Parks barrierefrei erreichen und nutzen Freiraum und Mobilität für ältere Menschen in Hamburg

Der Senat macht sich für ein seniorenfreundliches Hamburg stark, das Lebensqualität, Aktivität und Sinnstiftung für ältere Menschen genauso im Blick hat wie die notwendige Infrastruktur für die Unterstützung und Pflege bei entsprechender Hilfebedürftigkeit. Ziel ist, dass die Stadt sich in ihren Planungen stärker auf den demographischen Wandel und eine älter werdende Bevölkerung einrichtet.

Freiraum und Mobilität für ältere Menschen in Hamburg

Gi Gong im Park Knapp ein Viertel der Hamburger Bürgerinnen und Bürger sind derzeit 60 Jahre und älter.

Zur Lebensqualität im Alter gehört - neben einer seniorengerechten Wohnung- auch ein Wohnumfeld mit geeigneten Grün- und  Freiflächen.

Mit zunehmendem Alter und eingeschränkter Mobilität nimmt die Bedeutung leicht erreichbarer, gepflegter und sicherer Grünflächen in der unmittelbaren Wohnumgebung ebenso zu wie der Stellenwert wohnungsnaher Infrastruktureinrichtungen des täglichen Bedarfs. Ein entsprechendes Wohnumfeld ist Voraussetzung und ermöglicht das Miteinander der Generationen in den Quartieren und unterstützt gute Nachbarschaften. 

Im Dialog mit der Bevölkerung und Experten hat Hamburg als erste Stadt eine flächendeckende Untersuchung der Anforderungen älterer Menschen an Grün- und Freiflächen vorgenommen (2004).

Mit dem erstellten Handlungsrahmen und Umsetzungskonzept „Freiraum und Mobilität für ältere Menschen in Hamburg“ wird die Förderung zielgruppenspezifischer, urbaner Lebensqualität verfolgt. Die Anforderungen älterer Menschen an den öffentlichen Raum sollen als selbstverständliche Größe in Planung und Umsetzung von Projekten Aufnahme finden. Konkreter Ansatzpunkt des Konzeptes ist deshalb, das vorhandene, weit verzweigte Netz wohnungsnaher Grünanlagen und grüner Wegeverbindungen für ältere Menschen durch den Abbau von Barrieren und Hindernissen zu ertüchtigen.
Eine altersgerechte Ausstattung soll die Vielfalt der Nutzungen erhöhen. Die kommunikativen und gesundheitsfördernden Werte des Grüns wie Partizipation, Erholung und Bewegung sollen durch Gestaltungselemente, die Begegnung, Spiel und körperliche Aktivität ermöglichen gesteigert werden. Das Aufstellen von Fitnessgeräten für Senioren im öffentlichen Grün ist dabei nur ein Teilaspekt.  

Durch größere Transparenz und Überschaubarkeit der Anlagen soll dem Sicherheitsbedürfnis Rechnung getragen werden. Derartige Aufwertungen von Flächen sind allerdings nicht allein für die älteren Menschen von Vorteil. Deshalb finden in der Konzeption auch generationenübergreifende Gedanken Berücksichtigung. Stadtteile mit einer guten Grünausstattung der Straßen, Plätze, Gärten und Innenhöfe, einer kulturellen Identität und einer gewachsenen Urbanität zählen zu den beliebtesten Quartieren aller Altersgruppen. Darüber hinaus haben sie meist ein ausgewogenes soziales Gefüge und ein positives Image.

Seit 2005 wird das Programm „Freiraum und Mobilität für ältere Menschen“ bis 2010 mit einer Anschubfinanzierung von 150 tsd € pro Jahr von der Stadt unterstützt.

In einigen der 15 ausgewählten Prioritätsgebiete konnten seitdem erste Verbesserungen, hinsichtlich der Anforderungen an Zugänglichkeit, Ausstattung und Nutzung der Grün- und Freiflächen durch ältere Menschen, umgesetzt werden. Als Beispiel hierfür stehen Neu- und Umgestaltungen im zentrale Grünzug in Neuwiedenthal und am Luisenhofstieg/ Schleemer Bach in Billstedt Luisenhof , der Freizeit- und Erholungsfläche am Wiesnerring in Bergedorf mit Fitnessgeräten für Senioren, die generationsübergreifende Spiel- und Freizeitfläche Zirkusweg in St.Pauli sowie der aktuell neu gestaltete Spiel- und Freizeitraum für Jung und Alt  am Appelhoffweiher in Steilshoop.

Wir möchten sie mit dem Faltblatt über bereits realisierte Projekte informieren und Anregung geben, wie bei zukünftigen Planungen die Bedürfnisse der älteren Menschen im öffentlichen und privaten Freiraum angemessen berücksichtigt werden können.

Weitere Informationen zur  Berücksichtigung der Anforderungen älterer Menschen bei der Planung und Gestaltung öffentlicher Grün- und Freiflächen finden Sie im

Konzept und Handlungsrahmen für die Planungspraxis (2004)

Langfassung (pdf, 17 MB)

Kurzfassung (pdf, 3 MB)

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