3.5.2 Erwerbstätige ältere Menschen

Definition

Erwerbstätige ältere Frauen und Männer ab 65 Jahren in Hamburg 2008 bis 2017

Bedeutung

Der Indikator bildet den Anteil erwerbstätiger Frauen und Männer ab 65 Jahren an allen Personen dieser Altersgruppen in der Bevölkerung ab.

Er gibt Hinweise auf

  • von Altersarmut betroffene Bevölkerungsgruppen,
  • unzureichenden Lebensunterhalt,
  • die unterschiedliche soziale und (nach-)berufliche Einbindung von Frauen und Männern.

Erwerbstätige ab 65 Jahren in Hamburg 2008 bis 2017 nach Geschlecht

Die Abbildung macht deutlich, dass sowohl Männer als auch Frauen ab 65 Jahren zunehmend zur erwerbstätigen Bevölkerung zählen. Waren im Jahr 2008 nur 2,1 Prozent der älteren Frauen ab 65 Jahren erwerbstätig, so waren es im Jahr 2017 bereits 4,9 Prozent. Bei den Männern ist der Anteil der Erwerbstätigen an den Älteren ab 65 Jahren von 5,6 Prozent im Jahr 2008 auf 9,9 Prozent im Jahr 2017 gestiegen.

Ältere Menschen ab 65 Jahren (in 1.000) in Hamburg 2008 bis 2017 nach Erwerbstätigkeit und Geschlecht

Jahr insgesamt Erwerbstätige Nichterwerbspersonen
weiblich
2008 194 / 190
2009 193 6 187
2010 190 6 185
2011 189 6 184
2012 189 6 183
2013 185 8 178
2014 185 8 177
2015 188 8 180
2016 184 9 176
2017 183 9 174
männlich
2008 142 8 134
2009 144 8 135
2010 146 9 137
2011 146 12 135
2012 143 10 134
2013 143 12 131
2014 143 12 131
2015 149 11 138
2016 142 14 128
2017 143 15 128
insgesamt
2008 336 12 324
2009 337 14 322
2010 336 15 322
2011 335 18 319
2012 332 16 317
2013 328 20 309
2014 328 20 308
2015 337 19 318
2016 326 23 304
2017 326 24 302

Methodischer Hinweis

Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, einer monatlichen Haushaltsbefragung der Bevölkerung am Hauptwohnsitz mit einer Ein-Prozent-Stichprobe, die auf der Grundlage der Bevölkerungszahlen des Zensus die Ergebnisse auf die gesamte Bevölkerung hochrechnet. Bis 2010 werden die Ergebnisse der Volkszählung 1987 fortgeschrieben, mit Fertigstellung des Zensus 2011 sind die daraus resultierenden Bevölkerungszahlen die neue Grundlage, woraus sich eine Einschränkung der Vergleichbarkeit der Daten zwischen 2008 bis 2010 und 2011 bis 2017 ergibt.

Hinzuweisen ist darauf, dass ab 2017 Gemeinschaftsunterkünfte, zum Beispiel Pflegeheime nur noch eingeschränkt befragt wurden. Dies schränkt die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren ebenfalls ein, da für die ab 65-Jährigen die Wahrscheinlichkeit des Lebens in einer Gemeinschaftsunterkunft tendenziell höher ist als bei jüngeren Personen.

Datenquelle:

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Mikrozensus, Hamburg 2008 bis 2017