Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Grünerdeich / Riepenburg Carlsbrack

Die Vier- und Marschlande wurden wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert eingedeicht. Im Jahre 1482 dämmten die Hamburger und Lübecker gemeinsam die Dove-Elbe zwischen Neuengamme und Altengamme ab, und 1491 wurde auch die Gose-Elbe beim Krauel und der Riepenburg abgedämmt.

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Carlsbrack

Trotz der Deiche war das Land nicht vollständig vor Überflutungen sicher. Immer wieder kam es zu größeren und kleineren Deichbrüchen. Die dabei durch das einströmende Wasser hervorgerufenen tiefen Auskolkungen werden als Bracks bezeichnet. Eines der größten dieser Bracks ist das Borghorster Brack. Sein genaues Alter ist unbekannt. Auf einer Karte von 1771 ist das Brack bereits verzeichnet.

Lage

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:6
Ortsbezeichnung:Grünerdeich/Riepenburg
Bundesland:Hamburg
TK 25-Nr.:2527 Bergedorf
Rechts- u. Hochwert:R 35 7980 - 35 8025, H 59 1960 - 59 1985
Geländehöhe:NN + 2 m
Geotoptyp:wassererfüllte Auskolkung durch Deichbruch im Uferbereich der Stromelbe

Regionalgeologische
Zuordnung:

Landschaftsform des Elbtals

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

historische Zeit bis Gegenwart

Petrographische
Beschreibung:

Die Auskolkung hat im Zuge des jeweiligen Sturmflutgeschehens auch die holozänen Elbsande erfaßt. Deshalb besteht die Basisfläche der Kolke aus diesen holozänen Sanden.
Genese:

Das Brack ist - wie das benachbarte kleinere Riepenburger Brack - durch Auskolkung infolge eines Deichbruchs entstanden.

Aufschlussart:historisch entstandene Landschaftsform
Größe des Objekts:ca. 2 ha
Erreichbarkeit:

gut

Nutzung:

keine

Zustand des
Objektes:

gut

Schutzstatus:

Teil des Naturschutzgebietes Zollenspieker; NSG seit 1988.

Bemerkungen/Kurzbeschreibung

Bracks sind durch Deichbrüche im Zuge von Sturmfluten entstandene tiefe Auskolkungen an den Rändern der Stromelbe.

Literatur

Köpke, A., Pump, K. & Sommer, B. (1999): Das Naturschutzgebiet Zollenspieker. – In: Köpke, A. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 2): 75-79.

Autor: