3.2.4 Vollzeitverdienst nach Wirtschaftsbereichen

Definition

Verdienst von Frauen und Männern in Vollzeitbeschäftigung im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Hamburg 2008 bis 2017

Bedeutung

Der Indikator weist die Entlohnung je Arbeitsstunde im Rahmen einer Vollzeitbeschäftigung abhängig vom Wirtschaftsbereich aus.

Er steht im Zusammenhang mit den Vollzeitverdienstunterschieden zwischen Frauen und Männern in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen und zeigt Handlungsbedarf.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) Vollzeitbeschäftigter im Produzierenden Gewerbe in Hamburg 2008 bis 2017 nach Geschlecht

Index: Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen, wenn der durchschnittliche Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird

Die Abbildung zeigt als Linien den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst in Euro von vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern im Produzierenden Gewerbe. Die Verdienste sind von 2008 bis 2017 angestiegen, wobei der Verdienst der Frauen stets unterhalb des Verdiensts der Männer lag (2017: Frauen: 27,79 Euro, Männer: 31,34 Euro).

Als Säule ist der Index für den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst der Frauen dargestellt. Als Index wird der Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen bezeichnet, wenn der Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird. Dieser Index verdeutlicht den Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern. Der Index von 88,67 Prozent im Produzierenden Gewerbe bedeutet, dass der Verdienst der Frauen im Jahr 2017 knapp 89 Prozent des Verdiensts der Männer betrug, also gut elf Prozent niedriger war. Im Vergleich dazu lag der Index im Jahr 2008 bei 87,09 Prozent.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) Vollzeitbeschäftigter im Dienstleistungsbereich in Hamburg 2008 bis 2017 nach Geschlecht

Index: Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen, wenn der durchschnittliche Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird

Die Abbildung zeigt als Linien den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst in Euro von vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern im Dienstleistungsbereich. Die Verdienste sind von 2008 bis 2017 angestiegen, wobei der Verdienst der Frauen stets unterhalb des Verdiensts der Männer lag (2017: Frauen: 23,55 Euro, Männer: 29,00 Euro).

Als Säule ist der Index für den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst der Frauen dargestellt. Als Index wird der Anteil des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts der Frauen bezeichnet, wenn der Bruttostundenverdienst der Männer auf 100 gesetzt wird. Dieser Index verdeutlicht den Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern. Der Index von 81,27 Prozent im Dienstleistungsbereich bedeutet, dass der Verdienst der Frauen im Jahr 2017 gut 81 Prozent des Verdiensts der Männer betrug, also knapp 19 Prozent niedriger war. Im Vergleich dazu lag der Index im Jahr 2008 bei 79,91 Prozent.

Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst (in Euro und als Index) Vollzeitbeschäftigter in Hamburg 2008 bis 2017 nach Wirtschaftsbereichen und Geschlecht

 Produzierendes Gewerbe Dienstleistungsbereich
Bezahlte Wochenarbeitszeit Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst Bezahlte Wochenarbeitszeit Durchschnittlicher Bruttostundenverdienst
Jahr Frauen Männer Frauen Männer Frauen Frauen Männer Frauen Männer Frauen
in Stunden in Euro Index in Stunden in Euro Index
2008 37,9 38,5 22,36 25,83 87,09 38,7 39,3 19,21 24,04 79,91
2009 37,4 37,9 23,20 26,64 86,90 38,6 39,2 19,63 24,36 80,58
2010 37,7 38,1 23,49 27,03 87,83 38,7 39,3 20,03 24,34 82,29
2011 37,7 38,2 24,39 27,77 87,83 38,8 39,4 20,33 24,90 81,65
2012 37,8 38,4 25,97 28,40 91,44 38,8 39,4 20,99 26,77 78,41
2013 37,9 37,9 26,88 29,31 91,71 38,9 39,5 21,37 26,75 79,89
2014 38,1 38,2 26,82 29,88 89,76 38,9 39,6 21,66 27,25 79,49
2015 38,1 38,2 27,78 31,17 89,12 39,0 39,7 22,24 27,52 80,81
2016 38,2 38,5 27,29 30,28 90,13 38,9 39,7 22,99 28,22 81,47
2017 38,2 38,4 27,79 31,34 88,67 38,9 39,7 23,55 29,00 81,27

Methodische Hinweise

Die Vierteljährliche Verdiensterhebung umfasst das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich. Sie wird als Stichprobenerhebung durchgeführt. Grundsätzlich werden Betriebe mit zehn und mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einbezogen. Für ausreichende Repräsentativität der Ergebnisse werden in ausgewählten Wirtschaftszweigen auch Betriebe mit fünf und mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern befragt. Für Einheiten der Wirtschaftsabschnitte „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ sowie „Erziehung und Unterricht“ werden die Merkmale aus der Personalstandstatistik und aus Tarifangaben geschätzt und fließen in das Ergebnis des Dienstleistungsbereichs ein.

In der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden die Anzahl der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihre bezahlten Arbeitsstunden (nicht von geringfügig Beschäftigten) und ihre Bruttoverdienstsummen erfragt. Auszubildende sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Altersteilzeit werden nicht einbezogen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten als teilzeitbeschäftigt, wenn ihre regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt.

Datenquelle:

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Vierteljährliche Verdiensterhebung für Hamburg der Jahre 2008 bis 2017 im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich (Abschnitte B bis S der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008))