Bürgerservice Ein Kind adoptieren

Ein Kind adoptieren

Wir möchten ein Kind adoptieren!

Die Adoptionsvermittlungsstelle Hamburg hat den gesetzlichen Auftrag, für Kinder, die zur Adoptionsvermittlung gemeldet sind, Eltern zu finden, nicht etwa für Adoptionsbewerber und -bewerberinnen Kinder zu suchen.

Mit der Vermittlung von Kindern ist ein Team, bestehend aus sozialpädagogischen, psychologischen und ärztlichen Fachkräften betraut.

Interessierte mit Wohnsitz in Hamburg werden zunächst zu einem Informationsgespräch in einer Gruppe mit anderen Interessierten eingeladen. Hier werden einführende Informationen zur Adoptionsprüfungs- und Vermittlungspraxis bzw. zu den verschiedenen Aspekten und Problembereichen einer Adoption gegeben.

Wer kann adoptieren?

Um ein Kind gemeinsam zu adoptieren, müssen die Annehmenden miteinander verheiratet sein. Dabei muss ein Ehepartner mindestens 25 Jahre alt sein und der andere das 21. Lebensalter vollendet haben.

Alleinstehende sollen das 25. Lebensjahr vollendet haben.

Der Altersunterschied zwischen den Adoptiveltern und den Adoptivkindern soll einem natürlichen Eltern-Kind-Altersverhältnis entsprechen.

Adoptiveltern sollten über die erforderliche persönliche Reife, Einfühlungsvermögen und Problembewusstsein für diese besondere Form der Familienbildung, aber auch über ein gesichertes Einkommen sowie über ausreichend Wohnraum verfügen.

Es dürfen keine gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen bestehen.

Für welche Kinder suchen wir Eltern?

Zur Adoption vermittelt werden Kinder verschiedenen Alters und unterschiedlicher Nationalität, die nicht bei ihrer Familie aufwachsen können.

Da sich die meisten Adoptionsbewerber und -bewerberinnen um die Vermittlung eines Säuglings bemühen, stehen in der Regel immer mehr mögliche Adoptiveltern zur Verfügung als zur Vermittlung gemeldete Babys.

Anders sieht es für Kinder mit gesundheitlichen Belastungen, für ältere oder behinderte Kinder aus.

Warum geben Eltern ihr Kind zur Adoption frei?

Oft kommen für die Entscheidung zur Freigabe mehrere Gründe zusammen. Immer handelt es sich um komplexe Notlagen, in denen die Adoption als beste Lösung im Interesse von Kind und Eltern erscheint.

Ich möchte das Kind meines Ehepartners adoptieren

  • Wir sind eine sogenannte "Patchworkfamilie" oder auch "Stieffamilie" und haben Kinder aus unseren früheren Beziehungen.
  • Ich möchte das Kind meiner Ehefrau bzw. meines Ehemannes adoptieren.

Was ist zu tun und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Voraussetzung für eine Adoption durch einen Stiefelternteil ist:

  • die neue Ehe muss schon eine gewisse Zeit bestehen und stabil sein
  • das Kind sollte mit dem Stiefelternteil, der adoptieren möchte, mindestens seit einem Jahr zusammen leben
  • zwischen dem oder der Annehmenden und dem Kind muss ein Eltern-Kind-Verhältnis entstanden sein
  • die finanziellen und häuslichen Verhältnisse sollten geordnet sein
  • es dürfen keine gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen bestehen
  • Sie müssen das 21. Lebensjahr vollendet haben
  • der Elternteil, der nicht das Sorgerecht hat, muss in die Adoption einwilligen und dies bei einem Notar beurkunden lassen. Sollte es hierbei zu Problemen kommen, lassen Sie sich bitte beraten.

Welche Rechtsfolgen ergeben sich durch die Adoption?

Mit Ausspruch der Adoption durch Gerichtsbeschluss erhält das Kind Ihren Familiennamen. Es erlangt die rechtliche Stellung eines gemeinschaftlichen Kindes von Ihnen und Ihrer Frau bzw. Ihrem Mann und erwirbt in der Regel Ihre Staatsangehörigkeit.

Die Verwandtschaft des Kindes zu seinem leiblichen Elternteil - Ihrer Frau bzw. Ihrem Mann - bleibt erhalten. Es erlöschen nur die Verwandtschaft und alle rechtlichen Beziehungen zu dem anderen leiblichen Elternteil.

Bei Adoptionen aus dem Ausland sind Besonderheiten zu beachten, die sich aus dem ausländischen Rechtsverfahren ergeben können. Bitte lassen Sie sich dazu von der Adoptionsvermittlungsstelle eingehend beraten. Dort erfahren Sie auch, welche Unterlagen Sie für den Adoptionsantrag benötigen.

Welche Kosten entstehen?

  • Kosten für den notariellen Antrag
  • Dolmetscherkosten für den Fall, dass Papiere übersetzt werden müssen
  • Gebühren für das Ausstellen neuer Geburtsurkunden
  • Gebühren für die Erstellung eines Führungszeugnisses

  

Bei eingetragenen Lebenspartnerschaften sind die gleichen Voraussetzungen gegeben, wenn das leibliche Kind der Lebenspartnerin/des Lebenspartners adoptiert werden soll.

Wir möchten ein Kind aus der Verwandtschaft adoptieren

Voraussetzungen für eine Adoption sind:

  • falls Sie verheiratet sind, muss Ihre Ehe schon eine gewisse Zeit bestehen und stabil sein
  • das Kind sollte mit Ihnen schon seit mindestens einem Jahr zusammen leben
  • zwischen dem oder der Annehmenden und dem Kind muss ein Eltern-Kind-Verhältnis entstanden sein
  • die finanziellen und häuslichen Verhältnisse sollten geordnet sein
  • es dürfen keine gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen bestehen
  • sofern Sie verheiratet sind, muss einer der Ehepartner das 25., der andere das 21. Lebensjahr vollendet haben. Wenn Sie alleinstehend sind, müssen Sie das 25. Lebensjahr vollendet haben.
  • die notarielle Einwilligung beider Elternteile ist erforderlich. Sollte es hierbei zu Problemen kommen, lassen Sie sich bitte beraten.

Welche Rechtsfolgen ergeben sich durch die Adoption?

Mit Ausspruch der Adoption durch Gerichtsbeschluss erhält das Kind Ihren Familiennamen. Es erlangt die rechtliche Stellung eines Kindes von Ihnen oder gemeinschaftlichen Kindes von Ihnen und Ihrer Frau bzw. Ihrem Mann und erwirbt in der Regel Ihre Staatsangehörigkeit.

Die Verwandtschaft und rechtlichen Beziehungen des Kindes zu seinen leiblichen Eltern erlöschen. Bestehen bleiben die Verwandtschaftsverhältnisse zu den übrigen Verwandten.

Bei Adoptionen aus dem Ausland sind Besonderheiten zu beachten, die sich aus dem ausländischen Rechtsverfahren ergeben können.

Bitte lassen Sie sich von den Mitarbeiterinnen des Adoptionsreferates eingehend beraten. Dort erfahren Sie auch, welche Unterlagen Sie für den Adoptionsantrag benötigen.

Welche Kosten entstehen?

  • Kosten für den notariellen Antrag
  • Dolmetscherkosten für den Fall, dass Papiere übersetzt werden müssen
  • Gebühren für das Ausstellen neuer Geburtsurkunden
  • Gebühren für die Erstellung eines Führungszeugnisses

Kontakt

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Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit, Fachamt Jugend- und Familienhilfe, Adoptionsvermittlungsstelle

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