Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Geologie Erdbeben

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Erdbeben sind Naturkatastrophen, denen sich der Mensch aufgrund der teilweise großen Erschütterungs- und Zerstörungskraft besonders hilflos ausgeliefert fühlt.

Erdbeben Hamburg

Deutschland gehört aufgrund seiner geologisch-tektonischen Gegebenheiten überwiegend glücklicherweise nicht zu den Gebieten dieser Erde, wo mit Beben von katastrophalen Ausmaßen gerechnet werden muss. Gleichwohl ist auch in Deutschland der Untergrund keineswegs völlig ruhig. Gründe hierfür sind plattentektonische Bewegungen sowie Ausgleichbewegungen durch den Aufbau und das Abschmelzen der Kilometer dicken kaltzeitlichen Eiskalotten über Skandinavien. Die meisten Beben im deutschen Raum sind häufig so schwach, dass sie nicht vom Menschen wahrgenommen werden, sondern nur von speziellen Messgeräten zu erfassen sind. Aufgrund der großen Besiedlungsdichte und den damit verbundenen potenziellen Risiken durch derartige Naturereignisse ist jedoch auch in Deutschland eine kontinuierliche Aufzeichnung der Erdbebenaktivitäten erforderlich. Wenn Sie aktuelle Informationen über Erdbeben in Deutschland und weltweit erhalten möchten, folgen Sie bitte dem Link zur Internetseite der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Karte Erdbebenzonen in Deutschland (PDF) 

Norddeutschland wird allgemein als Gebiet mit niedriger seismischer Aktivität angesehen. Nachweise von mittleren und schweren Erdbeben (Magnitude größer als 4) gibt es in historischer Zeit nicht. Hamburg gehört laut DIN EN 1998-1/NA3) zu keiner Erdbebenzone.

Container

Erdbeben in Hamburg

Obwohl Erdbeben im norddeutschen Raum generell zu den selten zu spürenden Naturereignissen zählen, waren auch in Hamburg schon wenige Male lokal leichte Erschütterungen zu spüren. Neben den bereits genannten Ursachen für Erdbeben gibt es noch die so genannten Einsturzbeben, die im Gegensatz zu Ersteren deutlich schwächer sind und regional sehr begrenzt auftreten. Hierbei handelt es sich um so genannte mikroseismische Ereignisse, die keinen großen Schaden anrichten. Entsprechende Beben gehen auf die regionalen geologischen Verhältnisse zurück. Sie entstehen durch den Einsturz unterirdischer Höhlen, die sich in leichter löslichen Gesteinen im Bereich von Salzstöcken bilden können. Die Salzgesteine und die sie überlagernden Gipsgesteine auf Salzstöcken werden zuvor durch das Grundwasser ausgelaugt. Ein solcher Salzstock ist Langenfelde-Othmarschen, der auf einer Fläche von wenigen Quadratkilometern teilweise fast bis an die Erdoberfläche heran reicht. Einsturzbeben wurden in Hamburg-Flottbek u. a. in den Jahren 2000 und 2009 registriert.



Weiterführende Literatur: 

Buurmann, N. (2010): Charakterisierung von Zirkularstrukturen im geologischen Untergrund Hamburgs zur Abgrenzung verkarstungsgefährdeter Bereiche. – Dissertation, Univ. Hamburg: 224 S.

 

Dahm, T. (2011): A seismological study of shallow weak micro-earthquakes in the urban area of Hamburg city, Germany, and its possible relation to salt dissolution, Natural Hazards 58 (3): 1111–1113.

 

Grünthal, G., Mayer-Rosa, D., Lenhardt, W. (1998): Abschätzung der Erdbebengefährdung für die D-A-CH-Staaten - Deutschland, Österreich, Schweiz. - Bautechnik 75 (10): 753-767.

 

Grünthal, G. & Bosse, C. (1996): Probabilistische Karte der Erdbebengefährdung der Bundesrepublik Deutschland. Erdbebenzonierungskarte für das Nationale Anwendungsdokument zum Eurocode 8: Forschungsbericht (Scientific Technical Report 96/10). Deutsches GeoForschungszentrum GFZ, Potsdam, 24 S. 

 

Leydecker, G. (2011): Erdbebenkatalog für Deutschland mit Randgebieten für die Jahre 800 bis 2008. - Geol. Jb. E59:1-198.

 

Reuther, C. - D., Dahm, T. & Ohrnberger, M. (2009): Hamburgs dynamischer geologischer Untergrund - Evaluation des Untergrunds der Metropolregion Hamburg basierend auf der Analyse und der Modellierung gegenwärtiger geologischer Strukturen und deren Dynamik 66 S., mit 41 S. Anhang Informatik von  D.P.F Möller & J. Wittmann. - BMBF Verbundprojekt HADU.  Technische Informationsbibliothek (elektronische Bibliothek), Deutsche Forschungsberichte, Hannover.

 

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch