3.3.1 Erwerbsstatus

Definition

Erwerbsstatus der Bevölkerung in Hamburg nach dem Zensus 2011 nach Bezirken und Geschlecht

Bedeutung

Der Indikator stellt die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern in den einzelnen Hamburger Bezirken dar.

Er gibt Hinweise auf

  • die Unterschiede hinsichtlich der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern,
  • die gesellschaftliche Situation bezüglich der traditionellen geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung sowie
  • mögliche Handlungs- und Unterstützungserfordernisse im unmittelbaren Sozialraum.

Erwerbsstatus der Bevölkerung in Hamburg nach dem Zensus 2011 nach Bezirken und Geschlecht

In Hamburg insgesamt, wie auch in allen Bezirken, zeigt sich bei den Männern sowohl ein höherer Anteil an Erwerbstätigen als auch ein höherer Anteil an Erwerbslosen als bei den Frauen. Nichtsdestotrotz werden zwischen den Bezirken Unterschiede deutlich. So zählten beispielsweise in Harburg mit 54,4 Prozent deutlich mehr Frauen zu den Nichterwerbspersonen als in Hamburg-Nord mit 40,8 Prozent. Die meisten männlichen Erwerbstätigen befanden sich in Hamburg-Nord mit 63,1 Prozent aller Männer, während in Harburg nur 53,1 Prozent der Männer zu den Erwerbstätigen zählten.

Erwerbslosenquote in Hamburg nach dem Zensus 2011 nach Bezirken und Geschlecht

Die Erwerblosenquote ergibt sich durch das Verhältnis von Erwerbslosen zu Erwerbspersonen. In den Bezirken Hamburgs lag die Erwerbslosenquote der männlichen Bevölkerung im Jahr 2011 bei 4,7 Prozent und mehr. Frauen wiesen hingegen in zwei Bezirken eine Erwerblosenquote unter 4,7 Prozent auf (geringster Anteil mit 3,7 Prozent in Hamburg-Nord). Die höchste Erwerbslosenquote lag sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen bei 8,5 Prozent in Hamburg-Mitte.

Erwerbstätige in Hamburg nach dem Zensus 2011 nach Bezirken und Geschlecht

Der Anteil der Erwerbstätigen in der Bevölkerung schwankte im Jahr 2011 bei den Frauen zwischen 43,1 Prozent (Harburg) und 56,9 Prozent (Hamburg-Nord), bei den Männern zwischen 53,1 Prozent (Harburg) und 63,1 Prozent (Hamburg-Nord). In Harburg zeigt sich auch der größte Unterschied beim Anteil der Erwerbstätigen zwischen Männern und Frauen(10 Prozentpunkte).

Nichterwerbspersonen in Hamburg nach dem Zensus 2011 nach Bezirken und Geschlecht

In allen Bezirken Hamburgs war im Jahr 2011 der Anteil der Nichterwerbspersonen an allen Personen des jeweiligen Geschlechts bei den Frauen höher als bei den Männern. Die Karten verdeutlichen, dass der Anteil der Nichterwerbspersonen beim weiblichen Teil der Bevölkerung etwas stärker innerhalb Hamburgs variierte. Während der Anteil der Nichterwerbspersonen an allen Jungen und Männern lediglich zwischen 33,5 (Hamburg-Nord) und 43,1 Prozent (Wandsbek) schwankte, bewegte sich der Anteil der Nichterwerbspersonen an allen Mädchen und Frauen zwischen 40,8 (Hamburg-Nord) und 54,4 Prozent (Harburg).

Erwerbsstatus der Bevölkerung in Hamburg nach dem Zensus 2011 nach Bezirken und Geschlecht

Erwerbsstatus Hamburg Mitte Altona Eimsbüttel Hamburg Nord Wandsbek Bergedorf Harburg Hamburg insgesamt
weiblich
Erwerbspersonen 67.210 67.080 71.070 85.260 101.980 30.390 34.090 457.090
... Erwerbstätige 61.520 63.690 68.080 82.070 96.540 28.630 32.230 432.760
... Erwerbslose 5.700 3.390 2.990 3.190 5.440 1.760 1.870 24.330
Nichterwerbspersonen 63.370 60.630 56.550 58.850 108.520 30.110 40.720 418.750
männlich
Erwerbspersonen 84.870 69.630 70.710 84.810 108.600 32.450 41.160 492.230
... Erwerbstätige 77.690 65.450 67.400 80.500 102.750 30.750 38.250 462.790
... Erwerbslose 7.180 4.180 3.320 4.310 5.850 1.700 2.920 29.450
Nichterwerbspersonen 52.880 48.560 43.800 42.780 82.100 24.100 30.840 325.040
insgesamt
Erwerbspersonen 152.080 136.710 141.780 170.070 210.580 62.840 75.250 949.320
... Erwerbstätige 139.210 129.140 135.480 162.570 199.290 59.380 70.480 895.550
... Erwerbslose 12.880 7.570 6.310 7.500 11.290 3.460 4.790 53.780
Nichterwerbspersonen 116.250 109.190 100.350 101.630 190.620 54.210 71.560 743.790

Methodischer Hinweis

Dies sind Ergebnisse des Zensus 2011 zum Berichtszeitpunkt 9. Mai 2011. Beim Zensus 2011 kam in Deutschland erstmals ein neues registergestütztes Verfahren zum Einsatz. Dabei wurden bereits vorhandene Registerdaten verwendet und mit den Ergebnissen unterschiedlicher Befragungen ergänzt und korrigiert. Zur Gewinnung von Angaben, die nicht aus Registern gewonnen werden konnten, sowie zur statistischen Korrektur der Einwohnerinnen- und Einwohnerzahl wurden bundesweit knapp 10 Prozent aller Personen im Rahmen der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis befragt. Auch für die Gewinnung der Angaben zum Erwerbstatus fanden die Ergebnisse der Haushaltsbefragung Eingang. Erwerbspersonen setzen sich zusammen aus Erwerbstätigen und Erwerbslosen: Erwerbstätig nach dem Labour-Force-Konzept der International Labour Organisation (ILO) ist jede Person im erwerbsfähigen Alter ab 15 Jahren, die in dem einwöchigen Berichtszeitraum (9. bis 15. Mai 2011) mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet oder sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befunden hat.

Als erwerbslos gilt laut ILO jede Person im erwerbsfähigen Alter ab 15 Jahren, die in dem Berichtszeitraum nicht erwerbstätig war, aber in den letzten vier Wochen vor der Befragung aktiv nach einer Tätigkeit gesucht hat.

Den Erwerbspersonen stehen die Nichterwerbspersonen gegenüber: Dies sind Personen unterhalb des Mindestalters, Empfängerinnen und Empfänger von Ruhegehalt/ Kapitalerträgen, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende (nicht erwerbsaktiv), Hausfrauen und Hausmänner und Sonstige.

Abweichungen in den Summen entstehen durch Runden der Zahlen.

Datenquelle

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Zensus 2011 (Berichtszeitpunkt 9. Mai 2011).