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Tipps gegen Schlaflosigkeit Mangel an Schlummer macht Kummer

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„Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung!“, schrieb der große deutsche Dichter Heinrich Heine. Aber was passiert, wenn wir den wohltuenden Schlummer missen müssen? Und wie finden wir zurück in Morpheus’ Arme?

Schlaflosigkeit Schlaflosigkeit natürlich bekämpfen

Schlaflosigkeit natürlich bekämpfen

Faultier Mensch

Durchschnittlich 25 Jahre der menschlichen Lebenszeit befindet sich Körper und Geist im „Offline-Modus“. Wir schlafen. Warum wir unsere aktiven Wach-Phasen immer wieder unterbrechen müssen, versuchen Somnologen (Schlafforscher) seit Jahrzehnten mit umfangreichen Studien herauszufinden. Manches ist noch ungeklärt, vieles aber ist erwiesen: Wir benötigen den Schlaf zur Regeneration. Während wir schlummern, finden im Körper ohne unser bewusstes Zutun verschiedene Prozesse statt: Wir bauen freie Radikale ab, durchlaufen Heilungsprozesse, die Wachstumszellen sind besonders rege - darum ist gesunder Schlaf für uns so wichtig und Schlaflosigkeit gefährlich.

Back-Up im Bett

Aber im Schlaf geschieht noch mehr: Unser Gehirn filtert, sortiert und speichert Erinnerungen. Da wundert es wenig, dass Menschen mit Schlafstörungen nicht nur über Abgeschlagenheit und Unwohlsein klagen, sondern auch über wirre Gedanken und Orientierungsschwierigkeiten. Experten haben herausgefunden, dass die Nachtruhe zur Sortierung unserer Umwelteindrücke erforderlich ist. Tagsüber legt unser Gehirn Erlebnisse und Wahrnehmungen in einem Zwischenspeicher ab. Erst in der nächtlichen Abgeschiedenheit, wenn von außen keine Informationen mehr hinzukommen, archivieren wir die Eindrücke langfristig in der Neocortex (Teil der Großhirnrinde).   

Ohne vorige Entspannung droht Schlaflosigkeit

Schlafstörungen, so wissen die Mediziner, können sehr verschiedene Ursachen haben. Meist stehen psychische Gründe an erster Stelle. So erklärt der renommierte Schlafforscher und Psychologe Jürgen Zulley: „Die Grundvoraussetzung für Schlaf ist die Entspannung. Ermüdung kann dabei helfen, muss aber nicht.“
Angespannt, unruhig und besorgt finden wir also kaum in Morpheus’ Arme. Die häufigsten Ursachen für Schlafstörungen liefert der Stress im Alltag: Probleme im Beruf, Probleme in der Partnerschaft oder gar drückende Existenzängste.
Wer kann schon ruhig schlafen, wenn er fürchten muss, bald ohne Job und Einkommen dazustehen?

Wer Sorgen hat, schläft schlecht

Fatalerweise löst die Schlaflosigkeit einen Teufelskreis aus: Je weniger wir wegen unseres Kummers schlafen können, desto weniger vermögen wir die Probleme zu lösen, die uns solche Sorgen bereiten. Denn für diese große Herausforderung sind wir anderntags schlicht zu matt und zu zerschlagen. Doch der Psychologe Zulley weiß, wie man trotz aller Probleme ein wenig zur nötigen Entspannung kommt, die allem gesunden Schlaf vorausgeht: Man sollte am Abend einen klaren Schlussstrich ziehen. „Essen Sie früh zu Abend, hören Sie schöne Musik, machen Sie einen Abendspaziergang, ehe Sie zu Bett gehen.“

Und noch einen Rat für diejenigen, die nachts aufwachen und nicht wieder einschlafen können. Schauen Sie nicht ständig auf die Uhr. Setzen Sie nicht wegen der verrinnenden Ruhezeit unter Druck. Stehen Sie lieber auf! Grübeln Sie nicht, unterbrechen Sie Ihre kreisenden Gedanken. Manchmal hilft es auf dem Sofa ein Buch zu lesen, manchmal auf dem Balkon in die Nacht zu schauen. Denn der Schlaf lässt sich nicht herbeizwingen, er stellt sich ein, wenn wir für ihn bereit sind.

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