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Stadt Hamburg Das Goldene Buch

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Um ein Buch in Hamburg ranken sich zahlreiche Anekdoten und Geschichten: Es ist das Goldene Buch der Stadt. Gestiftet wurde es 1897 von der Bürgermeisterfamilie Petersen zur Einweihung des neu erbauten Rathauses.

Das Goldene Buch der Stadt Hamburg Das Goldene Buch der Stadt Hamburg

Das Goldene Buch

Das Goldene Buch liest sich wie eine Reise durch die Vergangenheit der Hansestadt. Bis heute ist der Eintrag eine große Anerkennung – sowohl für die Unterzeichnenden als auch für die Stadt Hamburg.

Viele hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur haben sich im Laufe der Jahre im Goldenen Buch verewigt. Den Anfang machte Fürst Otto von Bismarck am 22. Oktober 1897. Sein Blatt ziert eine kleine krakelige Unterschrift. Ihm folgten viele weitere Staatsoberhäupter und bedeutende Politiker, wie der Premierminister Kanadas Justin Trudeau, der ehemalige britische Premierminister David Cameron, der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Aber auch religiöse Würdenträger wie der Dalai Lama und gesellschaftliche Persönlichkeiten wie die beiden Klitschko-Brüder oder der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hinterließen bleibende Erinnerungen.

Zahlreiche Geschichten und Besonderheiten prägen das Goldene Buch Hamburgs. Blättern kann man darin allerdings nicht. Es ist eine Sammlung von losen Büttenpapier-Blättern. Diese werden in einer goldenen Kassette - aus mit Blattgold besetztem Leder - verwahrt. Auf der Vorderseite finden sich das Stadtwappen der Freien und Hansestadt Hamburg sowie die Inschrift "Gott mit uns". Diese Kassette wurde wie alle anderen Lederarbeiten im Rathaus vom Lederkünstler Georg Hulbe gefertigt.

Die losen Blätter sind zudem sehr praktisch: Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg kann jederzeit unliebsame Gäste aus der Sammlung entfernen. So wurden etwa die Eintragungen von Verantwortlichen der NS-Diktatur umgehend herausgenommen – bis auf diejenige von Propagandaminister Joseph Goebbels. Er hatte auf demselben Blatt wie Reichspräsident von Hindenburg unterschrieben, weshalb seine Unterschrift verdeckt ist.

Quelle: Von Bargen, Susanne / Zapf, Michael (2015): Das Hamburger Rathaus. 3. Auflage, Hamburg: Ellert & Richter.

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