2.3.2 Promovierende

Definition

Promovierende Frauen und Männer an Hamburger Hochschulen 2018 nach Fächergruppe

Bedeutung

Der Indikator steht für die Anzahl an Frauen und Männern an der wissenschaftlichen Qualifikation in spezifischen Fächergruppen. Er gibt Hinweise auf

  • mögliche strukturelle Hindernisse im Wissenschaftsbetrieb, die Frauen perspektivisch den Zugang zu Spitzenpositionen in Wissenschaft, Forschung und freier Wirtschaft erschweren,
  • unterschiedliche Ausrichtung bei Frauen und Männern hinsichtlich der Fächerwahl,
  • gesellschaftliche Rahmenbedingungen (Vereinbarkeit einer akademischen Laufbahn mit Familie / Kindern).

Promovierende an Hamburger Hochschulen 2018 nach Fächergruppe

Die Abbildung zeigt als Punktwerte die Absolutzahlen der weiblichen und der männlichen Promovierenden in einer Fächergruppe. In der Fächergruppe „Kunst, Kunstwissenschaften an Universitäten“ ist der Frauenanteil deutlich über 70 Prozent, wobei sich in dieser Gruppe nur knapp 1,5 Prozent aller Promovierenden befinden. Ansonsten sind mehrheitlich Männer überrepräsentiert.

Promovierende an Hamburger Hochschulen 2018 nach Fächergruppe

Fächergruppe weiblich männlich insgesamt
01 Geisteswissenschaften 450 336 789
02 Sport 9 18 27
03 Rechts-. Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 831 867 1.695
04 Mathematik. Naturwissenschaften 792 972 1.761
05 Humanmedizin / Gesundheitswissenschaften 750 540 1.290
07 Agrar-. Forst- und Ernährungswissenschaften. Veterinärmedizin - 3 3
08 Ingenieurwissenschaften 294 798 1.089
09 Kunst. Kunstwissenschaften an Universitäten 72 30 102
10 Außerhalb der Studienbereichsgliederung 15 78 93
09 Kunst. Kunstwissenschaften an Kunsthochschulen 48 45 93
Insgesamt 3.264 3.681 6.945

Methodischer Hinweis

Mit der Novelle des Hochschulstatistikgesetzes von 2016 wurde eine neue Promovierendenstatistik angeordnet und führte 2017 erstmals zu Ergebnissen. Eine Zeitreihe bietet sich daher erst ab dem kommenden Jahr an. Erhebungsstichtag ist der 1. Dezember eines Jahres. Eine jährliche Meldung der Hochschulen ermöglicht es, den Bestand kontinuierlich zu erfassen. Grundgesamtheit sind alle Personen, deren Promotion zum Erhebungsstichtag begonnen wurde, andauert oder seit dem letzten Erhebungsstichtag erfolgreich beziehungsweise erfolglos abgeschlossen wurde. Erfasst werden auch die im Berichtsjahr abgebrochenen oder unterbrochenen Promotionen. Der in der Statistik abgebildete Zeitraum der Promotion beginnt mit dem Datum der schriftlichen Bestätigung von einer zur Promotion berechtigten Einrichtung über die Annahme einer Doktorandin oder eines Doktoranden in dieser Einrichtung und endet mit dem Zeitpunkt der offiziellen Feststellung des Prüfungsergebnisses durch den Prüfungsausschuss.

Datenquelle

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Promovierendenstatistik für Hamburg 2019

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