Wissenswertes rund um den Hamburger Hafen Europa trifft Übersee

Symbol für Leichte Sprache
Leichte Sprache
Symbol für Gebärdensprache
Gebärdensprache
Vorlesen
Symbol für Drucken
Drucken
Artikel teilen
Danke für Ihr Interesse!

Ich wünsche eine Übersetzung in:

Insgesamt erreichen jährlich rund 8.700 Seeschiffe den Hamburger Hafen, darunter Containerschiffe mit bis zu 400 Metern Länge und einer Kapazität von 19.000 Standardcontainern.  

Rund um den Hafen

Das „Tor zur Welt“

Hamburgs Selbstverständnis, das „Tor zur Welt“ zu sein, kommt nicht von ungefähr: Über den Hamburger Hafen fließen tagtäglich weltweite Warenströme. Mit rund 120 Liniendiensten für den Seetransport von Containerladung und anderem Stückgut ist er an alle Kontinente angebunden, dabei wird ein Großteil der weltweit über 1.000 Häfen direkt angesteuert. Containerschiffe von bis zu 400 Metern Länge und einer Kapazität von 19.000 Standardcontainern laufen in den Hafen ein, aber auch Frachtschiffe mit besonders großem Ladungsvolumen für Massengut wie Erz und Kohle sowie flüssige Ladung finden den Weg über die Elbe hin zu Deutschlands größtem Universalhafen. Insgesamt erreichen jährlich rund 8.700 Seeschiffe den Hamburger Hafen, dazu zählen auch Schwergutfrachter, die sich auf überdimensionierte Ladung spezialisieren, sowie Tankschiffe, Frachter für den Transport von rollender Ladung wie Fahrzeugen und andere Spezialschiffe.

Von Hamburg nach Fernost

Überdurchschnittlich viel Ladung wird im Handel mit Asien bewegt, die Route Fernost-Europa ist für den Welthandel und damit auch für die Containerschifffahrt von großer Bedeutung. Folgerichtig führt die Volksrepublik China auch die Liste der größten Handelspartner des Hamburger Hafens im Containerverkehr an. Etwas mehr als 2,5 Millionen der insgesamt rund 8,8 Millionen in Hamburg umgeschlagenen Standardcontainern waren in 2015 China zuzuschreiben. In großem Abstand folgt Singapur auf Platz 2, auch Südkorea, Malaysia und Indien gehören zu den Top 10 der Handelspartner.

Pluspunkt: Die Lage im Binnenland

Die Lage des Hamburger Hafens tief im Binnenland ist ein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu anderen Seehäfen in Nordwesteuropa. Der Hamburger Hafen liegt dadurch 200 bis 450 Kilometer näher an den mittel- und osteuropäischen Ballungszentren. Das ist für die Architekten weltumspannender Transportketten ein Vorteil, weil Containerschiffe das mit Abstand günstigste Transportmittel sind und die Ware im Anlauf des Hamburger Hafens eine längere Strecke auf dem Schiff bleibt. Auf seiner Fahrt von Tokio nach Prag reist der Container beispielsweise zwar 95 Prozent der Strecke auf dem Schiff, für den kurzen anschließenden Landtransport werden aber etwa 80 Prozent der gesamten Transportkosten fällig. Die Logistiker sparen in diesem Fall im umkämpften Logistikmarkt Transportkosten, wenn sie ihre Ware mit einem kürzeren Vor- und Nachlauf über Hamburg verschiffen. Außerdem schonen sie die Umwelt und entlasten die vielbefahrenen Straßen.

Schiff und Bahn erschließen Europa

Die Nähe zum Nord-Ostsee-Kanal, der Verbindung zur Ostsee, prädestiniert Hamburg für den weiteren Warentransport per Feederschiff in die skandinavischen und baltischen Länder sowie nach Russland und Polen. Die Güter für diese Staaten werden in Hamburg dann zum Beispiel vom großen Containerschiff auf kleinere Schiffe zur Verteilung in die Ostseehäfen transportiert oder kommen von dort zur Verladung für den Überseetransport nach Hamburg.

Die gesamte osteuropäische Region bis nach Zentralasien, aber auch Mitteleuropa inklusive Süddeutschland, der Schweiz und Österreich sind durch leistungsfähige Güterzugsysteme angebunden. So wird beispielsweise das Erz für die Stahlöfen in Salzgitter mit den schwersten Zügen Deutschlands von Hamburg aus angeliefert. Ein wichtiger Meilenstein wurde in 2015 erreicht: Erstmals wurde im Hamburger Hafen mehr Ladung per Bahn als per Lkw in oder aus dem deutschen und europäischen Binnenland transportiert, was die Umweltfreundlichkeit des Hamburger Eisenbahnhafens erneut unter Beweis stellt. Mit seinen leistungsstarken Hafenbahnanlagen und zunehmend digitalisierten Prozessen entlang der Transportkette setzt der Hamburger Hafen auch im internationalen Vergleich Maßstäbe.

Drei moderne Kreuzfahrtterminals

Ein stetig wachsendes Segment des Hafens ist zudem der Kreuzfahrttourismus: Etwa 600.000 Passagiere und 160 Schiffsankünfte machen Hamburg zu einem wichtigen Reiseziel und -startpunkt für Kreuzfahrer. Die „AIDAprima“, das neue Flaggschiff der AIDA Cruises, macht mit ihren 1.643 Kabinen ab April 2016 regelmäßig am neuesten Cruise Center in Steinwerder fest. Die Schiffstaufe wird standesgemäß auf einem der größten Feste der Stadt abgehalten: dem Hafengeburtstag. Jedes Jahr aufs Neue beweist der große Besucherandrang auf die Feierlichkeiten, dass der Hamburger Hafen nicht nur ein bedeutendes Industrie- und Logistikzentrum der Bundesrepublik ist, sondern gleichzeitig auch zur Identität und zum Stolz der Hamburger Bürger gehört wie kaum eine andere Attraktion der Hansestadt.

Weiterführende Links

 

Danke für Ihr Interesse!

Ich wünsche eine Übersetzung in:

Themenübersicht auf hamburg.de

Hamburg Card

*Über die Einbindung dieses mit *Sternchen markierten Angebots erhalten wir beim Kauf möglicherweise eine Provision vom Händler. Die gekauften Produkte werden dadurch für Sie als Nutzer*in nicht teurer.
Symbol für Schließen Schließen Symbol für Menü üffnen Aktionen