2.3.3 Habilitationen

Definition

Habilitationen an Hamburger Hochschulen 2012 bis 2021 nach Fächergruppe

Bedeutung

Der Indikator gibt Aufschluss über die Geschlechterverteilung unter den Habilitierten. Die Habilitation bestätigt die Lehrbefähigung an einer Hochschule.

Er gibt Hinweise auf:

  • Unterschiede in geplanten Karrieren im akademischen Bereich;
  • geschlechtsbezogene Unterschiede in den Fachrichtungen, bedingt durch die Studienfachwahl;
  • den „Leaky Pipeline“-Effekt: eine mögliche Abnahme der Frauenanteile bei Habilitationen im Vergleich zu den Frauenanteilen der vorherigen Stufen des Karrierewegs (Promotion);
  • mögliche strukturelle Barrieren und Herausforderungen, die auf geringere Chancen von Frauen bei akademischen Positionen hindeuten.

Habilitationen an Hamburger Hochschulen 2012 bis 2021 

Hier wird ein Diagramm dargestellt. Es wird im Text beschrieben und in der Tabelle finden sich die zugrunde liegenden Daten.

Die Abbildung stellt als Punktwert die Anzahl der von Frauen und von Männern abgeschlossenen Habilitationen in den Jahren 2012 bis 2021 dar. Im gesamten Zeitraum lag die Anzahl der Habilitationen von Frauen deutlich unter der der männlichen Kollegen.

Die Säulen zeigen den Anteil der Frauen an den Habilitierten an Hamburger Hochschulen. Im Jahr 2020 hat sich, aufgrund eines stärkeren Rückgangs der Habilitationen von Männern, der Frauenanteil auf 38 % erhöht und sich im Jahr 2021 auf 37 % stabilisiert.

Habilitationen an Hamburger Hochschulen 2021 nach Fächergruppen

Hier wird ein Diagramm dargestellt. Es wird im Text beschrieben und in der Tabelle finden sich die zugrunde liegenden Daten.

Für die einzelnen Fächergruppen wird als Punktwert die Anzahl der von Frauen und von Männern abgeschlossenen Habilitationen dargestellt. Im Jahr 2021 lag der Frauenanteil der Habilitationen (Säulen) in allen Fächergruppen unter dem der Männer. Aufgrund der geringen zugrundeliegenden Fallzahlen sind weiterreichende Aussagen nicht zielführend.

Habilitationen an Hamburger Hochschulen 2012 bis 2021 nach Fächergruppen

Fächergruppe2012201320142015201620172018201920202021
weiblich

01 Geisteswissenschaften

3

3

6

3

3

0

0

3

0

3

02 Sport

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

03 Rechts- Wirtschafts- Sozialwissenschaften

3

3

3

3

3

3

3

6

6

3

04 Mathematik, Naturwissenschaften

0

3

0

6

0

3

0

0

6

0

05 Humanmedizin / Gesundheitswissenschaften

9

9

9

6

15

9

15

9

6

15

07 Agrar- Forst- Ernährungswissenschaften/ Veterinärmed.

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

08 Ingenieurwissenschaften

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

09 Kunst, Kunstwissenschaften

3

0

0

0

0

0

0

0

0

0

männlich

01 Geisteswissenschaften

3

0

0

6

0

3

3

0

0

3

02 Sport

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

03 Rechts- Wirtschafts- Sozialwissenschaften

12

6

9

9

6

12

9

6

6

6

04 Mathematik, Naturwissenschaften

6

3

6

6

3

9

6

6

3

3

05 Humanmedizin / Gesundheitswissenschaften

24

27

39

24

33

18

24

33

21

21

07 Agrar- Forst- Ernährungswissenschaften/ Veterinärmed.

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

08 Ingenieurwissenschaften

0

3

0

3

0

0

0

0

0

3

09 Kunst, Kunstwissenschaften

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

insgesamt

01 Geisteswissenschaften

6

3

6

9

3

3

3

3

0

6

02 Sport

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

03 Rechts- Wirtschafts- Sozialwissenschaften

15

9

12

12

9

15

12

12

12

9

04 Mathematik, Naturwissenschaften

6

6

6

12

3

12

6

6

9

3

05 Humanmedizin / Gesundheitswissenschaften

33

36

48

30

48

27

39

42

27

36

07 Agrar- Forst- Ernährungswissenschaften/ Veterinärmed.

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

08 Ingenieurwissenschaften

0

3

0

3

0

0

0

0

0

3

09 Kunst, Kunstwissenschaften

3

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Methodische Hinweise

Für die Statistik der Habilitationen werden die im Kalenderjahr Habilitierten erfasst. Hinzuweisen ist darauf, dass die Einführung der Juniorprofessur (2002) die Habilitation als einzigen Weg zur Professur aufbrechen und alternative Wege eröffnen sollte (siehe Indikator 2.3.4).

Aus Datenschutzgründen sind alle Daten (Absolutwerte) jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen. Auch der Wert 0 (für die Fallzahlen 0 und 1 gesetzt) kann Ergebnis dieser Rundung sein.

Die Angaben „divers“ und „ohne Angabe“ zum Merkmal Geschlecht werden nach dem Zufallsprinzip bei den weiteren Kategorien dargestellt.

Datenquelle

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Statistik der Habilitationen für Hamburg 2012 bis 2021 

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch