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Hamburg gibt Acht!

Hamburg hat gewählt Die 8 goldenen Regeln für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr

Ohne erhobenen Zeigefinger: Wir haben die Hamburger/innen gefragt, welche Tipps sie geben können, damit ein Jeder/eine Jede das Miteinander im Straßenverkehr verbessern kann und somit die Verkehrssicherheit in Hamburg erhöht. Das Ergebnis der Abstimmung sieht wie folgt aus:

Hamburg gibt Acht! Verkehrskampagne

Regel Nr. 1:

Handy in die Tasche, Augen auf die Straße.

Jeder Zweite nutzt während der Autofahrt das Handy. Auch auf dem Fahrrad haben viele das Handy für Navigation oder Musik parat. Und Fußgänger irren teilweise als Smombies (Smartphone und Zombie) durch die Stadt. Schon jeder 10. Verkehrstote in Deutschland geht laut einer Umfrage des ACV und der Deutschen Verkehrswacht auf einen Unfall durch Ablenkung zurück. Die Lösung ist einfach: Handy außer Reichweite legen.

Regel Nr. 2:

Wer Rücksicht will, muss Rücksicht nehmen.

Der Wind des Außenspiegels ist deutlich zu spüren – erstmal schnell rechts rüber. Viele erleben es oft, Rücksicht ist selten im Straßenverkehr. Allerdings sind fast alle Unfälle auf fehlende Rücksichtnahme zurückführbar, deshalb ist es wichtig, auf das eigene Recht oder gefühlte Recht zu verzichten und so gefährliche Situationen zu verhindern.

Regel Nr. 3:

Immer schön mitdenken. Auch für die Anderen.

Fehler machen alle und jeder freut sich, wenn ihm Fehler verziehen werden. Vorausschauendes Handeln, ob auf dem Rad, im Auto oder zu Fuß, und das Hineinversetzen in den/die jeweilige Anderen/Andere erweitert das Verständnis füreinander und vermeidet gefährliche Situationen im Alltag.

Regel Nr. 4:

Nervenkitzel gehört ins Kino. Nicht auf die Straße.

Temposünder in Hamburg: Ganze 35.900 Geschwindigkeitsverstöße gab es 2018 allein in Hamburg. Ein zu hohes Tempo ist tödlich ­– statt einem Anhalteweg von 27,5 Metern bei 50 km/h verlängert sich der Anhalteweg bei Tempo 70 auf 45,5 Meter. Deshalb runter vom Gas.

Regel Nr. 5:

Straßenverkehr geht nicht nebenher.

Auf dem Weg zum Geburtstag. Angeregte Gespräche, laute Musik und einmal kurz die Frisur checken. Schnell kommt es zum Blindflug und/oder einer höheren Reaktionszeit. Also egal ob zu Fuß, auf dem Fahr- oder Motorrad, Roller, Auto oder LKW – stets Fokus auf das Verkehrsgeschehen, um sich selbst und andere Menschen nicht zu gefährden.

Regel Nr. 6:

Rechne immer mit dem Unberechenbaren.

Voll in die Eisen, weil der Mitmensch doch rechts abbiegt oder hinter der Hausecke ein Rad um die Ecke geschossen kommt. Ob Verkehrsteilnehmende ohne Licht oder dunkler Kleidung bei Dunkelheit, eine sich öffnende Autotür oder unverständlichen Manövern anderer Verkehrsteilnehmer. Mit voller Konzentration und z.B. einem ausreichenden Abstand ergeben sich mehr Handlungsmöglichkeiten.

Regel Nr. 7:

Nur Fußballer gehen bei Rot.

1478 von 7672 Unfällen mit verletzen Personen wurden 2018 durch Zwischenfälle bei Vorfahrt und Rotlicht als auch bei Fahrbahnüberquerungen durch Fußgänger verursacht. Egal ob mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß. In Eile huschen viele noch über eine rote Ampel. Dabei können sich in der Zwischenzeit schon andere Verkehrsteilnehmer in Bewegung gesetzt haben. Warten lohnt sich und rettet Leben.

Regel Nr. 8:

Rechts schauen. Links schauen. Aufeinander schauen.

Beim Duell LKW gegen Fahrrad gibt es leider oft nur einen „Gewinner“. Nicht nur der Blick nach rechts und links ist besonders wichtig, sondern auch der gegenseitige Blickkontakt. Erst dann kann Mann/Frau sicher sein, dass der oder die Andere einen bemerkt hat. Blickkontakt kann Leben retten.


Insbesondere die Themen Ablenkung (Regeln 1 und 5), Rücksicht (Regeln 2 und 8), vorausschauendes Fahren (Regeln 3 und 6) sowie regelkonformes Verhalten (Regeln 4 und 7) sind den Hamburger/innen besonders wichtig.
Wir werden uns den angesprochenen Themen annehmen und unsere Verkehrssicherheitsarbeit mit themenspezifischen Schwerpunktaktionen ausbauen. Informationen zu unseren besonderen Aktionen findet ihr in unserem Veranstaltungskalender auf der Startseite.

Die Kampagne „Hamburg gibt Acht!“ ist eng mit der Kampagne „Fahr ein schöneres Hamburg“ verzahnt. Ziel ist es, Fahrradfahren in Hamburg noch besser zu machen. Mehr unter: Fahrrad.Hamburg