Es grünt und blüht auf Hamburgs Dächern Umweltbehörde vergibt erstmals den ‚Hamburger Preis für grüne Bauten'

Umweltbehörde vergibt erstmals den ‚Hamburger Preis für grüne Bauten'

Zehn Prozent der Fläche Hamburgs sind Dächer, davon rund die Hälfte Flachdächer. Noch liegt das Meiste dieser 35 km² brach. Völlig zu Unrecht, denn diese Flächen sind die Dachlandschaften von morgen. Sie können zu Gärten, Wiesen, Sportplätzen, Lounges und Grünflächen werden, wo man bestens Pause machen, chillen und z.B. Basketball spielen kann, den Sonnenauf- und untergang genießen und eine großartige Fernsicht hat. Selbst kleine Parks mit Bäumen, die nicht tief wurzeln, sind möglich. Um Dächer als luftige grüne Oasen für Mensch, Tier und Pflanzen weiter zu verbreiten, fördert Hamburg Gründächer und -fassaden und vergibt diese Jahr erstmals den ‚Hamburger Preis für Grüne Bauten‘.

Thema
Mit dem Hamburger Preis für Grüne Bauten werden besonders gelungene Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrü­nungen in Hamburg und den umliegen­den Landkreisen prämiert. Im Zentrum des Preises stehen die gestalterische Qualität, die positive Auswirkung auf die Umwelt, sowie die Nutzungsqualität für die Gebäudenutzenden. Dies berück­sichtigt neben der Bereicherung für die Bewohnenden auch den Mehrwert für das Leben in der Stadt: neue Frei- und Freizeiträume, neue Stadtnatur, Verbes­serung des Stadtklimas und des Klima­schutzes sowie Lärmminderung. Informationen zur Auslobung finden Sie hier.

Umweltsenator Jens Kerstan: Wir fördern Gründächer mit bis zu 50.000 Euro. Gründächer schaffen  Naturflächen in der Stadt, verbessern das Klima, schaffen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Unser Ziel ist es, dass bis 2020 100 Hektar Dachfläche grün werden.“

Preisträger
Jetzt stehen die Preisträger fest: der Dachgarten des KerVita Senioren-Zentrums in Wilhelmsburg, die Sonnenterrasse mit Dachgarten der Firma Meyle in Rahlstedt und das Dach des neuen Betriebshofs für den Inselpark, ebenfalls in Wilhelmsburg. Sonderpreise gingen an die Drei-Feld-Sporthalle der Schule Loogestraße in Eppendorf und ans Ökumenische Forum in der HafenCity, Sachpreise an neun Einreichungen der engeren Wahl.

Sieger
Der Dachgarten des KerVita Senioren-Zentrums ist ein Demenzgarten. Damit haben Pflegebedürftige mitten im Quartier einen geschützten Raum im Freien, wo sie ihre Sinne trainieren, einfach nur entspannen oder die Aussicht genießen können. Es gibt Hochbeete und Nischen inmitten von Stauden, wo man gärtnern oder zusammensitzen kann.

Die Firma Meyle betreibt in Rahlstedt ein Hochregallager. Die Kantine hat einen außergewöhnlichen Platz: Sie steht auf dem Dach, mit einer großzügig angelegten Sonnenterrasse, beides umgeben von einer begrünten  Dachlandschaft, über die Holzstege führen. Dieser Dachgarten ist einer der ganz wenigen in Hamburger Gewerbegebieten.

Der neue Betriebshof für den Inselpark in Wilhelmsburg fällt ebenfalls aus dem Rahmen: Er ist ein Holzbau mit leicht geneigtem Walmdach, in das eine Photovoltaikanlage integriert ist. Auf dem Dach wächst eine Wiese mit vielen verschiedenen Pflanzen, die das viele Monate lang blühen.
Alle drei Projekte erhalten ein Preisgeld von je 2.000 Euro.

Sonderpreise
Die Drei-Feld-Sporthalle der Schule Loogestraße in Eppendorf hat ein begrüntes Zweistufen-Dach, das  von den Umkleideräumen aus sichtbar ist. Der Kühlungseffekt für die durchgängig genutzte Sporthalle ist gerade bei Temperaturschwankungen groß. In der stark versiegelten Umgebung bildet das Dach eine grüne Oase.
Der Dachgarten des Ökumenischen Forums in der HafenCity überzeugt durch Gemeinschaftsarbeit. Auf der knapp 300 m2 großen Dachterrasse betreiben unterschiedlichste Nutzer und Generationen Bienenzucht und „urban farming“. Das ist stadtweit bisher ohne Beispiel und wird daher ausgezeichnet.
Beide Projekte bekommen Sachpreise.

Ausstellung
Am ersten Wettbewerb zum ‚Hamburger Preis für Grüne Bauten‘ haben sich 36 Projekte aus Hamburg und Umgebung beteiligt.
Die insgesamt 14 prämierten Dächer wurden bereits im Infocenter Hafencity Kesselhaus und im Elbcampus in Harburg ausgestellt, im September wird die Ausstellung fortgesetzt:

11. – 29. September 2017 in der Behörde für Umwelt und Energie (Neuenfelder Straße 19; Mo - Fr 09.00-19.00 Uhr, So 13.00-17.00 Uhr)

Der Eintritt ist immer frei.

Die Dokumentation des Preises mit allen prämierten und eingereichten Projekten finden Sie hier.

Unterstützer
Partner beim „Hamburger Preis für Grüne Bauten“ sind die Hamburgische Architektenkammer, der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla Landesverband Hamburg e.V. und der Fachverband Garten- Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg e.V. Gefördert wird der „Hamburger Preis für Grüne Bauten“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Gründachförderung
Hamburger Grundeigentümer können Zuschüsse bis max. 60 % der Herstellungskosten für den Bau von Gründächern beantragen. Die Förderung gilt sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude und beträgt max. 50.000 € je Objekt. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank berät bei allen Fragen zur Förderung und begleitet beim Antragsverfahren:

Frau Gebhardt, 040-248 46-345, Mo-Do 08.00-16.30, Fr 08.00-14.00

Weitere Infos unter www.hamburg.de/gruendach.

Kontakt

Verfahrensbetreuung Netzwerk studio urbane landschaften - hamburg

Sabine Rabe, Gerko Schröder


Kastanienallee 9
20359 Hamburg

Tel.

Kontakt

Behörde für Umwelt und Energie

Amt für Naturschutz, Grünplanung und Energie


Marie-Thérèse Hliwa
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg

Tel. E-Mail-Adresse
 Plakat Hamburger Preis für Grüne Bauten

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