Datenverkehr im Hafen DAKOSY – reibungsloser Datenverkehr

Nach einer internationalen Studie ist der Datenverkehr im Hamburger Hafen besonders hoch integriert. Über dieses Lob darf sich DAKOSY freuen, das Datenkommunikationssystem, das zum Beispiel pro umgeschlagenem Container bis zu 100 Datensätze bewegt.

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Datenkommunikationssystem DAKOSY

Software ersetzt Papier

Anfang der 80er Jahre hatten die großen Häfen der Welt ein Problem: Kuriere mit Frachtdokumenten verstopften die Infrastruktur, die eigentlich für den Warentransport gebraucht wurde. Die HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) musste mehrmals am Tag jene Briefkästen leeren, in die nur Kaianträge – also die Aufträge zum Laden oder Löschen – eingeworfen wurden. Und es gab noch viele andere Papiere, die für die Abwicklung eines Transports benötigt wurden und bestenfalls mit der Ladung zusammen am Terminal ankamen.

Heute haben Datensätze den „Papierkram“ zum größten Teil ersetzt. Deshalb ist Hamburg nicht nur eine der wichtigsten Drehscheiben für Handelsgüter, sondern auch für transportbezogene Informationen. Sie müssen möglichst dem physischen Transportprozess vorauseilen, und dafür ist DAKOSY, das Hamburger Datenkommunikationssystem zuständig. An diesem Netzbetreiber und Software-Haus sind die HHLA und andere Hamburger Umschlagsbetriebe als wichtige Gesellschafter beteiligt.

DAKOSY bringt Akteure im Hamburger Hafen zusammen

Schon 1982, im Gründungsjahr von DAKOSY, war die größte Herausforderung nicht die Anbindung von Unternehmen, wie der HHLA, die bereits über entsprechende IT verfügten, sondern die Vielzahl der kleineren Spediteure zu gewinnen, die noch keine IT im Einsatz hatten. Das erste Produkt, SEEDOS, mit dem Spediteure ihre Kaianträge elektronisch versenden konnten, wurde speziell für diese Branche entwickelt, denn ohne sie hätte die Innovation nicht ihre Kraft entfalten können.

Es gab Ängste vor Arbeitsplatzverlust und generelle Vorbehalte gegen den „neumodischen Kram“, wie DAKOSY-Vorstand Ulrich Wrage von seinen Vorgängern weiß: „Damals wie heute war es unsere wichtigste Aufgabe, zwischen den Akteuren im Hamburger Hafen zu moderieren. Auch die kleinen müssen mitgenommen werden und erkennen, was für einen Nutzen die Einführung einer neuen Technik ihnen bringt.“

Beteiligte Unternehmen profitieren vom Informationsaustausch

Als Plattform ist DAKOSY neutral. Die Anbindung an ihre Rechenzentren ist freiwillig. Trotzdem sind heute nahezu alle an den Umschlagsprozessen beteiligten Unternehmen und Behörden mit DAKOSY verbunden, da jeder von den Services und der Datenvielfalt profitiert. Ein gutes Beispiel dafür ist die Import-Plattform IMP, deren Entwicklung von der HHLA forciert wurde. Über die IMP können alle Beteiligten, die in den Importprozess involviert sind, rechtzeitig mit Statusinformationen zu ihren Transporten versorgt werden, so dass eine vorausschauende Planung ermöglicht wird. Carrier liefern Manifeste, Spediteure liefern Verfügungen und melden, mit welchem Verkehrsträger der Hinterlandtransport erfolgen soll, Zoll und Behörden melden Freigaben, Fuhrunternehmer oder Bahnoperateure bekommen Informationen über den aktuellen Containerstatus.

Und was haben die Umschlagunternehmen davon? Sie können ihre Transportwege bzw. den Vorstau optimieren, weil sie mehr über die Container erfahren. Auf welchem Verkehrsträger soll er den Terminal verlassen, vielleicht auch, zu welchem Zeitpunkt? Die Boxen kommen schneller wieder vom Hof, wenn vom Reeder bis zum Trucker alle besser informiert sind.

Alle Stationen eines Containers sind digital im System abgespeichert

Was es da alles zu kommunizieren gibt, zeigt eine Zahl: Jeder Container, der in Hamburg umgeschlagen werden soll, erzeugt durchschnittlich 100 Datenbewegungen. Da gibt es Pflichtstationen beim Zoll, bei der Wasserschutzpolizei oder beim Veterinäramt, der Zustand der Ware wird dokumentiert, eine Verspätung gemeldet oder die Abholung avisiert. Mehr als 2.000 Kunden von DAKOSY senden und empfangen täglich Daten. Mehr als drei Million Transaktionen laufen täglich über die hochmodernen Rechenzentren in der Mattentwiete.

Der Hamburger Datenverkehr ist besser integriert als andernorts

Die Hamburger haben es sogar schriftlich: nach einer Studie der internationalen Hafenorganisation IAPH ist ihr Datenverkehr besonders hoch integriert. Solche Erfolgehaben sich herumgesprochen, selbst in der Luftfahrtbranche. Der Frankfurter Flughafen will sich Hilfe bei DAKOSY holen, das macht Vorstand Ulrich Wrage mächtig stolz, obwohl er sonst eher bescheiden wirkt. Neben der Rolle als Hafenkommunikationssystem versteht sich das Unternehmen mittlerweile als internationaler Anbieter von Softwarelösungen für Transport und Logistik. Eines der erfolgreichsten Produkte, CargoSoft für die Luft- und Seefrachtabwicklung, ist bei 400 Kunden auf allen Kontinenten im Einsatz.

Das nächste Projekt: Port River Informationssystem Elbe

Der nächste große Erfolg von DAKOSY wird PRISE, das Port River Informationssystem Elbe. Es konnte Anfang 2014 in Betrieb genommen werden und bietet den Beteiligten Informationen für eine optimierte Zu- und Ablaufsteuerung von Großschiffen auf der Elbe und im Hamburger Hafen. Mit den Worten von Wrage: „Am Ende sollen die Leute weniger im Stau stehen, weniger leer fahren und die Effektivität des Hafens noch weitergesteigert werden.“ Mehr kann IT eigentlich nicht leisten.

Weitere Informationen zur DAKOSY Datenkommunikationssystem AG finden Sie hier: DAKOSY

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