Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Hamburgisches Gefahrtiergesetz Haltung gefährlicher Tiere in Hamburg

Informationen zum Hamburgischen Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren wild lebender Arten (Hamburgisches Gefahrtiergesetz - HmbGefahrtierG).

Informationen zur Haltung gefährlicher Tiere in Hamburg

Die Haltung von gefährlichen Tieren wildlebender Arten birgt Risiken. Immer wieder gibt es Vorfälle, bei denen die Halter verletzt werden oder die Tiere entweichen und damit auch Dritte gefährdet werden. Das Gefahrtiergesetz soll die Haltung gefährliche Tiere in Hamburg grundsätzlich regeln und die Sicherheit für Menschen erhöhen.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes ist  für die Halter gefährlicher Tiere nicht automatisch die Pflicht eingetreten, die Tiere abzugeben. Zum einen ist die Haltung gefährlicher Tiere nicht per se untersagt. Die Halter von gefährlichen Tieren müssen ihre Tiere also nicht zwingend abgeben, sondern lediglich eine Erlaubnis zur Haltung ihrer Tiere beantragen. Kann der Halter seine Zuverlässigkeit, notwendige Kenntnisse sowie die sichere und geeignete Unterbringung seines Tieres oder seiner Tiere nachweisen, wird ihm eine Haltungsgenehmigung erteilt. Verstöße gegen Erlaubnispflicht und Haltungsverbot können mit einer Geldbuße geahndet werden.

FAQ Gefahrtiergesetz

Warum braucht Hamburg ein Gefahrtiergesetz?
Ein Hamburger Gefahrtiergesetz soll die Bürgerinnen und Bürger vor gefährlichen Tieren, die entweichen können, schützen und die Halterinnen und Halter vor Verletzungen schützen, die im Einzelfäll auch tödlich sein können.

Gab es so viele entwichene gefährliche Tiere in Hamburg?
Es gab immer mal wieder entwichene Tiere oder Verletzungen von Haltern.

Warum werden dann nicht die gefährlichen Tiere ganz verboten?
Ein absolutes Verbot wäre unserer Auffassung nach nicht verhältnismäßig, weil es durchaus Halterinnen und Halter gibt, die sachkundig und zuverlässig sind und ihre Tiere sicher halten.

Warum sollen gerade die Tiere in der Liste verboten werden?
Weil es sich um gefährliche Tiere handelt. Die Liste kann erweitert werden und ist nicht abschließend, sie soll deshalb in einer Rechtsverordnung geregelt werden, die schneller geändert werden kann. In der Liste sind die artengeschützten gefährlichen Tiere nicht aufgeführt, weil ihre Haltung in anderen Rechtsvorschriften bereits entsprechend geregelt ist.

Wer überwacht die Halterinnen und Halter der gefährlichen Tiere?
Dies ist eine Aufgabe der zuständigen Bezirksämter, die die Amtstierärztinnen und Amtstierärzte der Verbraucherschutzämter hinzuziehen.

Ist dafür ausreichend Personal und Sachverstand vorhanden?
Die Bezirksämter sehen die neue Aufgabe als wichtig an und stellen die Überwachung sicher. Die  zuständigen Behörden arbeiten  zusammen, um die zukünftigen Bedarfe zu ermitteln.

Was passiert, wenn die Halterinnen und Halter sich von ihren Tieren trennen wollen?
Sie können die Tiere an gewerbsmäßige Halter abgeben, die eine Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz haben und somit sachkundig und zuverlässig sind und die erforderlichen Haltungseinrichtungen haben.

Was passiert mit gefährlichen Tieren, die beschlagnahmt werden?
Diese Tiere werden als sichergestellte Tiere zunächst im Tierheim des Hamburger Tierschutzvereins untergebracht, mit dem die Stadt einen Vertrag geschlossen hat.

Ist das Tierheim nicht bald überfüllt mit gefährlichen Tieren?
Da die Mehrzahl der Halterinnen und Halter verantwortungsbewusst mit ihren Tieren umgeht, ist damit nicht zu rechnen.

Wo kann man eine Genehmigung zur Haltung gefährlicher Tiere beantragen?
Die private Haltung von als gefährlich eingestuften Tieren kann auf Antrag durch die Bezirksämter genehmigt werden.

Links