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Einführung Der Gleichstellungsmonitor

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Der Gleichstellungsmonitor

Gleichstellung bedeutet, dass individuelle Lebensentwürfe und Entwicklungspotenziale von jedem Menschen […] in gleichem Maße realisiert werden können und in unterschiedlichen Lebenslagen und Lebensphasen gleiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird.“ (Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm 2017 des Hamburger Senats)

Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern gehört zu den Grundwerten moderner Gesellschaften und bleibt eine zentrale Herausforderung für eine zukunftsfähige Gesellschaft. In der Bundesrepublik Deutschland ist dieser gesellschaftspolitische Auftrag im Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes verankert. Angesichts des demografischen Wandels, der in vielen Industrieländern zu beobachten ist, hat Politik für Frauen und Männer auch an wirtschafts- und bevölkerungspolitischer Bedeutung gewonnen. Für die Lösung gesellschaftlicher Zukunftsaufgaben ist es daher entscheidend, dass Frauen und Männer gleichberechtigt ihre individuellen Ressourcen und Potentiale frei von stereotypen Zuschreibungen und benachteiligenden Strukturen einsetzen und entfalten können.

Zu diesem Ziel bekennt sich der Hamburger Senat in seinem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm. Durch konkrete Maßnahmen, die in den einzelnen Ressorts entwickelt und umgesetzt werden, ist es möglich, diesem Ziel Schritt für Schritt näherzukommen.

Der vorliegende digitale Gleichstellungsmonitor ergänzt dieses systematische Vorgehen. Anhand von Zahlen, Daten und Fakten bildet er in seiner ersten Fortschreibung in nunmehr 63 Indikatoren in sechs Handlungsfeldern unterschiedliche lebensweltliche Aspekte von Frauen und Männern in Hamburg ab. Die empirische Abbildung der Entwicklung der Gleichstellung in Hamburg und des Status Quo gibt auch Hinweise darauf, in welchen Bereichen nach wie vor intensive Bemühungen notwendig sind, um Frauen wie Männern ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen.

Der Hamburger Gleichstellungsmonitor wurde von der Stabsstelle Gleichstellung und geschlechtliche Vielfalt in der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke in Zusammenarbeit mit dem Statistikamt Nord und mit Unterstützung der Pressestelle des Senats erstellt. Als neutrale, objektive und wissenschaftlich unabhängige Institution informieren die Statistikämter über gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und ökologische Strukturen, Zusammenhänge und Entwicklungen und zeigen politische Handlungsfelder auf.

Für die 2019 veröffentlichte Basisversion wurden zunächst 48 Indikatoren aus der amtlichen Statistik und dem sonstigen Datenbestand des Statistikamtes Nord aufbereitet. Die erste Fortschreibung im Jahr 2020 enthält neben einer Aktualisierung der Daten der Basisversion 13 neue Indikatoren, zum Beispiel zum BAföG-Bezug und zur Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern. Aus den vorliegenden Daten lassen sich nächste gleichstellungspolitische Schritte ableiten.

Die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke erstellt regelmäßig eine detaillierte und schrittweise ergänzte Datenübersicht, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Zahlen, Daten, Fakten für alle Hamburgerinnen und Hamburger sichtbar zu machen. In Verbindung mit dem „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland“ ist vorgesehen, den bundesweiten Datenbestand länderübergreifend weiterzuentwickeln.

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