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Stadtentwicklung Der neue Stadtteil Grasbrook

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Der neue Stadtteil besetzt für die kommenden Jahrzehnte eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung Hamburgs. Er setzt die Entwicklung der innerstädtischen HafenCity, insbesondere die der östlichen HafenCity fort und schafft damit einen Sprung innerstädtischer Qualitäten auf die Südseite der Norderelbe. Der neue Stadtteil Grasbrook wird neben ca. 45 ha Landfläche auch die Wasserflächen des Moldau- und Saalehafens und somit insgesamt eine Fläche von ca. 64 ha umfassen.

Der neue Stadtteil Grasbrook

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Geplant sind Wohnungen für etwa 6.000 Bewohnerinnen und Bewohner, davon ein Drittel im geförderten Wohnungsbau, ca. 16.000 Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten für den alltäglichen Bedarf, Dienstleistungsangebote, eine Grundschule, Sportmöglichkeiten und Kitas und ca. vier Kilometern öffentlich zugängliche, direkt am Wasser gelegene Promenaden und Freiflächen. Außerdem soll das Deutsche Hafenmuseum auf dem Grasbrook gebaut werden.

Wettbewerbliches Dialogverfahren für den Städtebau und Freiraum entschieden.

Am 03.April 2020 wurde der Wettbewerbliche Dialog, der zu einem städtebaulichen und freiraumplanerischen Gesamtbild des neuen Stadtteils führte, abgeschlossen. Damit steht in den Grundzügen fest, wie die Entwicklung des neuen Stadtteils weitergeht und wie er einmal aussehen kann. Zuletzt hatten drei ausgewählte internationale Teams an der Konkretisierung ihrer Ideen zum neuen Stadtteil Grasbrook gearbeitet. Der mit dem ersten Preis prämierte Entwurf des Teams Herzog & de Meuron (Basel) und Vogt Landschaftsarchitekten (Zürich) wird nun das städtebauliche und freiraumplanerische Gesamtbild des Stadtteils Grasbrook bestimmen. Weitere Informationen zu den Entwürfen 

Rückblick auf die Online-Beteiligung

Als Verfahren wurde der Wettbewerbliche Dialog gewählt,  weil er eine kontinuierliche Bearbeitung im Dialog und eine weitgehende Beteiligung der Öffentlichkeit ermöglichte. Als besonders innovatives Element wurde die Freiraumplanung nicht als „nachträgliche Begrünung“, sondern als gleichberechtigter Wettbewerbsbestandteil zeitgleich mit dem Städtebau bearbeitet.

Dabei soll der Grasbrook nicht als isolierte „Insel“, sondern im Kontext mit den umliegenden Stadträumen entwickelt werden. Bereits in Vorbereitung des Wettbewerblichen Dialogs und während des gesamten Prozesses sind die Nachbarn aus der Veddel, aus Rothenburgsort, Wilhelmsburg und der HafenCity sowie die Hamburger Stadtgesellschaft dazu eingeladen gewesen, aktiv am Ideenprozess mitzuwirken. Die gesamten Erkenntnisse, Fragestellungen und Ideen sind in die Aufgabenstellung des Wettbewerblichen Dialogs und in die Jurysitzungen eingeflossen.

Die öffentliche Beteiligung in der Schlussphase und die finale Jury-Sitzung wurden wegen der Corona-Krise ausschließlich im Internet durchgeführt.

Innovationsstadtteil

Der neue Stadtteil Grasbrook soll dennoch ein sehr eigenständiges Profil ausbilden. Dabei soll er auf Grund seiner bedeutsamen Wasserlagen, seiner Nähe zu herausragenden Verkehrsanbindungen und seiner räumlichen Möglichkeiten zu einem Innovationsstadtteil Hamburgs werden, der starke Impulse für eine nachhaltige, wirtschaftliche und umweltbezogene Entwicklung Hamburgs setzt. Zu den Innovationsthemen gehören städtische Infrastrukturen, Mobilität, Digitalisierung, aber auch die Gebäudeentwicklung.

Neuer Nachbar Grasbrook

Der neue Stadtteil soll zudem Nutzen für die Entwicklung und die Menschen der unmittelbar angrenzenden Veddel stiften – insbesondere durch einen verbessertem Zugang zum ÖPNV, neue Fahrradverbindungen, qualitativ ansprechende öffentliche Grünanlagen und sportliche, freizeitbezogene, schulische sowie evtl. auch einzelhandelsbezogene Nutzungen. Gleichzeitig entsteht für die Bewohner ein gut zu erreichendes Arbeitsplatzangebot.

Die Quartiere

Der Grasbrook wird voraussichtlich in drei Quartiere untergliedert: Die Quartiere „Moldauhafenquartier“, „Freihafenelbquartier“ und „Hafentorquartier“. Die Quartiere Moldauhafenquartier und Freihafenelbquartier werden zukünftig in eine gemischt genutzte Fläche für Wohnen und Arbeiten umgewidmet. Das Hafentorquartier wird noch zu definierenden emissionsarmen hafenwirtschaftlichen Nutzungen (inklusive Büros, Forschungsstätten, Labore und Produktion) vorbehalten sein.

Mit der Entwicklung des Hafentorquartiers sollen Nutzungskonflikte zwischen den in Hafennutzung verbleibenden Teilen des Kleinen Grasbrooks und dem neuen Stadtteil Grasbrook, mit seinen gemischten Nutzungen, gelöst werden.

Wie geht es weiter?

Auf Basis des vorliegenden Ergebnisses des städtebaulich-/ freiraumplanerischen Dialogverfahrens wird bis voraussichtlich Mitte 2021 ein Funktionsplan entwickelt, auf den dann die förmlichen Planungsverfahren (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan) folgen. In allen Phasen der Entwicklung wird es eine umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit geben. Die geplanten Veranstaltungen werden im Vorfeld angekündigt.

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