung in der Elbphilharmonie geben. Einzelne Delegationen werden voraussichtlich bereits am Donnerstag, 6. Juli 2017, anreisen.



Warum findet der G20-Gipfel 2017 in Hamburg statt?

Der G20-Gipfel findet auf Bitte der Bundeskanzlerin in Hamburg statt. Hamburg ist stellvertretend für ganz Deutschland Gastgeber der G20. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war insbesondere die Weltoffenheit Hamburgs. Dank des Hafens verfügt die Stadt seit Jahrhunderten über Handelsbeziehungen in alle Welt.

Hintergrund: Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Matthiae-Mahl am 12. Februar 2016



Warum trifft sich die G20 in einer Großstadt wie Hamburg?

Nur eine Großstadt wie Hamburg hat die Infrastruktur und die Hotels, um einen G20-Gipfel auszurichten.

G20-Gipfel sind größer als G7- oder G8-Gipfel; es nehmen mehr Personen daran teil. Neben den 20 Mitgliedern nehmen sieben Internationale Organisationen teil, zum Beispiel der Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN) und der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Außerdem lädt die jeweilige G20-Präsidentschaft bis zu sieben weitere Gäste ein, zum Beispiel den jeweiligen Vorsitz der Afrikanischen Union (AU).

Bild (Bild: Deutschland und Hamburg als Gastgeber für die G20) Grafik vergrößern

Deshalb haben nahezu alle G20-Gipfel in Großstädten stattgefunden, zum Beispiel in Washington, London, Pittsburgh, Toronto, Seoul, Sankt Petersburg, Brisbane und zuletzt in Hangzhou. Zwei Gipfel haben in großen Tourismus-Ressorts mit vielen Hotels stattgefunden, die es so in Deutschland nicht gibt.



Wäre eine Videokonferenz nicht ausreichend?

In Videokonferenzen kann man Fakten austauschen. Nicht möglich ist das unmittelbare, ungezwungene Miteinander, in dem Ideen und Vertrauen entstehen. Eine Videokonferenz könnte diesen Charakter nicht bieten.



Wer nimmt am G20-Gipfel 2017 in Hamburg teil?

Am Gipfeltreffen in Hamburg nehmen die Staats- und Regierungschefs der G20 teil:

  • Argentinien
  • Australien
  • Brasilien
  • China
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Indien
  • Indonesien
  • Italien
  • Japan
  • Kanada
  • Mexiko
  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Südafrika
  • Südkorea
  • Türkei
  • Vereinigte Staaten von Amerika
  • Vereinigtes Königreich
  • Europäische Union



Welche Internationalen Organisationen werden zum G20-Gipfel 2017 in Hamburg eingeladen?

Die Bundeskanzlerin lädt die Chefs folgender Internationaler Organisationen ein:

  • Vereinte Nationen (VN),
  • Internationale Arbeitsorganisation (ILO),
  • Finanzstabilitätsrat (FSB),
  • Weltbank (WBG),
  • Internationaler Währungsfonds (IWF),
  • Welthandelsorganisation (WTO),
  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
  • Weltgesundheitsorganisation (WHO).



Welche Gäste werden zum G20-Gipfel 2017 in Hamburg eingeladen?

Die Bundeskanzlerin lädt die Staats- und Regierungschefs folgender Staaten ein:

  • Guinea als Vorsitz der Afrikanischen Union (AU)
  • Senegal als Vorsitz der Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD)
  • Vietnam als Vorsitz der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC)
  • Spanien
  • Singapur
  • Niederlande,
  • Norwegen



Gibt es neben dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs weitere G20-Treffen?

Im Vorfeld des Gipfels treffen sich verschiedene Minister der G20, und zwar

  • Agrarminister (22. Januar 2017 in Berlin)
  • Außenminister (16. und 17. Februar 2017 in Bonn)
  • Finanzminister und Zentralbankchefs (17. und 18. März in Baden-Baden)
  • Digitalminister (6. und 7. April 2017 in Düsseldorf)
  • Arbeitsminister (18. und 19. Mai 2017 in Bad Neuenahr)
  • Gesundheitsminister (19. und 20. Mai 2017 in Berlin)

Außerdem treffen sich über zehn Arbeitsgruppen, in welchen Experten aus den G20-Staaten ihre Themen im Detail diskutieren und konkrete Projekte anstoßen. Diese Themen reichen von Entwicklung bis Korruptionsbekämpfung, von Energieversorgung bis zu grüner Finanzierung.

Diese Treffen finden in ganz Deutschland statt, von Berlin bis Baden-Baden.



Wie kann die Zivilgesellschaft mitwirken?

Die Bundesregierung wird ein starkes Augenmerk auf die Einbindung der Zivilgesellschaft legen. Alle, die Interesse haben, sollen sich an der Vorbereitung des G20-Gipfels beteiligen können.

Deshalb gibt es im Vorfeld des Gipfeltreffens einen umfangreichen Dialog mit der Zivilgesellschaft, und zwar mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen (Civil20), Gewerkschaften (Labour20), Wirtschaft (Business20), Wissenschaft (Science20), Denkfabriken (Think20), Frauen (Women20) und Jugend (Youth20).

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen erarbeiten gemeinsam mit ihren internationalen Partnern Empfehlungen zu den für sie besonders relevanten Themen.

Ein Treffen internationaler und nationaler Nichtregierungsorganisationen wird voraussichtlich im Juni 2017 in Hamburg stattfinden.



Bringt der G20-Gipfel 2017 Vorteile für Hamburg?

Hamburg wird für zwei Tage im Juli 2017 in den Blickpunkt der Weltpolitik rücken. Auch schon vor dem Gipfel werden internationale Delegationen und Journalisten in unsere Stadt kommen und Hamburg für sich entdecken. Dies bietet Hamburg Gelegenheit, seine Weltoffenheit und Gastfreundschaft international zu zeigen.



Was kostet der G20-Gipfel 2017 in Hamburg?

Die tatsächlichen Kosten des G20-Gipfels stehen noch nicht fest. Die Kosten und deren Verteilung sind aktuell Gegenstand von Gesprächen zwischen dem Senat und der Bundesregierung. Viele Kosten trägt der Bund als Veranstalter des Gipfeltreffens selbst, so zum Beispiel Unterbringung, Verpflegung und Transport der internationalen Gäste. Außerdem wird sich der Bund an den Kosten Hamburgs beteiligen, so wie er dies zuletzt auch schon bei den G7/G8-Gipfeln in Schloss Elmau und Heiligendamm getan hat. Dabei handelt es sich insbesondere um die Kosten, die entstehen, um die Sicherheit der internationalen Gäste zu gewährleisten.