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Gesundheitswirtschaft Wir über uns

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Hamburg hat national wie international einen hervorragenden Ruf als Gesundheitsstandort. Die Freie und Hansestadt Hamburg verfolgt das Ziel, den hier lebenden Menschen eine gesunde Lebensführung zu ermöglichen, sie dabei aktiv zu unterstützen und eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Hamburg etabliert sich im Rahmen der Clusterpolitik noch stärker als herausragende Gesundheitsmetropole sowie als führendes Kompetenzzentrum der Gesundheitswirtschaft und schärft das Profil als bedeutender Gesundheitsstandort.

Gesundheitswirtschaft: Wir über uns

Kapitelübersicht

Gesundheitswirtschaft in Hamburg

Die Gesundheitswirtschaft ist vergleichsweise stark von strukturellen Einflüssen wie dem demografischen Wandel und dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung geprägt und wenig von konjunkturellen Schwankungen beeinträchtigt. Generell gehört sie zu den größten und am schnellsten wachsenden Branchen der deutschen Wirtschaft. Der Ausblick ist positiv. Die Gesundheitswirtschaft hatte im Jahr 2017 einen Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von 11,9 Prozent beziehungsweise 349,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig arbeiten in Deutschland derzeit 7,3 Millionen Menschen (etwa jeder achte Erwerbstätige) in der Gesundheitswirtschaft; und die Zahlen steigen weiter an. Nach einer Prognose des Bundeswirtschaftsministeriums wird im Jahr 2030 jeder fünfte Erwerbstätige im Bereich Gesundheitswirtschaft tätig sein.

Hamburg ist heute einer der bedeutendsten Standorte für weite Bereiche der Gesundheitswirtschaft, und die Hamburger Gesundheitswirtschaft ist eine regionale Wachstumsbranche. Den größten Anteil an diesem Wachstum hatte der zweite Gesundheitsmarkt mit zirka 36 Prozent. Insgesamt sind in Hamburg gut 181.000 Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt, und seit dem Jahr 2005 wurden laut aktueller WifOR-Studie mehr als 42.000 zusätzliche Arbeitsplätze innerhalb der Branche geschaffen. Damit ist inzwischen jeder siebte Erwerbstätige in Hamburg in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Damit arbeiten hier mehr Personen als in der traditionell starken Hafenwirtschaft.

Aufgrund des demografischen Wandels wird der Bedarf nach Leistungen der Gesundheitswirtschaft im Bereich Versorgung in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Gleichzeitig gibt es einen anhaltenden Trend in der Bevölkerung zu präventiven Investitionen in die eigene Gesundheit, was die Wachstumszahlen im zweiten Gesundheitsmarkt prägt.

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GWHH

Hamburg hat die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für den Standort und für die Versorgung erkannt und 2009 gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH (GWHH) gegründet. Die Clusteragentur trägt zur Vernetzung in der Branche bei, in die sich auch der Förderverein Gesundheitswirtschaft Hamburg e.V. mit seinen rund 60 Mitgliedsunternehmen einbringt, und initiiert, koordiniert beziehungsweise beteiligt sich an innovativen Projekten. Für diese wirbt sie Mittel der EU, des Bundes und der Stadt Hamburg ein und berät Unternehmen der Branche hinsichtlich der Fördermittelgewinnung. Zudem wirkt die GWHH an der Fachkräftestrategie des Senats mit.

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Life Science Nord Management GmbH

Schon 2004 wurde die ebenfalls dem weiteren Bereich Gesundheitswirtschaft zurechenbare Life Science Nord Management GmbH (vormals Norgenta) mit der Zielsetzung gegründet, Hamburg und Norddeutschland als Standort für innovative Medizin zu profilieren. Gesellschafter ist neben den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein der von Unternehmen der Branche getragener Förderverein Life Science Nord e.V. mit über 180 Mitgliedern. Im Fokus der Norgenta steht die optimale Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um innovative Technologien zu entwickeln und in den Markt zu bringen. Zielsetzung ist es, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, unter anderem durch die Initiierung von strategischen Projekten, die Einwerbung von Fördermitteln sowie das nationale und internationale Marketing des Standorts. LSN koordiniert für die Stadt Hamburg internationale Aktivitäten im Feld Gesundheitswirtschaft vor allem über das ursprünglich mit ESF-Mitteln kofinanzierte „Healthcare Industry Servicecentre“ mit Sitz in der Hamburg Repräsentanz in Dubai, das kleine und mittlere Unternehmen aus der Metropolregion Hamburg beim Zugang zum wachsenden Gesundheitsmarkt in der arabischen Golfregion unterstützen soll.

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Fachkräftebedarf sichern

Die Gesundheitswirtschaft wird vom demografischen Wandel besonders profitieren, ist aber zugleich auch besonders gefordert, auf die steigende Nachfrage zu reagieren. Neben der Ausbildung und Bindung von Fachkräften in den verschiedenen Berufsfeldern gehören auch die Entwicklung neuer Techniken, Produkte und Dienstleistungen zu den Herausforderungen der nächsten Jahre. In Hamburg sind vor allem die Pflegeberufe daher Bestandteil der Fachkräftestrategie des Senats, ebenso wie technische Berufe, die in der Gesundheitswirtschaft Einsatz finden. Hamburg fördert die Sicherstellung des Fachkräftebedarfs in der Gesundheitswirtschaft mit verschiedenen Projekten und Aktivitäten.

Ausgewählte Beispiele:

  • 2013 hat der Senat zur Gewinnung neuer Ausbildungsplätze im Gesundheits- und Pflegebereich die Hamburgische Altenpflegeumlage zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung eingeführt. Durch die Umlage wird die Zahl der Ausbildungsplätze erheblich gesteigert und somit die Lücke zwischen Bedarf und Angebot deutlich verkleinert.
  • Die 3. Hamburger Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege, die durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und die Freie und Hansestadt Hamburg gefördert wird, umfasst verschiedene Nachqualifizierungen für Pflegekräfte auf allen Qualifikationsniveaus. Ziel ist, so den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu sichern. Daneben gibt es das Angebot von sozialpädagogischer Beratung bzw. Unterstützung in Veränderungs- oder Krisensituationen.
  • Das Projekt zum Thema „Ausbildungserfolg in der Pflege verbessern“, das mit Mitteln des ESF und der Stadt Hamburg gefördert wird, zielt darauf ab, die Ausbildungskapazitäten in den Pflegebereichen nachhaltig auszuschöpfen. Dazu sollen Maßnahmen entwickelt werden, mit denen die Ausbildungsabbrüche in Krankenpflegeberufen reduziert, die Zahl der besetzten Ausbildungsplätze gesteigert und Personen, die im gewünschten Beruf keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, über andere Ausbildungsberufe in der Pflege informiert werden.
  • Veröffentlichungen: Die Broschüre „Gesundheitsberufe in Hamburg. Ausbildung mit Perspektive“, die die Handelskammer, die Stadt Hamburg und die GWHH herausgeben, gibt einen Überblick über Ausbildungsberufe und Studiengänge im Gesundheitswesen. Sie enthält allgemeine Informationen, Ansprechpartner sowie Profile der Ausbildungsberufe und Studiengänge. Inzwischen ist durch Förderung der zuständigen Fachbehörde auch das Online-Portal www.berufsziel-gesundheit.de entstanden, , welches jungen Menschen dabei hilft, sich über Ausbildungsgänge und Studienangebote im Feld Gesundheitswirtschaft in Hamburg zu informieren. Damit Schulpraktika in der Pflege für alle Beteiligten erfolgreich werden, wurden Leitfäden für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Schulen mit Informationen, Checklisten und Tipps veröffentlicht
  • Online-Portal für Gesundheitsdienstleistungen: Das Portal für Gesundheitsdienstleistungen www.gesundheitsmarkt-hh.de, das die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH (GWHH) betreibt, stellt „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ in den Fokus. Gesundheitsdienstleister und Unternehmen können dort kostenlos ihre Kernkompetenzen und Kontaktdaten vorstellen und sich noch besser vernetzen.
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Förderprogramm Gesundheitswirtschaft

Die Entwicklung von neuen Techniken, Produkten und Dienstleistungen fördert die FHH mit einem eigenen Förderprogramm zur Stärkung der Gesundheitswirtschaft. Das  „Programm zur Stärkung und Förderung der Gesundheitswirtschaft“ wurde Ende 2011 aufgelegt. Mit ihm sollen anwendungsorientierte Forschung und Prozess- und Betriebsinnovationen im Dienstleistungssektor insbesondere im Rahmen einer sektorenübergreifenden Versorgung gefördert werden (Übersicht über die geförderten Projekte).

Auch im Bereich der Krankenhausinvestitionen ist Hamburg mit aktuell 95 Millionen Euro pro Jahr für die 31 Plankrankenhäuser (ohne Universitätsklinikum) in Deutschland führend und investiert so in den Kernbereich der Gesundheitswirtschaft, der in Hamburg mit über 50 Krankenhäusern und Kliniken vertreten ist.

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