3.2.5 Teilzeitverdienst nach Wirtschaftsbereichen

Definition:

Verdienst von Frauen und Männern in Teilzeitbeschäftigung im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Hamburg 2008 bis 2017

Bedeutung

Der Indikator bildet die Entlohnung nach Arbeitsstunde im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung abhängig vom Wirtschaftsbereich ab.

Er gibt Hinweise auf Teilzeitverdienstunterschiede von Frauen und Männern in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) Teilzeitbeschäftigter im Produzierenden Gewerbe in Hamburg 2008 bis 2017 nach Geschlecht

Index: Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen, wenn der durchschnittliche Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird

Die Abbildung zeigt als Linien den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst in Euro von teilzeitbeschäftigten Frauen und Männern im Produzierenden Gewerbe. Die Verdienste sind von 2008 bis 2017 angestiegen, wobei der Verdienst der Frauen stets unterhalb des Verdiensts der Männer lag (2017: Frauen: 25,58 Euro, Männer: 27,84 Euro).

Als Säule ist der Index für den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst der Frauen dargestellt. Als Index wird der Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen bezeichnet, wenn der Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird. Dieser Index verdeutlicht den Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern. Der Index von 91,88 Prozent im Produzierenden Gewerbe bedeutet, dass der Verdienst der Frauen im Jahr 2017 knapp 92 Prozent des Verdiensts der Männer betrug, also gut acht Prozent niedriger war. Im Jahr 2008 lag der Index bei 91,74 Prozent.

Hinweis: Fehlende Werte können aus methodischen Gründen nicht veröffentlicht werden.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) Teilzeitbeschäftigter im Dienstleistungsbereich in Hamburg 2008 bis 2017 nach Geschlecht

Index: Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen, wenn der durchschnittliche Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird

Die Abbildung zeigt als Linien den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst in Euro von teilzeitbeschäftigten Frauen und Männern im Dienstleistungsbereich. Die Verdienste sind von 2008 bis 2017 angestiegen, wobei der Verdienst der Frauen stets oberhalb des Verdiensts der Männer lag (2017: Frauen: 20,90 Euro, Männer: 19,29 Euro).

Als Säule ist der Index für den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst der Frauen dargestellt. Als Index wird der Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen bezeichnet, wenn der Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird. Dieser Index verdeutlicht den Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern. Der Index von 108,35 Prozent im Dienstleistungsbereich bedeutet, dass der Verdienst der Frauen im Jahr 2017 gut 108 Prozent des Verdienstes der Männer betrug, also gut acht Prozent höher war. Im Vergleich dazu lag der Index im Jahr 2008 bei 104,93 Prozent.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) Teilzeitbeschäftigter in Hamburg 2008 bis 2017 nach Wirtschaftsbereichen und Geschlecht

 Produzierendes Gewerbe Dienstleistungsbereich
Bezahlte Wochenarbeitszeit Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst Bezahlte Wochenarbeitszeit Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst
Jahr Frauen Männer Frauen Männer Frauen Frauen Männer Frauen Männer Frauen
in Stunden in Euro Index in Stunden in Euro Index
2008 24,3 24,1 22,32 24,33 91,74 24,2 24,7 17,66 16,83 104,93
2009 24,2 25,0 21,90 23,42 93,51 24,3 25,1 18,21 17,33 105,08
2010 24,5 27,0 22,08 23,00 96,00 24,5 25,2 18,62 17,36 107,26
2011 25,0 27,8 22,95 . . 24,7 24,9 18,93 17,99 105,23
2012 24,8 25,2 23,57 26,09 90,00 25,2 26,5 18,80 17,82 105,50
2013 24,9 23,0 24,15 . . 25,5 26,7 19,09 18,41 103,69
2014 25,3 25,0 24,42 . . 25,7 26,7 19,44 18,51 105,02
2015 25,8 27,0 24,90 . . 25,6 26,5 19,81 19,04 104,04
2016 26,1 26,8 24,76 . . 25,8 26,7 20,36 19,46 104,62
2017 26,2 27,1 25,58 27,84 91,88 25,9 26,5 20,90 19,29 108,35

Methodische Hinweise

Die Vierteljährliche Verdiensterhebung umfasst das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich. Sie wird als Stichprobenerhebung durchgeführt. Grundsätzlich werden Betriebe mit zehn und mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einbezogen. Für ausreichende Repräsentativität der Ergebnisse werden in ausgewählten Wirtschaftszweigen auch Betriebe mit fünf und mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern befragt. Für Einheiten der Wirtschaftsabschnitte „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ sowie „Erziehung und Unterricht“ werden die Merkmale aus der Personalstandstatistik und aus Tarifangaben geschätzt und fließen in das Ergebnis des Dienstleistungsbereichs ein.

In der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden die Anzahl der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihre bezahlten Arbeitsstunden (nicht von geringfügig Beschäftigten) und ihre Bruttoverdienstsummen erfragt. Auszubildende sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Altersteilzeit werden nicht einbezogen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten als teilzeitbeschäftigt, wenn ihre regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt.

Datenquelle

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Vierteljährliche Verdiensterhebung für Hamburg der Jahre 2008 bis 2017 im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich (Abschnitte B bis S der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008))