Einführung Der Gleichstellungsmonitor

Titelbild

Der Gleichstellungsmonitor

Gleichstellung bedeutet, dass individuelle Lebensentwürfe und Entwicklungspotenziale von jedem Menschen […] in gleichem Maße realisiert werden können und in unterschiedlichen Lebenslagen und Lebensphasen gleiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird.“ (Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm 2017 des Hamburger Senats)

Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern gehört zu den Grundnormen moderner Gesellschaften und bleibt eine zentrale Herausforderung für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Angesichts des demografischen Wandels, der in vielen Industrieländern zu beobachten ist, haben Familien­ und Geschlechterpolitik auch an wirtschafts­ und bevölkerungspolitischer Bedeutung gewonnen. Für die Lösung gesellschaftlicher Zukunftsaufgaben ist es daher entscheidend, dass Frauen und Männer gleichberechtigt ihre individuellen Ressourcen und Potentiale frei von überlieferten Zuschreibungen und überkommenen Strukturen entfalten und einsetzen können. 

Zu diesem übergeordneten Ziel bekennt sich der Hamburger Senat in seinem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm. Durch konkrete Maßnahmen, die in den einzelnen Ressorts entwickelt und umgesetzt werden, ist es möglich, diesem Ziel messbar Schritt für Schritt näherzukommen. 

Der vorliegende digitale Gleichstellungsmonitor ergänzt und unterstützt dieses systematische Vorgehen. Anhand von Zahlen, Daten und Fakten bezogen auf zunächst 48 Indikatoren in sechs Handlungsfeldern bildet er unterschiedliche lebensweltliche Aspekte von Frauen und Männern in Hamburg ab. Die empirische Abbildung der Entwicklung der Gleichstellung in Hamburg und des gegenwärtigen Status Quo gibt auch Hinweise darauf, in welchen Bereichen nach wie vor intensive Bemühungen notwendig sind, um Frauen wie Männern ein selbstbestimmtes, gerechtes und sicheres Leben zu ermöglichen.

Gemeinsam mit dem Statistikamt Nord hat die Stabsstelle Gleichstellung und geschlechtliche Vielfalt in der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung daher mit Unterstützung der Pressestelle des Senats diesen digitalen Frauendatenreport unter dem Titel „Hamburger Gleichstellungsmonitor“ erstellt. Als neutrale, objektive und wissenschaftlich unabhängige Institution informieren die Statistikämter über gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und ökologische Strukturen, Zusammenhänge und Entwicklungen und zeigen politische Handlungsfelder auf.

Für die vorliegende Basisversion konnten aus einem Portfolio von insgesamt 152 angefragten zunächst die nachfolgend abgebildeten Indikatoren grundsätzlich aus der amtlichen Statistik und dem sonstigen Datenbestand des Statistikamtes Nord aufbereitet zur Verfügung gestellt werden. Anhand der daraus ableitbaren Befunde lassen sich erforderliche gleichstellungspolitische Zielsetzungen ermitteln und erste kausale Zusammenhänge darstellen. 

Damit stellt die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung erstmalig eine detaillierte Datenübersicht für das handlungsleitende Prinzip des Gender-Mainstreamings in der Tätigkeit des Senats zur Verfügung.

Es ist beabsichtigt, den Monitor sukzessive auszubauen und in Verbindung mit dem Atlas für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesrepublik Deutschland möglichst länderübergreifend weiterzuentwickeln.