3.4.3 Grundsicherung: Aufstockung

Definition

Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit angerechnetem Einkommen („Aufstockerinnen und Aufstocker“) in Hamburg 2009 bis 2018 nach Altersgruppen

Bedeutung

Der Indikator zeigt auf, wie viele Frauen und Männer von ergänzender Grundsicherung leben. Er gibt Hinweise auf

  • die Armutsrisikoquote,
  • unzureichende Alterssicherung, insbesondere von Frauen,
  • eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe,
  • fehlende Arbeitsmöglichkeiten für erwerbsgeminderte Personen.

Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit angerechnetem Einkommen („Aufstockerinnen und Aufstocker") in Hamburg 2009 bis 2018 nach Altersgruppen

Wird vorhandenes Einkommen angerechnet, kommt der Bezug von zusätzlicher Grundsicherung (Aufstockung) bei Frauen häufiger vor als bei Männern. Die Anzahl der Personen, die Aufstockung erhalten, ist von 2009 bis 2017 sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern stetig gestiegen. Zwischen 2017 und 2018 gab es dagegen einen leichten Rückgang. Die Grafik verdeutlicht außerdem, dass sowohl bei Frauen als auch bei Männern „Aufstockung“ häufiger ältere Menschen ab 65 Jahren in Anspruch nehmen.

Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit angerechnetem Einkommen („Aufstockerinnen und Aufstocker") in Hamburg 2018 nach Altersgruppen

 

Diese Grafik verdeutlicht für das Jahr 2018, dass sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern mehr ältere Personen ab 65 Jahren mit der Grundsicherung im Alter ihr Einkommen aufstockten als dies jüngere zwischen 18 und 65 Jahren taten. Es wird außerdem deutlich, dass Frauen ab 65 Jahren häufiger aufstocken als Männer ab 65 Jahren (35,5 Prozent im Vergleich zu 29,3 Prozent bei den Männern).

Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit angerechnetem Einkommen („Aufstockerinnen und Aufstocker") in Hamburg 2009 bis 2018 nach Altersgruppen

Hamburg
davon im Alter
Jahresende insgesamt von 18 bis unter 65 Jahren ab 65 Jahren
weiblich
2009 10.798 2.588 8.210
2010 11.573 2.980 8.593
2011 12.557 3.364 9.193
2012 13.638 3.807 9.831
2013 14.841 4.258 10.583
2014 15.800 4.815 10.985
2015 16.612 5.113 11.499
2016 16.630 5.222 11.408
2017 17.401 5.482 11.919
2018 16.938 5.378 11.560
männlich
2009 8.637 2.951 5.686
2010 9.554 3.369 6.185
2011 10.527 3.814 6.713
2012 11.678 4.335 7.343
2013 12.787 4.835 7.952
2014 14.196 5.533 8.663
2015 15.085 5.860 9.225
2016 15.445 5.995 9.450
2017 16.091 6.185 9.906
2018 15.622 6.072 9.550
insgesamt
2009 19.435 5.539 13.896
2010 21.127 6.349 14.778
2011 23.084 7.178 15.906
2012 25.316 8.142 17.174
2013 27.628 9.093 18.535
2014 29.996 10.348 19.648
2015 31.697 10.973 20.724
2016 32.075 11.217 20.858
2017 33.492 11.667 21.825
2018 32.560 11.450 21.110

Methodischer Hinweis

Dargestellt sind jene Personen, die vom in Hamburg ansässigen Träger am Jahresende Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII, 4. Kapitel) erhalten und bei denen kein Einkommen (wie z. B. Alters- oder Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenversorgung, Betriebsrente, Einkommen von im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen) angerechnet wurde. Die Unterstützten bestritten ihren laufenden Lebensunterhalt praktisch ausschließlich von Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Betroffene bis zur Altersgrenze zum Renteneintrittsalter (§41, Abs. 2 SGB XII) erhalten „Grundsicherung bei Erwerbsminderung“, die älteren Betroffenen „Grundsicherung im Alter“.

Datenquelle:

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Statistik über Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 2019.

Bis einschließlich des Berichtsjahres 2014 wurde die Statistik dezentral in den Statistischen Ämtern der Länder geführt, ab Berichtsjahr 2015 zentral vom Statistischen Bundesamt. Ab 2014 tritt an die Stelle von 65 Jahren die höhere Rentenaltersgrenze nach §31 Abs. 2 SGB XII (jedoch nur im Bundesgebiet).

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