3.2.3 Verdienst nach Arbeitszeitmodell

Definition

Verdienst von Frauen und Männern in Vollzeit- und Teilzeitarbeit in Hamburg 2009 bis 2018.

Bedeutung

Der Indikator weist die Entlohnung je Arbeitsstunde in verschiedenen Arbeitszeitmodellen aus. Er gibt Hinweise auf:

  • Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern,
  • finanzielle Auswirkungen unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle,
  • Handlungsbedarf zur Angleichung der Verdienste vor allem für Vollzeitarbeit.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) Vollzeitbeschäftigter in Hamburg 2009 bis 2018

Die Abbildung zeigt als Linien den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern in Euro. Von 2009 bis 2018 ist der durchschnittliche Bruttostundenverdienst jeweils kontinuierlich gestiegen, wobei der Verdienst der Frauen stets unter dem der Männer lag (2018: Frauen: 24,33 Euro, Männer: 29,99 Euro).

Als Säule ist der Index für den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst der Frauen dargestellt. Er gibt den Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes der Frauen wieder, wenn der durchschnittliche Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird. Der Index von 81,13 Prozent bedeutet, dass der Verdienst der Frauen im Jahr 2018 81 Prozent des Verdiensts der Männer betrug, also knapp 19 Prozent niedriger war. Im Vergleich dazu lag der Index im Jahr 2009 bei 80,05 Prozent.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) Teilzeitbeschäftigter in Hamburg 2009 bis 2018

Die Abbildung zeigt als Linien den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von teilzeitbeschäftigten Frauen und Männern in Euro. Von 2009 bis 2018 ist der durchschnittliche Bruttostundenverdienst sowohl für Frauen als auch für Männer kontinuierlich gestiegen, wobei der Verdienst der Frauen über dem der Männer lag (2018: Frauen: 21,48 Euro, Männer: 19,98 Euro).

Als Säule ist der Index für den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst der Frauen dargestellt. Er gibt den Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen wieder, wenn der durchschnittliche Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird. Der Index von 107,51 Prozent bedeutet, dass der Verdienst der Frauen im Jahr 2018 knapp 108 Prozent des Verdiensts der Männer betrug, also knapp acht Prozent höher war. Im Vergleich dazu lag der Index im Jahr 2009 bei 103,43 Prozent.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) in Hamburg 2009 bis 2018 nach Arbeitszeitmodell

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Jahr Frauen Männer Frauen Frauen Männer Frauen
in Euro Index in Euro Index
2009 19,94 24,91 80,05 18,37 17,76 103,43
2010 20,33 24,98 81,39 18,78 17,71 106,04
2011 20,70 25,59 80,89 19,12 18,34 104,25
2012 21,43 27,21 78,76 19,03 18,30 103,99
2013 21,84 27,41 79,68 19,33 19,35 99,90
2014 22,13 27,95 79,18 19,68 19,63 100,25
2015 22,73 28,42 79,98 20,06 19,82 101,21
2016 23,40 28,75 81,39 20,58 20,12 102,29
2017 23,92 29,56 80,92 21,12 19,76 106,88
2018 24,33 29,99 81,13 21,48 19,98 107,51

Methodische Hinweise

Die Vierteljährliche Verdiensterhebung umfasst das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich. Sie wird als Stichprobenerhebung durchgeführt. Grundsätzlich werden Betriebe mit zehn und mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einbezogen. Für ausreichende Repräsentativität der Ergebnisse werden in ausgewählten Wirtschaftszweigen auch Betriebe mit fünf und mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern befragt. Für Einheiten der Wirtschaftsabschnitte „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ sowie „Erziehung und Unterricht“ werden die Merkmale aus der Personalstandstatistik und aus Tarifangaben geschätzt.

In der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden die Anzahl der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihre bezahlten Arbeitsstunden (nicht von geringfügig Beschäftigten) und ihre Bruttoverdienstsummen erfragt. Auszubildende sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Altersteilzeit werden nicht einbezogen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten als teilzeitbeschäftigt, wenn ihre regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt.

Datenquelle

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Vierteljährliche Verdiensterhebung für Hamburg der Jahre 2009 bis 2018 im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich (Abschnitte B bis S der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008))

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