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REM-Schlaf Feuerwerk im Gehirn

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Sogar eine US-Rockband benannte sich nach der markanten Schlafphase „REM“, die durch heftiges Augenrollen hinter  geschlossenen Lidern gekennzeichnet ist. Doch die anfängliche Annahme, der Mensch träume ausschließlich im REM-Schlaf, erwies sich als Irrtum.

REM-Schlaf Das Gehirn arbeitet im REM-Schlaf auf Hochtouren und verbraucht fast genau so viel Energie wie im Wachzustand.

REM-Schlaf, REM Schlaf, Schlafphasen

Eine der populärsten Entdeckungen der Schlafforscher war der sogenannte REM-Schlaf. Benannt ist diese Phase nach einer Auffälligkeit der Augenbewegung hinter geschlossenen Lidern: Das „Rapid-Eye-Movement“, abgekürzt REM bezeichnet heftiges Augenrollen des Schläfers.

Das Gehirn ist wach, aber der Mensch schläft

Auf das Phänomen des REM-Schlafes stießen die Forscher zufällig: 1953 wollten der Chicagoer Professor Nathaniel Kleitmann und seine Assistentin Eugene Aserinsky bei Kleinkindern den Prozess des Aufwachens dokumentieren.

Doch zu ihrem großen Erstaunen stellten die beiden Wissenschaftler fest, dass das signifikante, rasche Augenrollen ihrer Probanden keineswegs dem Aufwachen voranging. Die Kinder schliefen tief und fest weiter. Außerdem wiederholte sich das Augenrollen bis zu fünfmal pro Nacht.

Voreilige Schlüsse

Erstaunliches förderte auch eine Messung des EEG (Elektroenzephalogramm) zu Tage: Während der REM-Phase zeigte das EEG Theta- Alpha- und Betawellen in rascher Folge an. Aus dieser regen Hirntätigkeit schloss man, dass der REM-Schlaf mit den Traumphasen gleich zu setzten sei.

Neuere Forschung aber bewies, dass wir durchaus nicht ausschließlich während der verschiedenen REM-Abschnitte träumen. Auch andere Schlafstadien (wenn auch nicht so intensiv) können das Kopf-Kino produzieren. An die Bilder, die unser Gehirn während der Nacht erzeugt, erinnern wir uns übrigens meist nur, wenn wir während eines Traumes oder kurz darauf erwachen.

Hormonelle Schlafsteuerung

Heute weiß man, dass für die komplizierte Architektur unseres Schlafes verschiedene Botenstoffe verantwortlich sind, die unser Gehirn ausschüttet. Solche Hormone wie zum Beispiel Melatonin, Serotonin, Noradrenalin und Histamin haben unterschiedlichste, oft gegenteilige Wirkungen. Dieses komplexe Gemenge chemischer Stoffe steuert unseren Schlaf und seine Tiefe.

Dennoch gilt der REM-Schlaf (bei Kindern bis etwa acht Jahren dauert er pro Nacht insgesamt etwa sieben Stunden, anschließend verringert er sich auf drei) bis heute als besonders interessante Phase unseres Offline-Modus. Das Gehirn arbeitet in diesen unruhigen Stunden auf Hochtouren und verbraucht fast genau so viel Energie wie im Wachzustand.

Mentales Recycling im REM-Schlaf

Aber warum träumt der Mensch eigentlich? Und wie setzen sich die oft surrealen und aller Vernunft baren Filmsequenzen zusammen? Darauf konnte die Schlafforschung bis heute trotz Sigmund Freud und späterer neuro-wissenschaftlicher Einblicke keine abschließende Antwort finden.

Die wesentliche Aufgabe des Traumes bestehe, so vermutet der Psychoanalytiker Heinrich Deserno, in der Aufarbeitung irritierender Tageserlebnisse. „Verstörende Tagessreste werden bewältigt, indem das Bewusstsein sie mit etwas Vertrautem verknüpft.“ Und so trägt gesunder Schlaf zu einem ausgewogenen seelischen Zustand bei.

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