Landschaftsplanung

Die Landschaftsplanung hat die Aufgabe, die Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu verwirklichen und die entsprechenden Erfordernisse und Maßnahmen darzustellen und zu begründen.

Flusslandschaft

Landschaftsplanung

Sie ist das Planungsinstrument, das die Belange von Natur und Landschaft in alle räumlichen Planungen und Entscheidungen integriert, und als solches an die gesetzlichen Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes und des Hamburgischen Naturschutzgesetzes gebunden.

Zu ihren Aufgaben gehören die Sicherung und Entwicklung von Natur und Landschaft als Erlebnis- und Erholungsraum des Menschen, als Lebensraum für wildlebende Pflanzen und Tiere sowie die Erhaltung und Verbesserung der Qualität von Böden, Gewässern, Luft und Klima.

Die Landschaftsplanung

  • stellt ein Landschaftsprogramm für das gesamte Stadtgebiet auf,
  • kann das Landschaftsprogramm durch konkretisierende Darstellungen für Teilflächen der Stadt ergänzen,
  • wirkt durch landschaftsplanerische Beiträge an der Aufstellung von Bebauungsplänen mit,
  • entwickelt landschaftspflegerische Begleitpläne zu Fachplanungen, wie zum Beispiel dem Straßen- und Wasserbau,
  • und setzt die landschaftsplanerischen und naturschutzrechtlichen Vorgaben in Genehmigungsverfahren um.

Die Landschaft im Bezirk

Der Bezirk Hamburg-Nord ist Teil der holsteinischen Geestlandschaft. Er besteht aus höher liegenden Geestkuppen, auf denen die Besiedlung des Raumes begonnen hat, und den dazwischen liegenden, ursprünglich feuchten Niederungsbereichen, die lange Zeit von Bebauung frei geblieben sind. Ein den Bezirk prägendes Landschaftselement ist die Alster mit ihren Nebenflüssen.

Nachdem bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts noch viele Landschaftsteile des Bezirks ländlich genutzt wurden, ist Hamburg-Nord jetzt ein dicht besiedelter und weitgehend bebauter Bezirk. Reste offener Landschaft sind nur noch im Nordwesten nahe der Tarpenbek und im Osten nahe des Raakmoores vorhanden.

AUCH INTERESSANT

Umso mehr haben städtische Parks und Grünzüge an Bedeutung gewonnen. Der Stadtpark ist einer der großen Hamburger Volksparks und gilt mit seinen 150 ha Parkfläche als herausragendes Gartendenkmal.

Der wichtigste Grünzug verläuft entlang der Alster. Er verbindet die Innenstadt mit Fuhlsbüttel und bildet mit seinen Randbereichen die Alster-Landschaftsachse. Ein weiterer Grünzug durchquert Langenhorn entlang des Bornbachs. Der dicht bebaute Südosten des Bezirks wird durch die Landschaftsachse an der Osterbek und die Landschaftsachse an der Wandse, die hier Eilbek heißt, gegliedert.

Mit dem Ohlsdorfer Friedhof beherbergt der Bezirk den größten Parkfriedhof der Welt. Mit seinen knapp 400 Hektar Gesamtfläche ist er nicht nur Beisetzungsstätte für die meisten Hamburger, sondern auch der größte Park der Stadt. Über diesen von Ost nach West verläuft der zweite grüne Ring nördlich von Groß-Borstel in Richtung Niendorfer Gehege.

Naturnahe Flächen bilden Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere, sie sind in vielen Grünflächen, an Gewässerläufen und Rückhaltebecken zu finden. Im Herzen des Bezirks liegt das Naturschutzgebiet Eppendorfer Moor, durch das der Rest einer moorigen Naturlandschaft bewahrt wird. Das Raakmoor am Rande der Hummelsbütteler Feldmarkt liegt ebenfalls in der Obhut des Bezirks. Das Rothsteinsmoor hat sich durch Entwicklungsmaßnahmen zu einem gleichermaßen wertvollen Refugium für seltene Arten entwickelt.

Der Baumbestand an den Straßen und auf den Grundstücken sowie die Gestaltung und Bepflanzung der Freiflächen an Gebäuden vervollständigen die Identität von Hamburg-Nord als durchgrünter Bezirk.

Online Bürgerdienste