3.5.1 Einkommen älterer Menschen

Definition

Haushaltseinkommen älterer Frauen und Männer ab 65 Jahren in Hamburg 2008 bis 2017 nach Haushaltsgröße

Bedeutung:

Der Indikator weist die Einkommenssituation älterer Menschen ab 65 Jahren aus.

Er gibt Hinweise auf

  • das Rentenniveau,
  • potentiell von Altersarmut betroffene Bevölkerungsgruppen,
  • den Status Quo des Pension Gap,
  • eingeschränkte Teilhabe.

Haushaltseinkommen älterer Menschen ab 65 Jahren in Hamburg 2008 bis 2017

Das Haushaltseinkommen aller älteren Menschen ab 65 Jahren ist seit 2008 erkennbar gestiegen. Lag beispielsweise das Haushaltseinkommen älterer Menschen 2008 noch in 25 Prozent der Fälle unter 1.300 Euro, so lag dieser Anteil im Jahr 2017 nur noch bei 19 Prozent.

Ältere Menschen ab 65 Jahren in Einpersonenhaushalten in Hamburg 2008 bis 2017 nach Haushaltseinkommen und Geschlecht

Bei der Betrachtung der Haushaltseinkommen von älteren Menschen ab 65 Jahren in Einpersonenhaushalten zeigt sich eine deutliche Ungleichverteilung zwischen Männern und Frauen, die im Laufe der Jahre seit 2008 jedoch etwas zurückgegangen ist. Verfügten im Jahr 2008 noch 53 Prozent aller älteren Frauen über ein Haushaltseinkommen von 1.300 Euro (43 Prozent der älteren Männer), so waren es im Jahr 2017 nur noch 39 Prozent der Frauen ab 65 Jahren (37 Prozent der Männer ab 65 Jahren). 12 Prozent der älteren Frauen hatten 2008 ein Haushaltseinkommen über 2.000 Euro (Männer: 23 Prozent). Im Jahre 2017 waren es hingegen 22 Prozent der älteren Frauen, die über 2.000 Euro und mehr verfügten (Männer: 29 Prozent).

Ältere Menschen ab 65 Jahren in Mehrpersonenhaushalten in Hamburg 2008 bis 2017 nach Haushaltseinkommen und Geschlecht

Betrachtet man das Haushaltseinkommen von älteren Menschen ab 65 Jahren, die in Mehrpersonenhaushalten leben, ist der Unterschied von Frauen und Männern weniger stark als bei Einpersonenhaushalten, da mehrere Personen zum Haushaltseinkommen beitragen können.

Vor allem in den letzten Jahren seit 2014 (mit Unterbrechung 2015) verfügen Haushalte mit älteren Menschen insgesamt seltener über ein Nettoeinkommen unter 2.000 Euro, wobei sich für beide Geschlechter die Einkommenssituation seit 2008 verbessert hat. Betrug der Anteil der älteren Frauen mit einem Haushaltseinkommen unter 2.000 Euro im Jahr 2008 noch 35 Prozent (der der älteren Männer 35 Prozent), waren es im Jahr 2017 nur noch 22 Prozent bei den Frauen ab 65 Jahren und 21 Prozent bei den Männern der gleichen Altersgruppe.

Ältere Menschen ab 65 Jahren in Einpersonenhaushalten (in 1.000) in Hamburg 2008 bis 2017 nach Haushaltseinkommen und Geschlecht

 Monatliches Einkommen des Haushalts
Jahr unter 1.300 Euro 1.300 bis unter 2.000 Euro 2.000 Euro und mehr Insgesamt
weiblich
2008 50 33 12 94
2009 49 29 13 91
2010 44 33 12 88
2011 44 31 14 89
2012 42 34 12 88
2013 42 30 14 86
2014 38 30 18 87
2015 39 35 15 90
2016 38 37 18 93
2017 37 36 21 94
männlich
2008 15 12 8 34
2009 17 10 10 36
2010 17 12 10 39
2011 18 13 9 39
2012 15 14 8 37
2013 13 11 9 34
2014 15 11 10 36
2015 15 13 11 40
2016 14 13 8 35
2017 14 13 11 38
insgesamt
2008 65 44 19 128
2009 66 40 23 128
2010 60 45 23 128
2011 61 44 23 128
2012 57 48 20 125
2013 56 42 23 120
2014 53 42 27 122
2015 55 48 26 129
2016 52 49 26 127
2017 51 49 32 131

Methodischer Hinweis

Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, einer monatlichen Haushaltsbefragung der Bevölkerung am Hauptwohnsitz mit einer Ein-Prozent-Stichprobe, die auf der Grundlage der Bevölkerungszahlen des Zensus die Ergebnisse auf die gesamte Bevölkerung hochrechnet. Bis 2010 werden die Ergebnisse der Volkszählung 1987 fortgeschrieben, mit Fertigstellung des Zensus 2011 sind die daraus resultierenden Bevölkerungszahlen die neue Grundlage, woraus sich eine Einschränkung der Vergleichbarkeit der Daten zwischen 2008 bis 2010 und 2011 bis 2017 ergibt.

Hinzuweisen ist darauf, dass ab 2017 Gemeinschaftsunterkünfte, z.B. Pflegeheime nur noch eingeschränkt befragt wurden. Dies schränkt die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren ebenfalls ein, da für die ab 65-Jährigen die Wahrscheinlichkeit des Lebens in einer Gemeinschaftsunterkunft tendenziell höher ist als bei jüngeren Personen.

Datenquelle:

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Mikrozensus, Hamburg 2008 bis 2017