Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Neugraben-Fischbek Fischbeker Trockental

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Das Fischbeker Trockental ist eines von drei großen Trockentälern, die das Hochgebiet der Harburger Berge in Richtung Elbtal zerschneiden.

Geotop

Bemerkungen/Kurzbeschreibung

Während die östlich anschließenden Täler in Neugraben und Hausbruch jeweils durch Besiedlung und Straßen (Falkenbergsweg, Ehestorfer Heuweg) stark verändert worden sind, ist die Oberflächengestalt des Fischbeker Trockentales und seiner Seitentäler annähernd in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Auf Grund der sich ausbreitenden Bewaldung ist im Gelände allerdings nur noch schwer ein Überblick zu gewinnen. Während die Hochfläche um den Segelflugplatz einigermaßen baumfrei gehalten ist, ist das angrenzende Trockental weitgehend durch Kiefern bewachsen.

Am Rande des Fischbektales ist früher Sand und Kies abgebaut worden. Eine der Gruben ist im Gelände noch gut erkennbar; die unbewachsenen Steilhänge bieten Einblick in den Aufbau des Untergrundes, der hier ausschließlich aus kiesigem Sand besteht. Sie sind in der Saale-Eiszeit aufgeschüttet worden, als das Elbtal vom Eis blockiert war, so daß die Entwässerung des Eisrandes über die Weser erfolgen mußte. Gewöhnlich fließt in diesen Trockentälern kein Wasser. Bei extremen Starkniederschlägen kann es jedoch auf unbewachsenen Hängen zu Abspülung kommen (vgl. Ehlers, 1978).

Lage

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:27
Ortsbezeichnung:Neugraben - Fischbek
Bundesland:Hamburg
TK 25-Nr.:2525 Harburg
Rechts- u. Hochwert:R 35 542 - 35 562, H 59 244 - 59 265
Geländehöhe:NN +15 bis 73 m
Geotoptyp:periglazial geformte Trockentäler

Regionalgeologische
Zuordnung:

im Randgebiet der Weichsel-Vereisung entstandenes Tal am Südrand des Elbe-Urstromtales

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

weichseleiszeitliche Trockentäler

Petrographische
Beschreibung:

Die Harburger Berge, in das die Trockentäler eingeschnitten sind, sind fast ausschließlich aus ungestört lagernden saalezeitlichen Schmelzwassersanden aufgebaut. Untergeordnet kommen Geschiebelehmlagen vor.
Genese:

Auf Grund des starken Gefälles zum Elbe-Urstromtal kam es unter periglazialen Bedingungen zu starker Zerschneidung dieses Hochgebietes durch Solifluktion und Abspülung.

Aufschlussart:Der innere Bau des Hochgebietes war früher in mehreren Sandgruben aufgeschlossen.
Größe des Objekts:773 ha
Erreichbarkeit:

gut

Nutzung:

Erholungsgebiet, zum Teil Segelfluggelände

Zustand des
Objektes:

relativ gut; da die sich ausbreitende Bewaldung im Bereich des Segelfluggeländes fehlt, so dass die Oberflächenformen gut erkennbar sind.

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet

Literatur

Ehlers, J. (1978): Die quartäre Morphogenese der Harburger Berge und ihrer Umgebung. - Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Hamburg 68: 181 S.

Ehlers, J. (1987): Geologische Karte von Hamburg 1:25.000, Erläuterungen zu Blatt Nr. 2525 Harburg. - Hamburg: Geologisches Landesamt. 120 S.

Ehlers, J. (1990): Untersuchungen zur Morphodynamik der Vereisungen Norddeutschlands unter Berücksichtigung benachbarter Gebiete. - Bremer Beiträge zur Geographie und Raumplanung 19: 166 S.

Köpke, A., Möller, I., Pump, K., Seeger, K. & Thannheiser, D. (1996): Das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide. – In: Köpke, A., Möller, I., Pump, K., Seeger, K. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 1): 49-62.

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch