Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Volksdorf Mellenberg

Der annähernd kreisrunde Hügel des Mellenberges erhebt sich etwa 12 m über seine Umgebung. Er wird als weichselzeitliche Endmoräne interpretiert.

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Mellenberg

Bemerkungen/Kurzbeschreibung

Die meisten Endmoränen Norddeutschlands sind Stauchmoränen, die dadurch entstanden sind, dass im Randbereich des vorstoßenden Gletschers ältere Schichten abgeschert, verformt und verstellt worden sind. Diese Vorgänge werden in Anlehnung an die Gebirgsbildung als Glazitektonik bezeichnet. Damit es zu Stauchungen kommen kann, müssen jedoch im Untergrund Lagerungsverhältnisse vorliegen, die eine Abscherung der Schichten ermöglichen. Hierzu zählt z.B. die Anwesenheit von Ton- und Schlufflagen. Aus der Umgebung des Mellenberges sind aus den vorliegenden Bohrungen jedoch nur Sande und Kiese bekannt geworden. Man nimmt daher an, dass es sich beim Mellenberg um eine Satzendmoräne handelt. Satzendmoränen entstehen an der Stirnseite des Gletschers, wenn dieser seine Lage über einen längeren Zeitraum nicht verändert.

Lage

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:16
Ortsbezeichnung:Volksdorf
Bundesland:Hamburg
TK 25-Nr.:2327 Ahrensburg
Rechts- u. Hochwert:R 35 77 940, H 59 45 920
Geländehöhe:NN + 63,3 m
Geotoptyp:Endmoräne der Weichsel-Vereisung

Regionalgeologische
Zuordnung:

Randzone der Weichsel-Vereisung

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

Quartär, Weichsel-Eiszeit

Petrographische
Beschreibung:

Sand und Kies
Genese:

Die Endmoräne entstand in der Gabel zwischen der Volksdorfer und der Meiendorfer Gletscherzunge.

Aufschlussart:-
Größe des Objekts:ca. 4 ha
Erreichbarkeit:

Der Mellenberg liegt am östlichen Rand des Volksdorfer Waldes, eines kleinen Parks, und ist gut erreichbar.

Nutzung:

Park

Zustand des
Objektes:

gut

Schutzstatus:

Landschaftsschutz

Literatur

Grube, F.. (1968): Zur Geologie der weichsel-eiszeitlichen Gletscherrandzone von Rahlstedt-Meiendorf. Ein Beitrag zur regionalen Geologie von Hamburg. – Abhandlungen und Verhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins in Hamburg N.F. XIII: 141-194.

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