2.4.3 Aufstiegs-BAföG

Definition

Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) in Hamburg 2014 bis 2018

Bedeutung

Der Indikator weist die Inanspruchnahme von AFBG-Leistungen aus. Er gibt Hinweise auf

  • geschlechterstereotypes Berufswahlverhalten,
  • geschlechtsstereotype Berufsbilder in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen,
  • Handlungserfordernisse in der Bekämpfung des Fachkräftemangels durch die Nutzung der Potentiale von Frauen.

AFBG-Empfängerinnen und -Empfänger in Hamburg 2014 bis 2018

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) ist im Beobachtungszeitraum stetig gestiegen von 2.013 im Jahr 2014 (796 Frauen; 1.217 Männer) bis 2.590 im Jahr 2018 (1.119 Frauen; 1.471 Männer), wie die Linien zeigen. Der Anteil der geförderten Frauen stieg im Zeitraum ebenfalls stetig von 40 Prozent im Jahr 2014 auf 43 Prozent im Jahr 2018, wie die Säulen veranschaulichen.

AFBG-Empfängerinnen und -Empfänger in Hamburg 2014 bis 2018 und Arbeitszeit

Die Abbildung veranschaulicht die Förderung nach AFBG von Frauen und Männern nach ihrer Arbeitszeit. So zeigen die Linien, dass die Anzahl der geförderten Frauen in Vollzeit stetig anstieg, die der Frauen in Teilzeit wie auch die Anzahl der geförderten Männer sowohl in Voll- als auch in Teilzeit im Jahr 2016 jedoch einen Rückgang erfuhren. Seit dem Jahr 2016 ist der Frauenanteil der geförderten Teilzeitbeschäftigten niedriger als der der geförderten Vollzeitbeschäftigten, in den Jahren davor übertraf der Anteil der geförderten teilzeitbeschäftigten Frauen den der geförderten vollzeitbeschäftigten Frauen (Säulen).

Aufteilung von AFBG-Empfängerinnen und -Empfänger auf Wirtschaftsbereiche in Hamburg 2018

Frauen

Männer

 

Die gefragtesten Wirtschaftsbereiche mit einer Fortbildungsmaßnahme nach dem Aufstiegs-BAföG waren 2018 bei den Frauen der öffentliche Dienst (43,1 Prozent), gefolgt von Industrie und Handel (35,2 Prozent). Die am häufigsten geförderten Wirtschaftsbereiche bei den Männern waren Industrie und Handel (49,9 Prozent), gefolgt vom Handwerk (30,0 Prozent).

AFBG-Empfängerinnen und -Empfänger in Hamburg 2014 bis 2018 nach Arbeitszeit und Wirtschaftsbereichen

Empfängerinnen und Empfänger Empfängerinnen und Empfänger nach Wirtschaftsbereichen
Jahr Anzahl darunter in Vollzeit darunter in Teilzeit Industrie und Handel Handwerk Landwirtschaft Öffentlicher Dienst Sonstige
weiblich
2014 796 494 302 333 131 2 276 54
2015 881 524 357 357 141 4 324 55
2016 936 602 334 353 126 1 393 63
2017 1.001 676 325 337 106 1 461 96
2018 1.119 731 388 394 110 1 482 132
männlich
2014 1.217 765 452 671 393 10 121 22
2015 1.274 816 458 690 409 13 142 20
2016 1.255 737 418 685 400 5 146 19
2017 1.344 885 459 705 399 11 182 47
2018 1.471 940 531 734 442 12 217 66
insgesamt
2014 2.013 1.259 754 1.004 524 12 397 76
2015 2.155 1.340 815 1.047 550 17 466 75
2016 2.191 1.339 752 1.038 526 6 539 82
2017 2.345 1.561 784 1.042 505 12 643 143
2018 2.590 1.671 919 1.128 552 13 699 198

Methodischer Hinweis

Mit dem Aufstiegs-BAföG werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung durch Beiträge zu den Kosten der Bildungsmaßnahme und zum Lebensunterhalt finanziell unterstützt. Ein Teil der Förderleistungen entfällt auf bewilligte Darlehen, ein Teil auf Zuschüsse. Die Leistungen werden insbesondere für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, für den Lebensunterhalt und für den Kindererhöhungsbetrag von der Kreditanstalt für Wiederaufbau an die Geförderten überwiesen. Die Angaben zu den Empfängerinnen und Empfängern beziehen sich auf die im Laufe des Kalenderjahres 2018 geförderten Personen und setzen sich zusammen aus den Geförderten am Jahresende zuzüglich derer, deren BAföG-Bezug im Laufe des Kalenderjahres endete.

Datenquelle

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, Statistik zum Bundes­ausbildungsförderungsgesetz (BAföG), 2019

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